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Do, 18. August 2022, 15:43 Uhr

GAG Immobilien Vz

WKN: 586353 / ISIN: DE0005863534

GAG Immobilien solide Kennzahlen


28.09.10 10:58
SdK AktionärsNews

München (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "SdK AktionärsNews" halten die GAG Immobilien-Aktie (ISIN DE0005863534 / WKN 586353, VZ) für günstig bewertet.

Die Kölner GAG Immobilien AG habe im Krisenjahr 2009 von der Furcht der Anleger vor Wertverlust und Inflation profitiert. Wohnimmobilien, selbst genutzt oder als Kapitalanlage, seien begehrt. Köln verfüge zudem über attraktive Rahmenbedingungen.

Als guter Erfolg habe sich das in 2003 gestartete Programm "Mieter werden Eigentümer" entpuppt. Mit der Veräußerung von insgesamt 282 Bestandswohnungen sei der Bereich Privatisierung im vergangenen Jahr auf Erlöse von 21,8 Mio. Euro gekommen. Die konzerneigene Servicegesellschaft betreue inzwischen fast 4.000 Wohneinheiten. Damit sei die GAG Immobilien AG einer der größten Drittverwalter in Köln, und die Aktivitäten sollten weiter ausgebaut werden.

Der Wohnungsbestand habe sich im Geschäftsjahr 2009 um 718 Einheiten auf insgesamt 2,83 Mio. qm vermietbare Wohn- und Nutzfläche erhöht. Die Sollmieten seien um 4,8% auf 184,1 Mio. Euro geklettert. Die Leerstandsquote habe sich allerdings, teils bewusst zur Durchführung von Modernisierungsarbeiten, vor allem aber nachfragebedingt, auf 6,4 (5,8)% erhöht. Zudem betrage die Mietausfallquote inzwischen bedenklich hohe 9,5 (7,6)%. Saldiert müssten deshalb von der Sollmiete 15,7 (12,9) Mio. Euro abgezogen werden. Insgesamt sei die Situation in der Immobilienbewirtschaftung aber als solide zu werten.

Die Finanzierung der Gruppe sei zu jeder Zeit gesichert gewesen. Zwar habe sich die Gesamtverschuldung auf 1,81 (1,68) Mrd. Euro erhöht und die Eigenkapitalquote sei auf knapp unter 20% gerutscht, was einige Aktionäre auf der Hauptversammlung am 31. August 2010 kritisch gewertet hätten. Die Prolongation der Kredite sei aber problemlos gelungen und die Konditionen hätten sich noch verbessert. Im kurzfristigen Bereich zahle die GAG Immobilien dank der Förderung durch die KfW nur 1,2% und über alle Laufzeiten seien es 4,05%. Das auf -52,1 (-46,9) Mio. Euro verschlechterte Finanzergebnis resultiere aus der zunehmenden Verschuldung aus dem Neubau- und Modernisierungsprogramm.

Das Steuerergebnis habe sich durch die Aktivierung von latenten Steuern um 12,3 Mio. Euro verbessert und ins Positive gedreht. Das Konzernergebnis sei vor allem deshalb deutlich auf 31 (17,9) Mio. Euro nach oben gesprungen und der Gewinn nach DVFA/SG habe sich sogar auf 2,63 (1,06) Euro je Aktie verdoppelt. Vor Zinsen und Steuern habe der Gewinn um 10% auf 77 Mio. Euro zugelegt und die EBIT-Marge könne sich mit 25,8 (24,4)% gut sehen lassen. In Abwägung der Ertragslage mit der recht hohen Fremdkapitalquote habe es die Verwaltung für vernünftig gehalten, der Hauptversammlung eine unveränderte Dividende von 0,50 Euro vorzuschlagen.

Auch andere für die Branche wichtige Kennzahlen würden nach oben zeigen. Der Net Asset Value (NAV) habe sich auf 62,18 (60,35) Euro je Aktie erhöht und die Funds from Operation (FFO), die die operative Ertragskraft der Gesellschaft ausdrücken würden, hätten 3,04 (2,59) Euro je Anteilsschein erreicht - beides deute auch nach dem Kursanstieg auf rund 31 Euro und damit in Richtung des Allzeithochs auf eine günstige Bewertung der Aktie hin.

In der Aktionärsstruktur hätten sich nur geringe Veränderungen ergeben. Die Stadt Köln halte unverändert 68,8% der Anteile und vier weitere Investoren Beteiligungen zwischen 3 und 10%. Dass sich der Free float von 9,5 auf 4,5% halbiert habe, liege lediglich an der Einziehung der 936.000 eigenen Aktien, die die GAG Immobilien im Spätsommer und Herbst 2008 zu durchschnittlich 24,60 Euro über die Börse erworben habe. Die Gesellschaft halte nun noch 978.000 eigene Aktien aus ehemaligen Mieterbeständen, die nach der Ermächtigung durch die Hauptversammlung ebenfalls eingezogen, als Akquisitionswährung genutzt oder wieder veräußert werden sollten. Noch gebe es keine konkreten Pläne. Die Einziehung und damit die weitere Reduzierung des Free float wäre nach Meinung vieler Aktionäre aber der falsche Weg.

Die Experten von "SdK AktionärsNews" halten die GAG Immobilien-Aktie für günstig bewertet. (Ausgabe 221 vom 27.09.2010) (28.09.2010/ac/a/nw)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
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