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So, 26. April 2026, 23:54 Uhr

BASF SE

WKN: BASF11 / ISIN: DE000BASF111

BASF aufstocken


10.11.09 14:41
Oldenburgische Landesbank

Oldenburg (aktiencheck.de AG) - Christoph Siebecke, Analyst der Oldenburgischen Landesbank, rät die Aktie der BASF nach wie vor aufzustocken.

Die Badische Anilin & Soda-Fabrik komme bislang erstaunlich gut durch die Krise. In den ersten neun Monaten des Jahres habe man durchweg schwarze Zahlen geschrieben. Das sei vor dem Hintergrund eines 20%igen Umsatzrückganges eine ordentliche Leistung. Ein striktes Kostenmanagement und die Anpassung der Kapazitäten hätten dafür gesorgt, dass alle BASF-Segmente profitabel arbeiten würden. Im 3. Quartal hätten die Ludwigshafener 12,8 Mrd. Euro erlöst, der positive Umsatztrend habe sich damit fortgesetzt. Das Nettoergebnis habe mit 237 Mio. Euro aber 31% unter dem Wert des Vorquartals gelegen. Gegenüber dem Vorjahresquartal ergebe sich eine Abweichung von 521 Mio. Euro oder fast 69%.

Laut Konzernchef Hambrecht habe BASF die Talsohle durchschritten, um aber wieder ein Ergebnis auf Basis des Vorkrisenniveaus zu erreichen, werde man noch mindestens bis zum Jahr 2012 warten müssen. Das erklärte Ziel von BASF die Kapitalkosten zu erwirtschaften, werde man im Jahr 2009 wohl nicht mehr erreichen. Entsprechend werde auch eine Kürzung der Dividende um 0,65 Euro auf 1,30 Euro erwartet. Ohne die Integration der kürzlich übernommenen schweizerischen Spezial-Chemie Firma Ciba hätte man dieses Ziel allerdings gepackt. Ab dem kommenden Jahr sollten durch die Ciba Übernahme Synergieeffekte von 350 Mio. Euro generiert werden. Ab 2012 sollten die Synergien dann auf 450 Mio. Euro steigen. Für das Gesamtjahr 2009 werde jedoch eine Ergebnisbelastung von 800 Mio. Euro erwartet.

Nach Produktionseinbußen von 40-50% in der Spitze hätten sich die Bestellungen der Kunden wieder erhöht. Die Abnehmer würden aber immer noch sehr kurzfristig agieren und nur kleine Mengen ordern. Der Lagerabbau sei bei den Kunden beendet, jedoch verzeichne man bei BASF noch keine nachhaltigen Vorratskäufe seitens der Kunden. Die Überkapazitäten in der Chemiebranche seien nach wie vor erheblich. Somit rechne BASF auch nur mit einer langsamen und unsteten Entwicklung des Geschäfts. Positive Signale kämen indes aus Asien und Lateinamerika, hier verzeichne die Chemiebranche echtes organisches Wachstum. Probleme würden eher die etablierten Märkte in Europa und den USA bereiten, auch wenn hier die letzten Konjunkturdaten eine Belebung der gesamtwirtschaftlichen Aktivität anzeigen würden.

Entsprechend kräftig falle auch der erwartete Ergebnissprung für das nächste Jahr aus. Gute 48% solle der Gewinn vor Steuern zulegen. Mit dann 4,4 Mrd. Euro liege man in etwa auf dem Ergebnisniveau von 2004. Bis zum Rekordwert aus dem Jahr 2007 würden dann aber noch 60% fehlen. Die Aussichten gäben ein gemischtes Bild ab, die enormen Überkapazitäten und die langsam verlaufende Erholung dürften die Preise weiter belasten. Auf der anderen Seite zeichne sich BASF durch eine intelligente und effiziente Kostenstruktur aus, die helfe, diese Umsatzeinbrüche aufzufangen. BASF sollte daher ggü. Mitbewerbern gestärkt aus der Krise hervorgehen.

Auch wegen des starken Kursverlaufs in den letzten Monaten belassen die Analysten der Oldenburgischen Landesbank ihr Votum für die BASF-Aktie bei "aufstocken". (Analyse vom 10.11.2009) (10.11.2009/ac/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
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