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So, 26. April 2026, 12:17 Uhr

DAX

WKN: 846900 / ISIN: DE0008469008

DAX 30 krisenresistent


11.04.11 08:55
Santander Bank

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die Aktienmärkte befinden sich per Saldo in einer Konsolidierung, dies aber mit aufwärts gerichteter Tendenz, so die Analysten der Santander Bank in ihrem aktuellen "Market Flash".

Das heiße, die globalen Belastungen würden relativ gut verarbeitet. Man spreche in diesem Zusammenhang auch von Gewöhnungseffekt. Was die Eurokrise angehe, sei auch Portugal unter dem EU-Rettungsschirm geschlüpft. Dabei handle es sich um einen seit Wochen erwarteten Schritt, da die Konditionen für eine Kapitalaufnahme enorm gestiegen seien. Die Lage im Nordosten Japans um die Folgeschäden des Erdbebens vom 11.03. habe sich zumindest nicht weiter verschärft, so schwierig das Abarbeiten der Folgeschäden in Fukushima auch sei.

Der DAX 30 (ISIN DE0008469008 / WKN 846900) schließlich habe in der vergangenen Woche die 7.200er-Linie zurückerobert. Der Dow Jones habe ein neues Jahreshoch (12.409 Punkte) erreicht.

Bei einer nachrichtenarmen Woche hätten die wenigen makroökonomischen Daten doch aufschlussreiche Erkenntnisse erreicht. In den USA sei der ISM für Dienstleistungen nur leicht zurückgegangen und zeige mit einem Niveau von 57,3 weiter Wachstum an. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe seien stärker als prognostiziert gefallen (-10.000 auf 382.000). Die Konsumentenkredite seien um 7,62 Mrd. USD und somit einiges höher als erwartet (4,8 Mrd. USD) geklettert. Sie alle würden demonstrieren, dass die US-Verbraucher den beginnenden Erholungsprozess weiter stützen dürften.

Ähnlich wie der ISM seien auch die Markit-PMIs im Euroland zu sehen. Sehr robust seien der deutsche Auftragseingang und die Industrieproduktion ausgefallen. Zusammen mit dem hohen Handelsbilanzüberschuss sei die derzeitige Exportstärke Deutschlands klar unter Beweis gestellt worden.

Die Zinserhöhung der EZB um 25 BP sei erwartet worden. Auf der Pressekonferenz habe Trichet durchblicken lassen, dass die Preisentwicklung weiterhin aufmerksam verfolgt werde, aber unmittelbar weitere Schritte wohl nicht anstehen dürften.

Die US-Berichtssaison beginne wie immer mit Alcoa (ISIN US0138171014 / WKN 850206) (11.04., nach Börsenschluss). Hohe Erwartungen lägen im Markt. Am 13.04. werde J.P. Morgan Chase und am 15.04. Bank of America Einblicke in Q1 geben. Mit Gewinnrückgängen werde gerechnet. Die Vergleichsbasis sei hoch, da im Vorjahresquartal eine außergewöhnlich hohe Kapitalmarktdynamik zu verzeichnen gewesen sei. Rückläufige Kreditrisiken könnten dem aber entgegenwirken. Zur HV würden Henkel (11.04.) und Daimler (ISIN DE0007100000 / WKN 710000) (13.04.) einladen.

An der Konjunkturfront stünden erneut Frühindikatoren an. In den USA werde am 11.04. der NFIB-Mittelstandsindex veröffentlicht, der gegenüber den beiden ISMs weiter hinterherhinke. Am 15.04. würden der Empire State-Index sowie der Uni Michigan-Index folgen, die beide etwas höher erwartet würden. Ferner würden in den USA die Einzelhandelsumsätze (13.04.) bekannt gegeben. Bei den Verbraucherpreisen (15.04.) dürfte sich der von den Energiepreisen ausgehende Inflationsdruck zeigen. Das Highlight jedoch dürfte das Beige Book der FED sein (13.04.). Der Konjunkturbericht diene der Vorlage zur nächsten Offenmarktausschusssitzung der FED am 27.04.

Ein Höhepunkt in der Eurozone sei der ZEW-Index (12.04.). Während er für Deutschland höher ausfallen dürfte, werde für Euroland ein Rückgang erwartet. Die Verbraucherpreise für Deutschland würden am 12.04., die für Euroland am 15.04. publiziert. (Ausgabe vom 08.04.2011) (11.04.2011/ac/a/m)





 
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