DAX auf Erholungskurs
03.10.11 16:44
Santander Bank
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - In der vergangenen Woche haben die Aktienmärkte rund um den Globus einiges an Boden gutgemacht, so die Analysten der Santander Bank in ihrem aktuellen "MarketFlash".
Der DAX 30 (ISIN DE0008469008 / WKN 846900) habe seit Ende vorletzter Woche 8,5% gewonnen. Zwischenzeitlich habe er mit über 5.700 Punkten (+9,7%) auf einem Niveau wie seit Anfang September nicht mehr gelegen.
Die "alten" Sorgen - z.B. die Handlungs(un)fähigkeit der Wirtschaftspolitik zur Lösung der Eurokrise allgemein und kurzfristig zur Lösung der Griechenlandkrise -, seien regelrecht weggewischt worden. Die Zuversicht habe die Oberhand erhalten. Den Anstoß hätten die Ereignisse am Wochenende geliefert, als die Weltbank und der IWF getagt hätten. Offenbar seien Arbeitsgruppen definiert worden, die die einzelnen Probleme in nächster Zeit anzugehen hätten. Wichtig hierbei sei, dass die Politik Maßnahmen ergreife, die plausibel und machbar seien, so dass allmählich wieder Vertrauen in die Märkte zurückfließen könne. Dass dies eine längere Wegstrecke sei, sei jedem gewiss.
Von den in der vorletzten Woche publizierten Konjunkturindikatoren sei teils ganz gute Unterstützung gekommen. Sowohl in den USA als auch in Deutschland (nicht aber für Euroland) seien wichtige Indikatoren relativ gut ausgefallen. In den USA hätten die revidierten BIP-Zahlen für Q2 und die Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung über den Prognosen gelegen. Letztere seien um 37.000 auf 391.000 zurückgegangen und hätten deutlich über den Erwartungen gelegen (420.000). Auch der Auftragseingang für langlebige Wirtschaftsgüter sei in der Kernrate besser als prognostiziert ausgefallen.
Deutschland habe mit einem überraschend starken Arbeitsmarktbericht aufgewartet und demonstriere eine kräftige Herbstbelebung. Die Zahl der Arbeitslosen sei im September erstmals seit 1991 unter 2,8 Millionen (exakt auf 2,796 Millionen) gesunken. Die Arbeitslosenquote sei um 0,4%-Punkte auf 6,6% gesunken (Erwartung: 7,0%). Die Bundesagentur gehe sogar davon aus, dass der Job-Boom bis Ende des Jahres anhalten könnte. Dies belege die These, dass in Deutschland keine Rezession, sondern eher ein Fachkräftemangel zu befürchten sei. Der GfK-Konsumklimaindex bleibe entgegen den Erwartungen und einer abkühlenden Konjunktur unverändert bei 5,2 Punkten (Erwartung 5,0) und damit stabil. Damit würden sich die Verbraucher immer mehr zum Hoffnungsträger für die vom Abschwung bedrohte Wirtschaft entwickeln.
In der laufenden Woche sollten insbesondere einige Frühindikatoren ihre Aufmerksamkeit auf sich ziehen. In den USA stünden mit den beiden Einkaufsmanagerindices ISM die wichtigsten an. Für die Industrie werde heute ein Niveau von 50,5 (nach 50,6) erwartet, für das Nicht-Verarbeitende Gewerbe ein Niveau von 53,0 (nach 53,3). Beide würden damit weiterhin in der Wachstumszone liegen. Heute würden auch die Bauinvestitionen (e: -0,2% nach -1,3%) und morgen die Auftragseingänge für die Industrie (e: +0,3% nach +2,4%) erwartet.
Ein weiteres Highlight stelle der umfassende Arbeitsmarktbericht am Freitag dar. Die Arbeitslosenquote dürfte unverändert bei 9,1% liegen. Der vorlaufende ADP-Bericht (05.10.) dürfte einen Beschäftigungszuwachs von 80.000 bringen (nach +91.000). In Deutschland stünden vor allem die Auftragseingänge (06.10.) und die Produktion (07.10.) im Vordergrund. Am 10.05. werde die Revision für die europäischen PMIs veröffentlicht. (Ausgabe vom 30.09.2011) (03.10.2011/ac/a/m)
Der DAX 30 (ISIN DE0008469008 / WKN 846900) habe seit Ende vorletzter Woche 8,5% gewonnen. Zwischenzeitlich habe er mit über 5.700 Punkten (+9,7%) auf einem Niveau wie seit Anfang September nicht mehr gelegen.
Die "alten" Sorgen - z.B. die Handlungs(un)fähigkeit der Wirtschaftspolitik zur Lösung der Eurokrise allgemein und kurzfristig zur Lösung der Griechenlandkrise -, seien regelrecht weggewischt worden. Die Zuversicht habe die Oberhand erhalten. Den Anstoß hätten die Ereignisse am Wochenende geliefert, als die Weltbank und der IWF getagt hätten. Offenbar seien Arbeitsgruppen definiert worden, die die einzelnen Probleme in nächster Zeit anzugehen hätten. Wichtig hierbei sei, dass die Politik Maßnahmen ergreife, die plausibel und machbar seien, so dass allmählich wieder Vertrauen in die Märkte zurückfließen könne. Dass dies eine längere Wegstrecke sei, sei jedem gewiss.
Deutschland habe mit einem überraschend starken Arbeitsmarktbericht aufgewartet und demonstriere eine kräftige Herbstbelebung. Die Zahl der Arbeitslosen sei im September erstmals seit 1991 unter 2,8 Millionen (exakt auf 2,796 Millionen) gesunken. Die Arbeitslosenquote sei um 0,4%-Punkte auf 6,6% gesunken (Erwartung: 7,0%). Die Bundesagentur gehe sogar davon aus, dass der Job-Boom bis Ende des Jahres anhalten könnte. Dies belege die These, dass in Deutschland keine Rezession, sondern eher ein Fachkräftemangel zu befürchten sei. Der GfK-Konsumklimaindex bleibe entgegen den Erwartungen und einer abkühlenden Konjunktur unverändert bei 5,2 Punkten (Erwartung 5,0) und damit stabil. Damit würden sich die Verbraucher immer mehr zum Hoffnungsträger für die vom Abschwung bedrohte Wirtschaft entwickeln.
In der laufenden Woche sollten insbesondere einige Frühindikatoren ihre Aufmerksamkeit auf sich ziehen. In den USA stünden mit den beiden Einkaufsmanagerindices ISM die wichtigsten an. Für die Industrie werde heute ein Niveau von 50,5 (nach 50,6) erwartet, für das Nicht-Verarbeitende Gewerbe ein Niveau von 53,0 (nach 53,3). Beide würden damit weiterhin in der Wachstumszone liegen. Heute würden auch die Bauinvestitionen (e: -0,2% nach -1,3%) und morgen die Auftragseingänge für die Industrie (e: +0,3% nach +2,4%) erwartet.
Ein weiteres Highlight stelle der umfassende Arbeitsmarktbericht am Freitag dar. Die Arbeitslosenquote dürfte unverändert bei 9,1% liegen. Der vorlaufende ADP-Bericht (05.10.) dürfte einen Beschäftigungszuwachs von 80.000 bringen (nach +91.000). In Deutschland stünden vor allem die Auftragseingänge (06.10.) und die Produktion (07.10.) im Vordergrund. Am 10.05. werde die Revision für die europäischen PMIs veröffentlicht. (Ausgabe vom 30.09.2011) (03.10.2011/ac/a/m)
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