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| eröffnet am: | 10.08.20 19:13 von: | Fritz Pommes |
| neuester Beitrag: | 24.03.24 22:41 von: | Philipp Robert |
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bewertet mit 12 Sternen |
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18.01.22 16:06
#1026
Fritz Pommes
# 1023, # 1024 und # 1025 hab ich mal
weitergegeben an psychologisch geschultes Fachpersonal
und bedanke mich artig für den Literaturtipp
und bedanke mich artig für den Literaturtipp
18.01.22 16:13
#1027
Fritz Pommes
Jocelyne Saucier: "Niemals ohne sie"
Die Kanadierin Jocelyne Saucier lebt abgeschieden im Norden ihres Landes.
Und sie schreibt Bücher. Wie das oben genannte.
Eine Familie lebt in einer Mobile-Home-Siedlung in einem nicht näher bezeichneten Erzberg-Abbau-Gebiet. Diese Familie ist das "Zentrum" des Romans - sie lebt mit ihren 21 Kindern (!!!) ohne sich um ihre Nachbarn zu bekümmern - die Kinder prügeln sich, sie vertragen sich auch. Und eines Tages geschieht ein Unglück....
Abwechselnd beschreiben die Kinder ihre Rolle(n) in der Familie, ihr Anteil an diesem Unglück und wie sie damit fertigwurden.
Gedruckt und auch als Hörbuch zu haben.
Und sie schreibt Bücher. Wie das oben genannte.
Eine Familie lebt in einer Mobile-Home-Siedlung in einem nicht näher bezeichneten Erzberg-Abbau-Gebiet. Diese Familie ist das "Zentrum" des Romans - sie lebt mit ihren 21 Kindern (!!!) ohne sich um ihre Nachbarn zu bekümmern - die Kinder prügeln sich, sie vertragen sich auch. Und eines Tages geschieht ein Unglück....
Abwechselnd beschreiben die Kinder ihre Rolle(n) in der Familie, ihr Anteil an diesem Unglück und wie sie damit fertigwurden.
Gedruckt und auch als Hörbuch zu haben.
19.01.22 14:50
#1028
Fritz Pommes
Reimann: Brigitte Linkerhand
Es ist zu vermuten, dass dieses Buch kurz nach dem 2. Weltkrieg geschrieben wurde.
Gedankenverbindungen zu "Die Kinder von Hoy" sind nicht abwegig.
Brigitte Linkerhand - eine DDR-Bürgerin der Wendezeit; hat Architektur studiert und träumt insgeheim davon, an Ihren Bauten wieder-erkannt zu werden.
Doch der Irrtum stellt sich schon bald nach ihrem Studium als solcher frühzeitig ein - wie für die westdeutschen Kollegen auch. Der verlorene Krieg fordert auch bei ihnen seinen Tribut. Es muss viel gebaut werden- und vor allem schnell.
So entstehen in der DDR die so genannten Plattenbauten; die weitgehend aus materiellen Gründen die gleichen Grundrisse haben, die gleichen Fensterformen und die gleichen Sanitäranlagen.
Noch habe ich zwei CDs anzuhören - vielleicht sieht am Ende des Tages mein Urteil anders aus.
F.P.
Gedankenverbindungen zu "Die Kinder von Hoy" sind nicht abwegig.
Brigitte Linkerhand - eine DDR-Bürgerin der Wendezeit; hat Architektur studiert und träumt insgeheim davon, an Ihren Bauten wieder-erkannt zu werden.
Doch der Irrtum stellt sich schon bald nach ihrem Studium als solcher frühzeitig ein - wie für die westdeutschen Kollegen auch. Der verlorene Krieg fordert auch bei ihnen seinen Tribut. Es muss viel gebaut werden- und vor allem schnell.
So entstehen in der DDR die so genannten Plattenbauten; die weitgehend aus materiellen Gründen die gleichen Grundrisse haben, die gleichen Fensterformen und die gleichen Sanitäranlagen.
Noch habe ich zwei CDs anzuhören - vielleicht sieht am Ende des Tages mein Urteil anders aus.
F.P.
19.01.22 22:28
#1029
Fritz Pommes
Nachsatz zu Ishiguro
und seinem Buch "Was vom Tage übrig blieb"
Es geht um einen Butler und seinen Vater in Grossbritanien - wo sonst gibts überhaupt (noch) Butler ??
Dieser Butler bewirbt sich um einen Posten in einem britischen Herrensitz; der neue Besitzer ist natürlich ein Amerikaner.... wer kann sich sonst auch einen Butler leisten ??
Es kommt, wie es kommen muss: der neue Arbeitgeber des Butlers bietet seinem Arbeitnehmer sein Auto an und obendrein noch das Benzingeld für einen "Trip" in die Umgebung....
Zwar habe ich noch etliche Silberlinge zum Anhören vor mir - aber eins ist mir schon klar geworden: da muss noch was Unerwartetes passieren. Aber soweit bin ich mit dem Hören auch noch nicht gekommen.
F.P.
Es geht um einen Butler und seinen Vater in Grossbritanien - wo sonst gibts überhaupt (noch) Butler ??
Dieser Butler bewirbt sich um einen Posten in einem britischen Herrensitz; der neue Besitzer ist natürlich ein Amerikaner.... wer kann sich sonst auch einen Butler leisten ??
Es kommt, wie es kommen muss: der neue Arbeitgeber des Butlers bietet seinem Arbeitnehmer sein Auto an und obendrein noch das Benzingeld für einen "Trip" in die Umgebung....
Zwar habe ich noch etliche Silberlinge zum Anhören vor mir - aber eins ist mir schon klar geworden: da muss noch was Unerwartetes passieren. Aber soweit bin ich mit dem Hören auch noch nicht gekommen.
F.P.
21.01.22 21:45
#1030
Fritz Pommes
4 CD's hab ich noch vom Ishiguro
zu hören.....
Und ganz langsam gewinnt die Geschichte auch Kontur...
Hab Geduld mit mir, Radlfan - sobald ich "durch" bin, geb ich Laut.
Nen "Schnellschuss" will ich ja auch nicht unbedingt starten....
lacht
F.P.
Und ganz langsam gewinnt die Geschichte auch Kontur...
Hab Geduld mit mir, Radlfan - sobald ich "durch" bin, geb ich Laut.
Nen "Schnellschuss" will ich ja auch nicht unbedingt starten....
lacht
F.P.
22.01.22 23:18
#1031
Fritz Pommes
Bei Ishiguro IST das Unerwartete passiert
im Herrensitz, in dem der Butler über alles wacht - finden Geheimtreffen mit von Ribbentrop statt
Aber das soll natürlich keine Entschuldigung sein für Umtriebigkeiten hierzulande.....
F.P.
Aber das soll natürlich keine Entschuldigung sein für Umtriebigkeiten hierzulande.....
F.P.
23.01.22 10:09
#1032
yurx
Peter Buwalda
Ich schrieb hier einmal, dass ich mit dicken Büchern öfter etwas Mühe habe. Nun habe ich eines gelesen, über 600 Seiten. Oder fast gefressen. Peter Buwalda, Bonita Avenue, sein erster Roman. Es führt durch menschliche Abgründe in einer gelebten Normalität, die implodiert, die Oberfläche wird zertrümmert. Darunter ist nichts so, wie es sein wollte.
Fulminant erzählt. Spannende Schilderungen. Ich hatte zuerst Bedenken, wie ich so ein dickes Buch schaffen will, doch ging es dann recht schnell..
Das Buch sei ein Ereignis gewesen nach dem Erscheinen in Holland und habe dem Autoren mehrere Preise eingebracht.
Fulminant erzählt. Spannende Schilderungen. Ich hatte zuerst Bedenken, wie ich so ein dickes Buch schaffen will, doch ging es dann recht schnell..
Das Buch sei ein Ereignis gewesen nach dem Erscheinen in Holland und habe dem Autoren mehrere Preise eingebracht.
25.01.22 16:02
#1033
Fritz Pommes
Bonita Avenue hatte ich vor langer Zeit
mal angefangen, aber resigniert aufgegeben.....
Vielleicht sollte ich dem Buch eine 2. Chance geben?
F.P.
Vielleicht sollte ich dem Buch eine 2. Chance geben?
F.P.
25.01.22 16:15
#1034
Fritz Pommes
Zurück zu Ishiguro:
Ein kleines bisschen zwiespältig bin ich mit meiner Einschätzung.....
Nicht nur wegen der Geheimbüntlerischen Treffen mit von Ribbentropp......
sondern auch wegen einer anderen Geschichte, die erst am Ende des Tage zur Diskussion steht.....
Der Butler hat den Tod seines Vaters zu betrauern, der offensichtlich im gleichen Haushalt die Butlerstelle schon mal innehatte. Der Vater starb an einem Schlaganfall, den er bis zu seinem Tode vorborgen gehalten hat - ein Gedanke, der mir auf die japanische Herkunft des Autors zurückzuführen scheint.
Und die ist mir sehr fremd----
F.P.
Nicht nur wegen der Geheimbüntlerischen Treffen mit von Ribbentropp......
sondern auch wegen einer anderen Geschichte, die erst am Ende des Tage zur Diskussion steht.....
Der Butler hat den Tod seines Vaters zu betrauern, der offensichtlich im gleichen Haushalt die Butlerstelle schon mal innehatte. Der Vater starb an einem Schlaganfall, den er bis zu seinem Tode vorborgen gehalten hat - ein Gedanke, der mir auf die japanische Herkunft des Autors zurückzuführen scheint.
Und die ist mir sehr fremd----
F.P.
25.01.22 16:21
#1035
Fritz Pommes
Den Tod des Vergil
habe ich zu meinem Leidwesen schon auf den ersten Seiten zu lesen aufgegeben.
Der Druck war sooooo eng zwischen den Zeilenabständen bedruckt, dass mir die Augen im wahrsten Wortsinne übergegangen sind und ich schon nach wenigen Seiten Kopfschmerzen bekam....
Nix für ungut, liebe Lektoren vom Suhrkamp Verlag (wo das Buch als Taschenbuch erschien) - aber sooo geht das nicht...!
Wer sich für Vergil interessiert, ist meist schon etwas betagter....
F.P.
Der Druck war sooooo eng zwischen den Zeilenabständen bedruckt, dass mir die Augen im wahrsten Wortsinne übergegangen sind und ich schon nach wenigen Seiten Kopfschmerzen bekam....
Nix für ungut, liebe Lektoren vom Suhrkamp Verlag (wo das Buch als Taschenbuch erschien) - aber sooo geht das nicht...!
Wer sich für Vergil interessiert, ist meist schon etwas betagter....
F.P.
25.01.22 16:44
#1036
Radelfan
@Fritze: Volle Zustimmung zu deiner Kritik!
Ganz ähnlich ist es mit Hermann Brochs "Die Schlafwandler", das auch als TB bei Suhrkamp erschienen ist!
Mit Kommentar umfasst es 760 eng beschriebene Seiten und es bedarf auch gewisser Anstrengungen, stets die richtige Zeile zu erfassen!
Aber ich habe es geschafft und es sogar schon zweimal (mindestens) gelesen. Wobei ich bemerken möchte, dass dies auch zum Verständnis (wenigstens bei mir!) erforderlich war.
Mit Kommentar umfasst es 760 eng beschriebene Seiten und es bedarf auch gewisser Anstrengungen, stets die richtige Zeile zu erfassen!
Aber ich habe es geschafft und es sogar schon zweimal (mindestens) gelesen. Wobei ich bemerken möchte, dass dies auch zum Verständnis (wenigstens bei mir!) erforderlich war.
26.01.22 09:49
#1037
Fritz Pommes
Ja, dem Broch tut man mit einmaligem Lesen
wohl Unrecht.....
Umso bedauerlicher finde ich die Unleserlichkeit - bedingt durch den zu engen Druck.
Grad überleg ich mir, ob ich nicht an den Suhrkamp Verlag schreiben sollte und die Kritik an der "richtigen" Stelle anbringe....
F.P.
Umso bedauerlicher finde ich die Unleserlichkeit - bedingt durch den zu engen Druck.
Grad überleg ich mir, ob ich nicht an den Suhrkamp Verlag schreiben sollte und die Kritik an der "richtigen" Stelle anbringe....
F.P.
26.01.22 10:00
#1038
Vermeer
Tja das ist ehrlich gesagt
einer der Vorteile des Lesens am Bildschirm, ein Handgriff und es ist größer...
Aber gute Beleuchtung hilft erstaunlich viel, wenn man schwer Lesbares vor sich hat.
Aber gute Beleuchtung hilft erstaunlich viel, wenn man schwer Lesbares vor sich hat.
26.01.22 19:22
#1039
Fritz Pommes
An guter bis sehr guter Ausleuchtung
mangelt es in meinem Falle nicht, Vermeer.....
Da lege ich seit meinen längst vergangenen Jugendtagen viel Wert drauf. Und sitze direkt unter meiner Leselampe - die zudem auch noch beweglich ist mit ihrem Leuchtmittel.
Ob eine Buchstabenvergrösserung mir helfen würde/ - das ist noch offen.
Müsste das Buch da nicht auch als e-book zur Verfügung stehen ??
fragt sich und Dich
F.P.
Da lege ich seit meinen längst vergangenen Jugendtagen viel Wert drauf. Und sitze direkt unter meiner Leselampe - die zudem auch noch beweglich ist mit ihrem Leuchtmittel.
Ob eine Buchstabenvergrösserung mir helfen würde/ - das ist noch offen.
Müsste das Buch da nicht auch als e-book zur Verfügung stehen ??
fragt sich und Dich
F.P.
26.01.22 19:45
#1040
Radelfan
#1039 Eine weitere Frage ist auch, ob
für einen Schriftsteller wie Hermann Broch, der doch heutzutage nur noch wenig bekannt sein dürfte, überhaupt eine Möglichkeit besteht, Werke von ihm als E-Book o.ä. zu lesen!
Lohnt sich das für einen Verlag überhaupt???
Lohnt sich das für einen Verlag überhaupt???
29.01.22 23:21
#1042
Fritz Pommes
Ransmayr: Cox oder der Lauf der Zeit
Ransmayr mag ich als Schriftsteller.
Deswegen höre ich mir auch sein Hörbuch an (Titel siehe headline).
Leider hat er mit seiner Stimme nicht allzuviel Glück - es mangelt ihm etwas an "Höhen und Tiefe" in seiner Stimme.
Und so gestaltet sich das Hören leider etwas ein-tönig. Schade
findet F.P.
Deswegen höre ich mir auch sein Hörbuch an (Titel siehe headline).
Leider hat er mit seiner Stimme nicht allzuviel Glück - es mangelt ihm etwas an "Höhen und Tiefe" in seiner Stimme.
Und so gestaltet sich das Hören leider etwas ein-tönig. Schade
findet F.P.
30.01.22 13:59
#1043
Fritz Pommes
Morgen abend ab 20:15 auf ARTE
Sendungen über das Wesen und Un-Wesen der Kolonisatoren
ich werde mir teilweise die Sendungen anschauen und erst mal zusehen, ob und welche Informationen dahinterstehen......
F.P.
Sendungen über das Wesen und Un-Wesen der Kolonisatoren
ich werde mir teilweise die Sendungen anschauen und erst mal zusehen, ob und welche Informationen dahinterstehen......
F.P.
30.01.22 18:20
#1044
Fritz Pommes
Ransmayr: Cox oder der Lauf der Zeit
In diesem Roman von Ransmayr geht es um eine Reise in das Mittelalterliche China.
(da hätte z.B. zum Thema sehr gut gepasst, die Sendung über den Bau und die konstruktionbedingten Eigenheiten der "Verbotenen Stadt" in Peking) - das habe ich aber leider zu spät gesehen....
Ransmayr lässt also seinen Titelhelden Cox als Uhrmacher nach China reisen; er selbst (Ransmayr) tritt nur am Rande als "Erzähler" auf.
Geschildert werden auch die Eigenheiten in den Abschottungstendenzen des chinesischen Kaisers, und wie die Eingeladenen Uhrmacher diese Abschottungen empfinden.
Ob sie es schaffen, sie zu umgehen?
Noch bin ich noch nicht am Ende der Reise angelangt.... Mal schaun.
F.P.
(da hätte z.B. zum Thema sehr gut gepasst, die Sendung über den Bau und die konstruktionbedingten Eigenheiten der "Verbotenen Stadt" in Peking) - das habe ich aber leider zu spät gesehen....
Ransmayr lässt also seinen Titelhelden Cox als Uhrmacher nach China reisen; er selbst (Ransmayr) tritt nur am Rande als "Erzähler" auf.
Geschildert werden auch die Eigenheiten in den Abschottungstendenzen des chinesischen Kaisers, und wie die Eingeladenen Uhrmacher diese Abschottungen empfinden.
Ob sie es schaffen, sie zu umgehen?
Noch bin ich noch nicht am Ende der Reise angelangt.... Mal schaun.
F.P.
02.02.22 09:43
#1045
yurx
.. :-(
Zitat Pommes: Sendungen über das Wesen und Un-Wesen der Kolonisatoren
ich werde mir teilweise die Sendungen anschauen und erst mal zusehen, ob und welche Informationen dahinterstehen......
Sah mir gestern auf Arte an: Rottet die Bestien aus. Genozide, Sklaverei, Unterdrückungen, Ausbeutungen ....ausgehend von der europäischen, weissen Rasse, waren die Themen, welche ausgebreitet wurden.
Bin immer noch etwas betrübt von der 4teiligen Sendung..
Ich gehöre ja selbst dieser Rasse an und weiss ja nicht, wie ich mich verhalten hätte, wäre ich zB. Siedler gewesen in Amerika. Die Sendung befasste sich auch ausführlich mit dem Genozid an den Nordamerikanischen Indianer.
Doch wäre es ja auch rassistisch, anzunehmen, ich gehöre einer schlechteren Rasse an.
Vielleicht gehöre ich einer schlechten Spezies an?
ich werde mir teilweise die Sendungen anschauen und erst mal zusehen, ob und welche Informationen dahinterstehen......
Sah mir gestern auf Arte an: Rottet die Bestien aus. Genozide, Sklaverei, Unterdrückungen, Ausbeutungen ....ausgehend von der europäischen, weissen Rasse, waren die Themen, welche ausgebreitet wurden.
Bin immer noch etwas betrübt von der 4teiligen Sendung..
Ich gehöre ja selbst dieser Rasse an und weiss ja nicht, wie ich mich verhalten hätte, wäre ich zB. Siedler gewesen in Amerika. Die Sendung befasste sich auch ausführlich mit dem Genozid an den Nordamerikanischen Indianer.
Doch wäre es ja auch rassistisch, anzunehmen, ich gehöre einer schlechteren Rasse an.
Vielleicht gehöre ich einer schlechten Spezies an?
02.02.22 14:19
#1046
Fritz Pommes
Ja, so lautete die gestrige Sendereihe auf ARTE
"Rottet die Bestien aus!"
Über die Betitelung kann man trefflich streiten, ob sie eine Provokation darstellt oder nicht.
ANDERER$EITS:
Alexander von Humboldt reiste wann in das Amazonasgebiet?
Wird dort (von uns Europäern geduldet und gefördert) nicht auch heute noch Genozid betrieben?
Damit wir edle Hölzer zu Möbeln verbauen können ?
F.P.
Über die Betitelung kann man trefflich streiten, ob sie eine Provokation darstellt oder nicht.
ANDERER$EITS:
Alexander von Humboldt reiste wann in das Amazonasgebiet?
Wird dort (von uns Europäern geduldet und gefördert) nicht auch heute noch Genozid betrieben?
Damit wir edle Hölzer zu Möbeln verbauen können ?
F.P.
02.02.22 14:23
#1047
Fritz Pommes
Und reisen unsere Sportler etwa nicht nach China
obwohl dort Menschenrechtsverletzungen auf vielen Gebieten (Thema: Uiguren) verübt werden?
04.02.22 10:20
#1048
yurx
Wälder
Zitat Pommes:Wird dort (von uns Europäern geduldet und gefördert) nicht auch heute noch Genozid betrieben?
Damit wir edle Hölzer zu Möbeln verbauen können ?
Ich lese gerade: Anna Lowenhaupt Tsing, Der Pilz am Ende der Welt.
Eine US-Amerikanerin mit chinesischem Migrations-Hintergrund untersucht den Kapitalismus anhand des Handels mit Matsutake-Pilzen. Eine Art Subkultur von Asiatischen Migranten und Indigenen hat sich darum gebildet, welche ausserhalb von geregelten Arbeitsverhältnissen überlebt.
Sie werden vor allem in Japan konsumiert, wo sie aber kaum noch vorkommen, dafür ua. in den Wäldern in USA. Auch der Handel mit Holz und die ganzen Lieferketten überhaupt, werden thematisiert. Diese Pilze wachsen in den "zerstörten" (Monokulturen) Wäldern, da sie nur in Symbiose mit Kiefern wachsen.
Ein Kapitel behandelt auch die Abholzung der Wälder in Indonesien in den 80ern und wie das geschehen konnte, ohne dass die japanischen Firmen, welche dafür verantwortlich waren, direkt beteiligt waren, was dann zu einem globalen Muster wurde.
Die Zerstörung der Wälder überhaupt, ist ein Thema in diesem Buch.
Das Buch ist kein Roman, eher ein Sachbuch. Nicht ganz einfach zu lesen für mich.
Damit wir edle Hölzer zu Möbeln verbauen können ?
Ich lese gerade: Anna Lowenhaupt Tsing, Der Pilz am Ende der Welt.
Eine US-Amerikanerin mit chinesischem Migrations-Hintergrund untersucht den Kapitalismus anhand des Handels mit Matsutake-Pilzen. Eine Art Subkultur von Asiatischen Migranten und Indigenen hat sich darum gebildet, welche ausserhalb von geregelten Arbeitsverhältnissen überlebt.
Sie werden vor allem in Japan konsumiert, wo sie aber kaum noch vorkommen, dafür ua. in den Wäldern in USA. Auch der Handel mit Holz und die ganzen Lieferketten überhaupt, werden thematisiert. Diese Pilze wachsen in den "zerstörten" (Monokulturen) Wäldern, da sie nur in Symbiose mit Kiefern wachsen.
Ein Kapitel behandelt auch die Abholzung der Wälder in Indonesien in den 80ern und wie das geschehen konnte, ohne dass die japanischen Firmen, welche dafür verantwortlich waren, direkt beteiligt waren, was dann zu einem globalen Muster wurde.
Die Zerstörung der Wälder überhaupt, ist ein Thema in diesem Buch.
Das Buch ist kein Roman, eher ein Sachbuch. Nicht ganz einfach zu lesen für mich.
04.02.22 10:33
#1049
Fritz Pommes
Danke erst mal für den Lektüre-Tipp
in post 1028, yurx
Ich werde heute mal suchen, ob meine Stadtbibliothek das Buch im Bestand hat - und wenn ja, dann werde ich es mir vorbestellen.
Haust Du vielleicht auch den Verfasser, Verlag und die ISBN ??
Das wäre hilfreich für andere Interessenten
Danke im voraus
F.P.
Ich werde heute mal suchen, ob meine Stadtbibliothek das Buch im Bestand hat - und wenn ja, dann werde ich es mir vorbestellen.
Haust Du vielleicht auch den Verfasser, Verlag und die ISBN ??
Das wäre hilfreich für andere Interessenten
Danke im voraus
F.P.
04.02.22 10:40
#1050
yurx
Pommes
Anna Lowenhaupt Tsing, Der Pilz am Ende der Welt, Verlag ist Mathes und Seitz Berlin, ISBN 978-3-95757-809-9

