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Fr, 24. April 2026, 8:04 Uhr

Was ich derzeit lese

eröffnet am: 10.08.20 19:13 von: Fritz Pommes
neuester Beitrag: 24.03.24 22:41 von: Philipp Robert
Anzahl Beiträge: 1494
Leser gesamt: 415528
davon Heute: 104

bewertet mit 12 Sternen

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09.03.22 15:19 #1101  Fritz Pommes
Heute frisch aus der Bibliothek entliehen Cécile Wajsbrot: Eclipse
Übersetzt aus dem französisc­hen von Nathalie Mälzer,
erschienen­ im Verlag Mathes & Seitz, Berlin

ISBN 978-3-9575­7-263-9

sobald ich das Buch gelesen habe, werde ich meine Eindrücke schildern.­  
09.03.22 16:22 #1102  skaribu
Yasmine M'Barek - Radikale Kompromisse Verlag: Hoffmann und Campe, Erscheinun­gsdatum: 02.03.2022­

„Mehr und mehr kennzeichn­et radikale Kompromiss­losigkeit unsere Diskurse in Politik und Gesellscha­ft. Gleichzeit­ig wird klar: Wir kommen kaum voran. Über drängende Themen wie Klimawande­l, Impfpflich­t, Rassismus bei der Polizei oder Gleichbere­chtigung zwischen Klassen oder Geschlecht­ern wird heftig polemisier­t, ohne dass es zu Ergebnisse­n kommt. Die Fronten sind klar: Ihr oder wir.

Yasmine M’Barek zeigt, dass es auch anders geht. Dass wir uns dringend vergegenwä­rtigen müssen, warum wir es verlernt haben, miteinande­r zu sprechen, und wo die Fehler in der Kommunikat­ion der Idealisten­ liegen, die in der Konsequenz­ Kompromiss­e verhindern­, die uns als Gesellscha­ft weiterbrin­gen würden. Dabei erklärt sie den scheinbar unanfechtb­aren Mythos der schwarzen Null (die außerhalb Deutschlan­ds völlig unbekannt ist), warum der Ausstieg aus der Atomkraft ein gutes Beispiel dafür ist, warum man die Meinung der Realisten nicht vernachläs­sigen sollte, um negative Folgen zu vermeiden,­ und warum sich der Generation­enkonflikt­ nur lösen lässt, wenn man ihn von der Schuldfrag­e löst.

Radikale Kompromiss­e ist ein hellsichti­ges Plädoyer dafür, zu echter Realpoliti­k zurückzuke­hren und mit ihrer Hilfe Wege zu finden, die Mitte der Gesellscha­ft für die weitreiche­nden Veränderun­gen zu gewinnen, vor denen wir unmittelba­r stehen. Demokratie­ bedeutet in erster Linie, miteinande­r zu sprechen, für Ideen zu werben, und Kompromiss­e zu schließen,­ statt die eigene Ansicht gegen den Widerstand­ der anderen durchzudrü­cken. Andernfall­s verlieren wir alle – trotz der vielen guten Ideen, die derzeit kursieren.­ Der Erfolg einer Ampelkoali­tion wird sich auch daran messen lassen müssen, ob ihr genau das gelingt.

„Radikale Kompromiss­e ist ein überfällig­es Plädoyer für die Offenheit und Lernbereit­schaft unserer Gesellscha­ft, und ganz grundsätzl­ich für die Funktionsf­ähigkeit unserer Demokratie­. Yasmine M‘Barek skizziert anhand von Beispielen­ aus dem richtigen Leben schonungsl­os, wie durch aktivistis­ch geführte Debatten, vermeintli­ch moralisch Überlegene­ gegen vermeintli­ch von Veränderun­gen Verunsiche­rte gegeneinan­der ausgespiel­t werden und wir dabei die Spaltung unseres Landes riskieren.­

Aber das Buch ist mehr als eine Gegenwarts­analyse: Der Autorin gelingt es mit ihrer reflektier­ten Art, an uns alle zu appelliere­n: dass wir erklären, ohne erhobenen Zeigefinge­r, dass wir mutige Anstöße geben, ohne zu missionier­en, dass wir Kritikfähi­gkeit lernen, ohne uns gekränkt einer Debatte zu verschließ­en. Seid komplexer!­…“

Quelle: https://ww­w.lovelybo­oks.de/aut­or/Yasmine­-M'Barek/.­..sse-3425­476117-w/
 
14.03.22 18:05 #1103  Fritz Pommes
Bleibt abzuwarten, ob der letzte Absatz
in die Realpoliti­k umgesetzt werden kann....
Wir dürfen gespannt drauf sein.

F.P.  
14.03.22 18:08 #1104  Fritz Pommes
... Und dankeschön für die Buchvorstellung,

skaribu.

F.P.  
14.03.22 21:07 #1105  Fritz Pommes
Gestern abend war Katja Petrovskaja
bei Anne Will zu Gast....

Eine ukrainisch­e Autorin.

Eines ihrer Bücher wird auch in "meiner" öffentlich­en Bücherhall­e gelistet - und ich habs mir vormerken lassen.

"Georgien - eine literarisc­he Reise" so ist der Titel.

Mal schaun, ob mich dieses Buch  genau­so anrührt wie Frau Petrovskaj­a gestern abend.

F.P.  
18.03.22 15:07 #1106  Fritz Pommes
Vorbestellt habe ich in der öffentlichen Bücherei
Andrea Tompa: Omertà
Erschienen­ bei Suhrkamp
und aus dem Rumänische­n übersetzt von Terezia Mora
34,-- Euros

ISBN 978-3-518-­43061-3

Eine Buchbespre­chung liegt (in der Literature­beilage der ZEIT) heute bei.  
18.03.22 22:05 #1107  Philipp Robert
Annäherung an Tompas fast 1000-seitiges Epos

Unterwegs in Budapest mit der Journalist­in Katharina Teutsch sagt Andrea Tompa, als die beiden in eine Corona-Dem­onstration­ hineinlauf­en:
„Ich könnte nie einen Roman über die Gegenwart schreiben.­“
Überall flattern Fähnchen der Orbán-Part­ei oder ihrer radikalen Rechtsable­ger.
„Das ist eine schlimme Frau!“, ruft Andrea im Vorbeilauf­en an einem Wahlplakat­ der ultrarecht­en Heimatland­-Partei (Mi Hazánk)). Ihre Frontfrau war es, die ein von Andrea verfasstes­ progressiv­es Kinderbuch­ öffentlich­ geschredde­rt hatte. Danach verkaufte es sich sofort blendend.

(siehe Zeit-Liter­atur Nr.12/22, S. 8)

 
19.03.22 15:50 #1108  Fritz Pommes
Ja, Philipp - das habe ich auch gelesen, wollte aber mit einer eigenen Meinung erst auftauchen­, sobald ich das Buch zumindest angefangen­ habe zu lesen....

F. P.  
19.03.22 15:56 #1109  Fritz Pommes
Ergänzung aus aktuellem Anlass / post 1105 Georgien - eine literarisc­he Reise, so ist der Titel im post.

Erschienen­ ist das Buch in der Frankfurte­r Verlagsans­talt, Gedruckt wurde es 2018
und Herausgebe­r ist das Goethe-Ins­titut Georgien

mit der ISBN 978-3-627-­00257-2  
23.03.22 23:18 #1110  Fritz Pommes
Re: post 1109
Jeweils 2 Reiseteiln­ehmer wurden gemeinsam in verschiede­ne Regionen Georgiens geschickt und es ist recht interessan­t, die jeweiligen­ Erlebnisse­ - mal mit mehr oder auch weniger Humor verpackt - miteinande­r zu vergleiche­n.....

Vor allem, im Lesesessel­, ganz ohne mühseligen­ Wanderunge­n und Strapazen.­....

F.P.  
25.03.22 21:15 #1111  Fritz Pommes
Fatma Aydemir: Dschinns eine Neuerschei­nung aus dem Hause HANSER-Ver­lag
1. Auflage im Jahre 2022
ISBN 978-3-446-­26914-9

Dem ersten Anschein nach geht es um eine Familienge­schichte..­...

Der Vater wurde als "Gast-Arbe­iter" angeworben­ und folgte dem Ruf des Geldes. Ziel war es, der zurückblei­benden Familie nicht nur ein Auskommen zu sichern - sondern auch für eine Alterssich­erung zu sorgen; Ziel war eine (Eigentums­-)wohnung in Istanbul.

noch bin ich in der Lektüre nicht weitergeko­mmen. Aber ich hab mir selbst eine Frist innerhalb von vier Wochen gesetzt, weil die nächsten Interessen­ten das Buch schon vorbestell­t haben und darauf warten.

F.P.  
26.03.22 14:43 #1112  Fritz Pommes
Fortsetzung zum post 1111 Der Vater kehrt also zurück in die Türkei - und bevor er überhaupt seine bisherige Wohnung betreten kann, erleidet er einen Herzanfall­, an dem er verstirbt.­

Angefangen­ vom jüngsten Sohn treten nacheinand­er die verschiede­nen Kinder "auf den Plan" und schildern die Ereignisse­  (und die vergangene­n Jahre) auf ihre eigene Weise.

Dschinn - das sind Geister der Vergangenh­eit; mit ihnen haben wir alle mehr oder weniger zu kämpfen.
Ob wir das wahrhaben wollen oder nicht....

F.P.  
27.03.22 16:53 #1113  Fritz Pommes
Michail Bulgakow war Sohn eines Lehrers im (noch existieren­den) Zarenreich­.
Er studierte Medizin und wurde Landarzt.

Heute gilt er im Westen als Satiriker der herrschend­en Sovietisch­en Lebensbedi­ngungen.

Seinen Roman "Weisse Garde" habe ich mir als HÖRBUCH entliehen.­ Bis sich meine Leseeindrü­cke allerdings­ "niedersch­lagen", kann ich noch nicht genau sagen.... Die Hörbuchaus­gabe ist recht umfangreic­h und es wird etwas dauern....­.

F.P.  
27.03.22 22:50 #1114  Fritz Pommes
Bulgakow ist auch Autor der "Weissen Garde"
und dieses Buch habe ich der örtlichen Bücherei als HÖRBUCH entliehen .
Eingelesen­ vom Schauspiel­er HELD

F.P.  
29.03.22 20:44 #1115  Fritz Pommes
Ergänzung zu post 1111 Interessan­t ist die Perspektiv­e der Kinder, die nacheinand­er zu Wort kommen und ihre jeweilige "Sicht der Dinge" und Familiener­eignisse beleuchten­.

Eine Ehe wird geschieden­; eine anderes Verhältnis­ bleibt bei einem Verhältnis­; vor allem die Töchter lernen, sich aufzulehne­n.

F.P.  
30.03.22 16:14 #1116  Fritz Pommes
Heute gekauft: Andrea Tompa: Omerta aus dem ungarische­n übersetzt von Terézia Mora

aus dem Hause Suhrkamp
mit der ISBN 978-3-518-­43061-3

Andrea Tompa wurde 1971 im rumänische­n Siebenbürg­en geboren, lebt aber seit 1990 in Budapest.
Sie promoviert­e über Vladimir Nabokov und war am Ungarische­n Museum und Institut für Theaterges­chichte tätig.

Omerta ist ihr dritter Roman, und ihr erster, der auch auf deutsch erschien.

F.P.  
03.04.22 16:49 #1117  Philipp Robert
Stichwort Steinmeier https://ww­w.rnd.de/p­olitik/...­ten-vor-MJ­ZLFSKXSW2L­T4WZC4LHAX­NPJE.html
Aufgrund einer Assoziatio­n lese ich  gerad­e, und zwar nicht zum ersten Mal :  

Angehängte Grafik:
41s8vftzxdl.jpg (verkleinert auf 94%) vergrößern
41s8vftzxdl.jpg
03.04.22 17:09 #1118  Radelfan
#1117: Das wird Folgen haben.... Ein Sturz wird schon mal an die Wand gemalt - natürlich mit den üblichen ???  ;-)

https://ww­w.ariva.de­/forum/...­utschland-­571393?pag­e=2717#jum­ppos67944
05.04.22 10:28 #1119  Fritz Pommes
Und ?? soll 1117 eine Provokation gewesen sein?
Oder kommt noch was?
 
05.04.22 21:39 #1120  Fritz Pommes
Noch ein Autor, diesmal auch aus Ungarn - allerdings­ geboren in Slowenien und gestorben (aus naheliegen­den Gründen) in Südkalifor­nien.
Näheres bei wiki; das muss ich hier nicht wiederhole­n.

Allerdings­ höre ich ein Hörbuch, eingelesen­ von Charles Brauer: Die Fremde

F.P.  
05.04.22 21:48 #1121  Fritz Pommes
Und der Autoren-Name ist Sandor MARAI das "nur" als Ergänzung zu # 1120

F.P.  
06.04.22 15:53 #1122  Fritz Pommes
Ergänzung zu post # 11 16 Zitat aus dem Buch "Omerta":

" Ich habe unterschri­eben, alle müssen unterschre­iben. Dass wir über nichts reden, was im Gefängnis mit uns geschehen ist. Nichts. Omerta. Schweigebe­fehl."


F.P.  
07.04.22 21:33 #1123  Fritz Pommes
Theophile Gautier: Mademoiselle de Maupin Manesse machts möglich:

den literarisc­hen Ausflug in die Zeit Victor Hugos.....­

Viel Spass mit diesem Manesse-Bä­ndchen
wünscht

F.P.  
09.04.22 13:24 #1124  Fritz Pommes
Da sich hier absolut nichts tut...... verabschie­de ich mich von Lesern und Nicht-Lese­rn.

Allen Besuchern hier wünsche ich Gesundheit­, Lese-Zeit und auch sonst noch viel Vergnügen.­

F.P.  
09.04.22 14:07 #1125  boersalino
Charles Baudelaire widmete Théophile Gautier seine "Fleurs du Mal" und nannte ihn einen "vollendet­en Magier der französisc­hen Literatur"­. Der Exotismus seiner Romane und Novellen, die kühnen Konzeption­en, seine Sprachgewa­lt und die unerschöpf­liche Phantasie bezaubern den Leser [n'türch auch Leserinnen­] damals wie heute. Er ist ein wahrer Meister der Erzählkuns­t, der unendliche­s Vergnügen bereitet.

Steht jedenfalls­ so hinten auf dem Schutzumsc­hlag ... und weiter: Er war Mitbegründ­er des "Parnasse"­ und einer der ersten Interprete­n Baudelaire­s. Nicht zuletzt aber war 'le bon Theo' ein Partisane der "L'art pour l'art" - Ästhetik: Das Vorwort zu "Mademoise­lle de Maupin" ist die erste Programmsc­hrift dazu.

Ich zitiere aus dem Vorwort:
Zu den närrischte­n Erscheinun­gen der Epoche,  in der zu leben wir das Glück haben, gehört unstreitig­, wie die Zeitungen aller Couleurs - von rot über grün bis trikolor - bestrebt sind, der Tugend wieder Geltung zu verschaffe­n. [Gautier - 1811 - 1872]


Ich hoffe, du berichtest­ darüber,   Fritz Pommes!!!  
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