Cell Pathways beobachten
16.10.01 03:04
BioTech-World
Die Analysten von BioTech-World nehmen derzeit die Aktien von Cell Pathways (WKN 917206) genauer unter die Lupe.
Cell Pathways sei in 1990 gegründet worden. Ziel sei es gewesen, neuartige Produkte zur Behandlung von Krebskrankheiten in frühen und fortgeschrittenen Stadien zu erzeugen und zu vermarkten. Die Drug-Targets würden hierbei im Apoptose-Zyklus liegen wobei die Apoptose selektiv im neoplasmatischen Gewebe induziert werde. Die gesunden Zellen würden also im Gegensatz zur herkömmlichen Chemotherapie weitgehend unberührt bleiben. Das Unternehmen greife auf die eigene "SAANDs-Technologie" (Selective Apoptotic Antineoplastic Drugs Technology) zurück. Zwei Präparate, Aptosyn (Exisulnid) und CP-461, würden sich in klinischen Testphasen befinden.
Der Vorteil der SAANDs liege laut Cell Pathways darin, dass sie Apoptose selektiv in neoplasmatischen Zellen, also in Zellen mit verminderter Apoptoserate, bewirken würden. Die selektive Wirkungsweise der SAANDs sei in vorklinischen Studien bewiesen worden. Aptosyn sei das erste Präparat auf SAANDs-Basis, dass Cell Pathways in klinischen Phasen getestet habe. Es sei jedoch nicht abzusehen, ob und wann das erste Medikament seine Zulassung erhalten werde. Selbst wenn die klinischen Testphasen erfolgreich verlaufen sollten, wäre mit einer Zulassung frühestens in zwölf bis 18 Monaten zu rechnen. Besonderes Augemerk sollte der Anleger auf die Zulassung von CP-461 richten.
Cell Pathways vermarkte noch keine eigenen Produkte, das Unternehmen habe sich neben Forschung v.a. auf Ausbau der Anlagen, Rekrutierung von Personal und Kapitalgewinnung konzentriert. Mittel seien bislang hauptsächlich durch Kapitalerhöhungen gewonnen worden. Im Juli 2000 habe Cell Pathways mit Aventis einen Kooperationsvertrag zur Vermarktung von Nilandron ("Nilandron-Agreement") geschlossen. Nilandron sei ein von Aventis hergestelltes Präparat zur Behandlung von Prostatakrebs. Cell Pathways übernehme hier die Vermarktung des Produkts und erhalte einen Prozentsatz der Einnahmen. Hierdurch habe das Unternehmen im ersten Halbjahr 2001 erstmals Umsätze in Höhe von 316.973 US-Dollar verzeichnet.
Das Nilandron-Agreement sei in Bezug auf die finanzielle Situation Cell Pathways eher unvorteilhaft, vielmehr solle es wahrscheinlich die Zusammenarbeit mit Aventis (auch in Bezug auf die klinischen Testphasen) bestärken und Erfahrungsgewinnung bei Vermarktung von Präparaten zulassen. Die klinischen und vorklinischen Testreihen würden vor allem durch Kooperationen mit Unternehmen wie Eli Lilly, Aventis, Glaxo-Welcome, Roche und Bristol-Myers finanziert. Es sei aber zu erwarten, dass die Konditionen der Kooperationen für Cell Pathways eher unvorteilhaft seien.
Die Ausgaben hätten im ersten Halbjahr 2001 ca. elf Millionen US-Dollar betragen (24,8 Prozent weniger als im Vorjahr). Dieser Rückgang sei aber im wesentlichen auf verminderte Materialbeschaffung für die Aptosyn-Testphasen zurückzuführen. Die Cash-Burn-Rate sei niedrig: Cell Pathways verfüge derzeit über einen gesamten Cashbestand (auch in kurzfristigen marktfähige Wertpapieren) von ca. 38 Millionen US-Dollar. Diese Summe reiche aus, um das Unternehmen noch bis voraussichtlich 2003 zu finanzieren.
In dieser Zeit würden sehr wahrscheinlich noch weitere Kosten auf Cell Pathways zukommen. Eine 1999 gestellte "New Drug Application" (NDA) für Aptosyn zur Behandlung von FAP (familial adenomatous polyposis) sei von der FDA auf Grund unvollständiger Daten abgelehnt worden und habe für erhebliche Kursstürze gesorgt. Daraufhin hätten zwei Privatanleger geklagt, da angeblich falsche Aussagen über die Zulassungsverhandlungen gemacht worden seien. Sollten die Kläger erfolgreich sein, könnten hier zusätzliche Kosten in Millionenhöhe anfallen.
Cell Pathways erwirtschafte noch keine Umsätze und der weitere Verlauf der klinischen Testphasen sei nur bedingt vorhersagbar. Auch sei zu beachten, dass die Produktpipeline im wesentlichen aus zwei Präparaten bestehe. Aus diesen Gründen rate BioTech-World zur Vorsicht bei einer Investition in Cell Pathways (jedenfalls) zum jetzigen Zeitpunkt. Sollte CP-461 eine Zulassung erhalten könnte sich die Situation erheblich verbessern.
Da dies aber nach Ansicht der Analysten von BioTech-World in naher Zukunft nicht geschehen wird, sollte der vorsichtige Anleger abwarten.
Cell Pathways sei in 1990 gegründet worden. Ziel sei es gewesen, neuartige Produkte zur Behandlung von Krebskrankheiten in frühen und fortgeschrittenen Stadien zu erzeugen und zu vermarkten. Die Drug-Targets würden hierbei im Apoptose-Zyklus liegen wobei die Apoptose selektiv im neoplasmatischen Gewebe induziert werde. Die gesunden Zellen würden also im Gegensatz zur herkömmlichen Chemotherapie weitgehend unberührt bleiben. Das Unternehmen greife auf die eigene "SAANDs-Technologie" (Selective Apoptotic Antineoplastic Drugs Technology) zurück. Zwei Präparate, Aptosyn (Exisulnid) und CP-461, würden sich in klinischen Testphasen befinden.
Der Vorteil der SAANDs liege laut Cell Pathways darin, dass sie Apoptose selektiv in neoplasmatischen Zellen, also in Zellen mit verminderter Apoptoserate, bewirken würden. Die selektive Wirkungsweise der SAANDs sei in vorklinischen Studien bewiesen worden. Aptosyn sei das erste Präparat auf SAANDs-Basis, dass Cell Pathways in klinischen Phasen getestet habe. Es sei jedoch nicht abzusehen, ob und wann das erste Medikament seine Zulassung erhalten werde. Selbst wenn die klinischen Testphasen erfolgreich verlaufen sollten, wäre mit einer Zulassung frühestens in zwölf bis 18 Monaten zu rechnen. Besonderes Augemerk sollte der Anleger auf die Zulassung von CP-461 richten.
Cell Pathways vermarkte noch keine eigenen Produkte, das Unternehmen habe sich neben Forschung v.a. auf Ausbau der Anlagen, Rekrutierung von Personal und Kapitalgewinnung konzentriert. Mittel seien bislang hauptsächlich durch Kapitalerhöhungen gewonnen worden. Im Juli 2000 habe Cell Pathways mit Aventis einen Kooperationsvertrag zur Vermarktung von Nilandron ("Nilandron-Agreement") geschlossen. Nilandron sei ein von Aventis hergestelltes Präparat zur Behandlung von Prostatakrebs. Cell Pathways übernehme hier die Vermarktung des Produkts und erhalte einen Prozentsatz der Einnahmen. Hierdurch habe das Unternehmen im ersten Halbjahr 2001 erstmals Umsätze in Höhe von 316.973 US-Dollar verzeichnet.
Die Ausgaben hätten im ersten Halbjahr 2001 ca. elf Millionen US-Dollar betragen (24,8 Prozent weniger als im Vorjahr). Dieser Rückgang sei aber im wesentlichen auf verminderte Materialbeschaffung für die Aptosyn-Testphasen zurückzuführen. Die Cash-Burn-Rate sei niedrig: Cell Pathways verfüge derzeit über einen gesamten Cashbestand (auch in kurzfristigen marktfähige Wertpapieren) von ca. 38 Millionen US-Dollar. Diese Summe reiche aus, um das Unternehmen noch bis voraussichtlich 2003 zu finanzieren.
In dieser Zeit würden sehr wahrscheinlich noch weitere Kosten auf Cell Pathways zukommen. Eine 1999 gestellte "New Drug Application" (NDA) für Aptosyn zur Behandlung von FAP (familial adenomatous polyposis) sei von der FDA auf Grund unvollständiger Daten abgelehnt worden und habe für erhebliche Kursstürze gesorgt. Daraufhin hätten zwei Privatanleger geklagt, da angeblich falsche Aussagen über die Zulassungsverhandlungen gemacht worden seien. Sollten die Kläger erfolgreich sein, könnten hier zusätzliche Kosten in Millionenhöhe anfallen.
Cell Pathways erwirtschafte noch keine Umsätze und der weitere Verlauf der klinischen Testphasen sei nur bedingt vorhersagbar. Auch sei zu beachten, dass die Produktpipeline im wesentlichen aus zwei Präparaten bestehe. Aus diesen Gründen rate BioTech-World zur Vorsicht bei einer Investition in Cell Pathways (jedenfalls) zum jetzigen Zeitpunkt. Sollte CP-461 eine Zulassung erhalten könnte sich die Situation erheblich verbessern.
Da dies aber nach Ansicht der Analysten von BioTech-World in naher Zukunft nicht geschehen wird, sollte der vorsichtige Anleger abwarten.
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