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Fr, 17. April 2026, 9:49 Uhr

Sociedad Quimica y Minera de Chile SA ADR

WKN: 895007 / ISIN: US8336351056

SQM Aktie: Kräftige Erholung des Lithiumpreises sorgt für deutlichen Gewinnsprung


02.02.26 11:12
BNP Paribas

Paris (www.aktiencheck.de) - SQM-Aktienanalyse von BNP Paribas:

Egmond Haidt von BNP Paribas nimmt die Aktie des chilenischen Lithiumherstellers Sociedad Química y Minera de Chile S.A. (SQM) (ISIN: US8336351056, WKN: 895007, Ticker-Symbol: QYM, NYSE-Symbol: SQM) unter die Lupe.

Das Umfeld für den Lithiumsektor habe sich in den vergangenen Monaten erheblich verbessert. Einerseits wachse der weltweite Absatz von E‑Autos, gerade angetrieben durch China. Andererseits boome die Nachfrage nach Batterie‑Energiespeicherlösungen.

Laut den Schätzungen von Experten seien 2025 rund 70 Prozent der weltweiten Lithiumnachfrage auf E‑Autos entfallen, während der Anteil von Batteriespeichern auf rund 19 bis 20 Prozent nach oben geschossen sei. Die restlichen rund 10 Prozent würden auf sonstige Anwendungen entfallen.

Vor diesem Hintergrund hätten sich die Lithiumpreise in den vergangenen Monaten kräftig erholt und hätten sich damit gegenüber dem 2025er‑Tief mehr als verdoppelt. Dennoch lägen sie immer noch um rund 70 Prozent unter dem Rekordhoch des Jahres 2022.

Von diesem Umfeld habe der chilenische Lithiumhersteller Sociedad Química y Minera de Chile, kurz SQM, deutlich profitiert, wie die am 19. November veröffentlichten 9‑Monats‑Zahlen klar zeigen würden.

So sei der Umsatz im dritten Quartal um 8,9 Prozent auf 1,17 Milliarden Dollar gestiegen (der Konzern bilanziere auf US‑Dollar‑Basis).

Dabei seien die Erlöse aus dem Lithiumverkauf um 21,4 Prozent auf 603,7 Millionen Dollar geklettert und hätten damit 51,5 Prozent der Konzernerlöse ausgemacht. Dabei habe der Lithiumabsatz einen Rekordwert erreicht.

Zudem seien die Einnahmen aus dem Verkauf von Spezialdünger um 4,3 Prozent auf 259,8 Millionen Dollar gestiegen, während jene von Jodprodukten ähnlich deutlich auf 244,6 Millionen Dollar zugelegt hätten. Die restlichen Erlöse würden auf einige kleine Geschäftsbereiche entfallen.

Dabei sei der bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) auf Konzernebene um 23,5 Prozent auf 404,2 Millionen Dollar geklettert. Damit sei die Marge von 30,4 auf 34,5 Prozent nach oben geschossen.

Bei der Zahlenvorlage habe sich Vorstandschef Ricardo Ramos mit den Ergebnissen zufrieden gezeigt. Er habe betont, dass der Ausbau der Produktionskapazitäten weiter vorangetrieben werde, gerade auch in Australien und Chile.

Zudem sei die Entwicklung einer Meerwasser‑Pipeline in Chile zu mehr als 80 Prozent abgeschlossen, wodurch Süßwasser ersetzt werden und die dortige Jodproduktion kräftig erhöht werden solle.

Auf der Analystenkonferenz hätten sich viele Fragen um die Kooperation mit dem chilenischen Bergbaukonzern Corporación Nacional del Cobre de Chile, kurz Codelco, gedreht. Nachdem die chinesischen Kartellbehörden ihre Genehmigung für das Joint Venture zur Erschließung der Atacama‑Wüste erteilt hätten, solle die Partnerschaft noch im vierten Quartal 2025 starten. Die Zustimmung Chinas sei notwendig gewesen, da beide Unternehmen erhebliche Mengen Lithium in den chinesischen Markt liefern würden.

Das Management von SQM habe sich außerdem zuversichtlich gezeigt, dass die weltweite Lithiumnachfrage 2025 um 25 Prozent auf mehr als 1,5 Millionen Tonnen steigen werde, zuvor habe das Vorstandsteam ein Plus von "nur" 17 Prozent vorhergesagt.

2026 solle es auf mehr als 1,7 Millionen Tonnen nach oben gehen, was einen Zuwachs von mehr als 13 Prozent bedeute. Der Vorstand sei diesbezüglich für 2026 "ziemlich konservativ". Wachstumstreiber würden E‑Autos und Batteriespeicherlösungen bleiben.

Allerdings habe das Management die Investitionsprognose für den Zeitraum 2025 bis 2027 um rund 20 Prozent auf insgesamt 2,7 Milliarden Dollar gesenkt. Zwar seien einige Projekte verschoben worden, dennoch sollten die vorherigen Produktions‑ und Absatzziele der jeweiligen Geschäftsbereiche erreicht werden.

Die Investitionen sollten dabei ziemlich gleichmäßig auf die drei Jahre verteilt werden, wobei 25 Prozent in die Wartung und den Erhalt bestehender Anlagen fließen sollten.

Analysten würden für 2025 einen Umsatzrückgang um 1 Prozent auf 4,48 Milliarden Dollar prognostizieren. Hingegen solle der Erlös 2026 um 31,3 Prozent auf 5,9 Milliarden Dollar nach oben schießen.

Dabei solle das bereinigte Ebitda 2025 um 2 Prozent auf 1,5 Milliarden Dollar zulegen, gefolgt von einem Sprung von 47,5 Prozent auf 2,2 Milliarden Dollar für 2026.

Zudem solle der bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) 2025 um 5 Prozent auf 1,1 Milliarden Dollar sinken. Hingegen solle er 2026 um 65,5 Prozent auf 1,8 Milliarden Dollar nach oben schießen. Damit würde die Marge zuerst nachgeben, von 25,2 auf 24,2 Prozent, um 2026 auf 30,5 Prozent nach oben zu schießen.

Selbstverständlich seien die Schätzungen mit erheblicher Unsicherheit behaftet, schließlich könne niemand seriös vorhersagen, ob und wie stark die Lithiumpreise in den nächsten Monaten und Quartalen im Rally‑Modus sein könnten.

Nach der monatelangen Rally liege der Börsenwert von SQM bei 23,6 Milliarden Dollar. Inklusive der Nettoschulden von 2,3 Milliarden Dollar liege der Enterprise Value (EV) bei 25,9 Milliarden Dollar.

Das entspreche dem 14,4‑Fachen des von Analysten für 2026 vorhergesagten Ebit. Nach Meinung von Egmond Haidt sei das keine zu hohe Bewertung, sondern lasse vielmehr noch Spielraum nach oben, zumal die Lithiumpreise vor dem Hintergrund der starken Nachfrage auf Erholungskurs bleiben dürften. Auf Basis der 2027er‑Schätzung für das Ebit (2,1 Milliarden Dollar) gehe das Multiple auf das 12,5‑Fache zurück.

Und das 2026er‑KGV liege bei 21,6.

Nach Meinung von Haidt dürfte die SQM‑Aktie weiterhin auf dem Weg nach oben bleiben, schließlich dürften viele Investoren weiterhin darauf setzen, dass sich der Lithiumpreis weiter deutlich erholen könnte.

Für die nächsten deutlichen Kursimpulse dürfte spätestens die Vorlage der 2025er‑Zahlen am Freitag, 27. Februar sorgen, die Analystenkonferenz folge am Montag, 2. März. (Analyse vom 27.01.2026)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus unter folgendem Link. (02.02.2026/ac/a/n)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
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