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Mo, 27. April 2026, 5:10 Uhr

DAX

WKN: 846900 / ISIN: DE0008469008

DAX korrigierte zwischenzeitlich stark


30.05.11 08:40
Santander Bank

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Nachdem die Ratingagentur Fitch die Bonität Griechenlands gleich um drei Stufen senkte, folgte S&P mit der Herabstufung des Ausblicks bei Italien von stabil auf negativ, so die Analysten der Santander Bank in ihrem aktuellen "MarketFlash".

Die dadurch immer wieder aufkeimende Schuldenproblematik in der Eurozone habe für weitere Belastungen an den Märkten gesorgt. Der DAX habe zwischenzeitlich mehr als 500 Punkte von seinem Jahreshoch bei 7.600 Punkten korrigiert. Wenig positive Impulse seien auch von den Konjunkturdaten gekommen. Lediglich der ifo-Geschäftsklimaindex sei besser ausgefallen als erwartet. Die Stimmung der deutschen Wirtschaft sei im Mai nicht wie erwartet zurückgegangen, sondern habe auf dem hohen Niveau des Vormonats stagniert, nachdem es sich bereits zwei Monate in Folge eingetrübt habe.

Aus den USA seien größtenteils enttäuschende Zahlen gekommen. Hier seien die Auftragseingänge langlebiger Wirtschaftsgüter stärker als erwartet gefallen. Nach einem Anstieg von 4,4% im Vormonat, seien die Auftragseingänge im April um 3,6% gefallen. Volkswirte hätten hingegen mit einem Rückgang von nur 2,2% gerechnet.

Auch die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe hätten enttäuscht. Die Zahl der Anträge sei um 10.000 auf 424.000 nach oben gegangen. Die zweite Schätzung für das BIP-Wachstum im ersten Quartal habe ebenfalls nicht überzeugen können. Die US-Wirtschaft wachse zwar weiter, verliere aber zunehmend an Fahrt. Lediglich die Verkäufe neuer Häuser seien im April stärker ausgefallen aus erwartet. Gegenüber dem Vormonat seien die Käufe um 7,3% auf 323.000 Häuser gestiegen. Volkswirte seien nur von einem Anstieg auf 300.000 Häuser ausgegangen.

In der kommenden Woche stehe sowohl in der Eurozone als auch in den USA eine Reihe an Wirtschaftsdaten an. Am Dienstag gehe es in Deutschland mit den Arbeitsmarktdaten los. Man rechne mit einem saisonbereinigten Rückgang von 30.000. Die Arbeitslosenquote dürfte im Gegensatz zur Eurozone (unv. 9,9%) auf 7,0% zurückgegangen sein. Am Mittwoch stünden die endgültigen Zahlen zum Einkaufsmanagerindex des Verarbeitenden Gewerbes an. Für Deutschland und die Eurozone erwarte man die Bestätigung der vorläufigen Zahlen. Am Freitag würden dann die endgültigen Zahlen für das Nicht-Verarbeitende Gewerbe veröffentlicht. Auch hier würden die Analysten davon ausgehen, dass die vorläufigen Zahlen bestätigt würden.

In den USA würden am Montag aufgrund eines Feiertags "Memorial Day" die Börsen geschlossen bleiben. Am Dienstag stehe u.a. das Verbrauchervertrauen an. Gegenüber dem Vormonat dürfte es leicht auf 65,9 Punkte gestiegen sein. Am Mittwoch erwarte man beim ISM-Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe einen leichten Rückgang auf 58,8 Punkte, nach 60,4 im Vormonat.

Am Freitag würden dann mit großer Spannung die Arbeitsmarkdaten erwartet. Bei der Veränderung der Beschäftigung ohne Agrar gehe man von einem Plus von 200.000 aus. Die Arbeitslosenquote dürfte sich demzufolge um 0,1-Prozentpunkt auf 8,9% verringert haben. Des Weiteren werde am Freitag noch der ISM-Einkaufsmanagerindex für das Nicht-Verarbeitende Gewerbe veröffentlicht. Hier würden die Analysten, nach dem Einbruch im Vormonat auf 52,8 Punkte, eine leichte Erholung auf 54,5 Punkte erwarten. (Ausgabe vom 27.05.2011) (30.05.2011/ac/a/m)





 
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