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Fr, 24. April 2026, 8:21 Uhr

DAX

WKN: 846900 / ISIN: DE0008469008

DAX hat eine turbulente Woche hinter sich


07.11.11 08:38
Santander Bank

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Der DAX 30 (ISIN DE0008469008 / WKN 846900) legte in den letzten Tagen eine Berg- und Tal-Fahrt hin, so die Analysten der Santander Bank in ihrem aktuellen "MarketFlash".

Zunächst sei es bergab gegangen, da die Euphorie des EU-Gipfels rasch verblasst sei. Die Talfahrt habe sich verschärft, als der griechische Ministerpräsident Papandreou ein Referendum über die Sparauflagen angekündigt habe. Dies habe ad hoc Sorgen aufkommen lassen, als würde der Zusammenbruch der Eurozone unmittelbar bevorstehen. Die Aktien seien entsprechend eingebrochen. Der DAX 30, der nach dem EU-Gipfel am vorletzten Freitag ein Hoch von 6.430 Punkten erreicht habe, sei bis auf 5.760 Zähler abgesackt. In nur zwei Tagen habe er über 10% verloren. Am Donnerstag habe der DAX einen Freudensprung hingelegt (+2,8% bzw. +5,2% vom Tagestief), als die EZB unter dem neuen Präsidenten Draghi überraschend den Leitzins um 25 Basispunkte gesenkt habe. Fast zeitgleich habe Papandreou auf Druck der EU-Partner den Plan über das Referendum zurückgenommen.

Hellas' Probleme würden sich mittlerweile immer stärker in den Unternehmensbilanzen bemerkbar machen. Während die Großbanken in Q3 erneut hohe Abschreibungen hätten verbuchen müssen - die Commerzbank z.B. (ISIN DE0008032004 / WKN 803200) sei mit einer Wertberichtigung in Höhe von 798 Mio. EUR in die roten Zahlen gestürzt -, seien nun auch bei Industrie- und Handelsunternehmen vorsichtigere Töne bei den Ausblicken zu vernehmen gewesen (METRO (ISIN DE0007257503 / WKN 725750), MAN (ISIN DE0005937007 / WKN 593700), HeidelbergCement (ISIN DE0006047004 / WKN 604700), Deutsche Lufthansa (ISIN DE0008232125 / WKN 823212)).

Die Konjunkturdaten seien gemixt gewesen. Während die US-Daten meist gut bis zufriedenstellend ausgefallen seien, habe sich der Trend der Konjunkturberuhigung in Europa fortgesetzt. Hier hätten vor allem die PMIs enttäuscht. Der Gesamtindex sei von 49,1 auf 46,5, Punkte gefallen. Lediglich in Deutschland habe sich die Stimmung etwas aufgehellt, von 49,7 auf 50,6, was aber deutlich unter der vorläufigen Zahl sei (52,1).

Von den DAX-Werten würden Munich Re (ISIN DE0008430026 / WKN 843002) (08.11.), die Deutsche Post (ISIN DE0005552004 / WKN 555200), E.ON (ISIN DE000ENAG999 / WKN ENAG99), Henkel (ISIN DE0006048432 / WKN 604843; VZ) (09.11.), Deutsche Telekom (ISIN DE0005557508 / WKN 555750), K+S (ISIN DE000KSAG888 / WKN KSAG88), RWE (ISIN DE0007037129 / WKN 703712), Siemens (ISIN DE0007236101 / WKN 723610) (10.11.) und die Allianz (ISIN DE0008404005 / WKN 840400) (11.11.) ihr Zahlenwerk präsentieren. Bei den Versorgern dürften neben den Zahlen auch strategische Fragen im Fokus stehen. Bei RWE gehe es um die Partnerschaft mit Gazprom (ISIN US3682872078 / WKN 903276), bei E.ON um das Wie des Desinvestitionsprogramms und der Auslandsexpansion (EDP).

Spannend werde es bei den Versicherern. Hier gehe es nicht nur um die bekannten Probleme (Abschreibungen auf griechische Bonds), sondern auch um das operative Geschäft. Beim Rückversicherer scheine es schwieriger geworden zu sein, dass trotz der Großschäden auch hohe Preiserhöhungen, wie bisher angenommen, durchzusetzen seien. Dafür sei aber die Hurrikan-Saison recht glimpflich verlaufen.
Von der makroökonomischen Seite werde es in dieser Woche etwas weniger spannend. In den USA würden noch zwei Frühindikatoren erwartet, zunächst der NFIB für den Mittelstand (08.11.) und am Freitag der Uni Michigan-Index. Am 10.11. würden neben den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe auch die Importpreise, die Handelsbilanz und auch das Haushaltsbudget publiziert.

In Deutschland würden heute die Industrieproduktion (+7,2%e nach +7,7%) und morgen die Handels- und Leistungsbilanz veröffentlicht. Der Außenhandelsbilanzüberschuss für September dürfte einiges höher ausgefallen sein. Mit Spannung werde bei der Herbstprognose der EU-Kommission (11.11.) erwartet, wie stark sie die Prognosen nach unten revidieren werde. (Ausgabe vom 04.11.2011) (07.11.2011/ac/a/m)





 
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