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Fr, 24. April 2026, 7:50 Uhr

DAX

WKN: 846900 / ISIN: DE0008469008

DAX Grundstimmung weiter positiv


17.10.11 09:28
Santander Bank

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Der DAX 30 (ISIN DE0008469008 / WKN 846900) zeigte sich auch in der letzten Woche freundlich, so die Analysten der Santander Bank in ihrem aktuellen "MarketFlash".

Nachdem er in der Vorwoche bereits über 500 Punkte gutgemacht habe, sei er in dieser Woche bis Donnerstag um weitere 350 Zähler angestiegen. Am 13.10. habe der DAX zwischenzeitlich die 6.000er-Linie überwunden und mit 6.036 Punkten ein neues Zwischenhoch markiert.

Die Einflussfaktoren seien gemischt gewesen. Negative Ereignismeldungen hätten ihre Wirkung aber kaum entfaltet. Im Grunde sei seit etwa zwei Wochen Vertrauen an die Aktienmärkte zurückgekehrt. Zurückzuführen sei dies im Wesentlichen darauf, dass die Politik die Dringlichkeit um eine Lösung der Euro-Krise erkannt habe. Damit einhergehend habe auch die Tatsache unterstützend gewirkt, dass die Wirtschaftsgremien im Rahmen der Lösungsansätze für Griechenland zugleich an eine Rekapitalisierung der Großbanken denken würden.

Das Highlight der Woche sei das Herbstgutachten der Wirtschaftsforschungsinstitute gewesen. Die fünf Weisen würden die deutsche Wirtschaft in 2012 nur noch um 0,8% wachsen sehen nach geschätzten 2,9% im laufenden Jahr. Im Frühjahr hätten sie noch ein 2012er-Wachstum von 2,0% vorhergesagt. Allerdings würden die Volkswirte sehen, dass am Arbeitsmarkt das sog. "Jobwunder" weitergehe. In 2012 dürfte die durchschnittliche Arbeitslosenrate auf 6,7% sinken (2011e: 7,0%). Die EZB spreche in ihrem neuen Monatsbericht von einer "deutlichen Abkühlung" des europäischen Wirtschaftswachstums für die Eurozone.

Die Berichtssaison in den USA sei mit gemischten Eindrücken gestartet. Alcoa (ISIN US0138171014 / WKN 850206) habe die Markterwartung nicht erfüllen können und sei für den Rest des Jahres pessimistisch. J.P. Morgan Chase (ISIN US46625H1005 / WKN 850628) habe stabile Gewinne erzielt, aber im Investmentbanking seien die Einnahmen um ein Drittel zurückgefallen.

In den USA würden in der nächsten Woche die übrigen Großbanken und Technologieunternehmen ihre Zahlen präsentieren. Die Banken könnten so manches Enttäuschungspotenzial heben, die Technologiewerte dagegen mit recht robusten Zahlen aufwarten. Gerade die Investmentbanken (wie Goldman Sachs (ISIN US38141G1040 / WKN 920332), 18.10./Morgan Stanley (ISIN US6174464486 / WKN 885836), 19.10.) könnten einen Kater auslösen, hätten sich doch sämtliche Einnahmenquellen in Q3 deutlich beruhigt. Die Schwächen im Kapitalmarktgeschäft ausgleichen könnten die universell aufgestellten Häuser, wie Citigroup (ISIN US1729674242 / WKN A1H92V) (17.10.) oder Bank of America (ISIN US0605051046 / WKN 858388) (18.10.).

Von den Techno-Werten würden u.a. IBM (ISIN US4592001014 / WKN 851399) (17.10.), Apple (ISIN US0378331005 / WKN 865985), Intel (ISIN US4581401001 / WKN 855681) (18.10.) und Microsoft (ISIN US5949181045 / WKN 870747) (20.10.) berichten. Aus Europa würden am 20.10. Ericsson (ISIN SE0000108656 / WKN 850001) und Nokia (ISIN FI0009000681 / WKN 870737) folgen. Bei allen stehe der jeweilige Geschäftsausblick im Fokus.

Bei den Konjunkturdaten stünden in der nächsten Woche einige Frühindikatoren und vor allem das Beige Book (19.10.) im Vordergrund. In den USA werde zunächst der Empire State Index (17.10.) veröffentlicht. Es würden die Frühindikatoren und der Philly-FED-Index (20.10.) folgen. Behauptet bis leicht bessere Niveaus würden jeweils erwartet. In den USA stünden ferner auch Daten zum Immobilienmarkt im Rampenlicht, am 18.10. der NAHB-Index und am 19.10. die Baubeginne und -genehmigungen.

In Europa werde am 18.10. der ZEW-Index erwartet, der zuletzt herb enttäuscht habe. Es werde das Verbrauchervertrauen für Euroland (20.10.) folgen. Besondere Spannung bestehe beim ifo-Index (21.10.) für Deutschland. (Ausgabe vom 14.10.2011) (17.10.2011/ac/a/m)





 
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