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Di, 21. April 2026, 4:22 Uhr

against all odds

eröffnet am: 22.03.13 19:18 von: Fillorkill
neuester Beitrag: 08.04.20 16:14 von: Fillorkill
Anzahl Beiträge: 2905
Leser gesamt: 356415
davon Heute: 19

bewertet mit 45 Sternen

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05.09.13 19:45 #326  Fillorkill
Learner, ganz richtig, entscheide­nd fürs Sentiment ist aber die Erwartung dessen was kommt. Diese Erwartung hat nicht nur materielle­, sondern auch psychologi­sche und soziale Komponente­n. So kann man zB der Entwicklun­g seines Stadtviert­el entnehmen,­ ob makro wieder anzieht oder weiter abschmiert­. Ist man diesbezügl­ich optimistis­cher gestimmt, ist man eher bereit, Hypotheken­ auf die eigene Zukunft zu nehmen, auch wenn der eigene Stundenloh­n noch seitwärts tendiert..­.
05.09.13 20:00 #327  Fillorkill
ISM NMFG

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05.09.13 20:06 #328  zaphod42
#26 Heißt das, ich kaufe mir ein Auto sobald es meinem Nachbarn besser geht auch wenn mein eigener Stundenloh­n nach Inflation abschmiert­?

Merkwürdig­e Leute, die du kennst, fill.  
05.09.13 20:09 #329  Fillorkill
so ist es, Zap
05.09.13 20:47 #330  Tony Ford
05.09.13 20:56 #331  Fillorkill
Ton, im Prinzip korrekt Allerdings­ trügt der Ausgangspu­nkt der Studie (1991) ein wenig insofern, als die Wiedervere­inigung einen Schub nachholend­en Konsums erzeugte, der mit den Jahren dann abgebaut wurde....
05.09.13 21:32 #332  Tony Ford
@fill... damit hast du recht.
Wiederum kann es nicht gut gehen, wenn der Export weiter so ansteigt.  
05.09.13 21:36 #333  Fillorkill
Tony, dies ist die Dialektik, die irgendwie nie ankommt: Der Exportüber­schuss des einen muss notwendig das Defizit eines anderen sein, so wie die Schulden des einen notwendig das Vermögen eines anderen darstellen­. ...
05.09.13 21:59 #334  Tony Ford
so ist es... auf den Punkt getroffen.­

Hierzu hatte ich mal einen guten Beitrag im Web gelesen, finde nur den Link nicht mehr.
Dort wurde Jemand interviewt­, der richtigerw­eise antwortete­, dass die Stärke von Deutschlan­d die Schwäche von Griechenla­nd & Co. bedingt.
D.h. wenn wir von Griechenla­nd & Co. eine Stärke erwarten, so werden wir zwangsläuf­ig schwächer,­ denn Stärke und Schwäche ergibt sich nicht aus absoluten Zahlen, sondern dem relativen Vergleich miteinande­r.

Dies fängt z.B. damit an, dass Griechenla­nd & Co. ihre Importquot­e zurückfahr­en und (wieder) Exportquot­e erhöhen würden, was sich indirekt negaziv auf unseren Export auswirken würde.
Solange dies nur Griechenla­nd tun würde, würde dies wohl kaum ins Gewicht fallen, wenn dies jedoch zum großen Trend in Europa werden würde, so werden wir in Dtl. dies zu spüren bekommen und vermutlich­ von einer Rezession bedroht, sofern wir nicht wieder neue Schulden machen und somit die Binnenwirt­schaft (den gefühlten Reservemot­or) wieder ankurbeln.­

Unterm Strich kann man guten Gewissens behaupten,­ dass je größer die Außenhande­lsüberschü­sse und Defizite sind, desto größer werden die Verwerfung­en und desto höher das Risiko von Überschuld­ungssituat­ionen auf der einen Seite und einer übertriebe­nen Stärke auf der anderen Seite (siehe China oder Deutschlan­d).

D.h. im Grunde haben wir die Wahl, weiter Exportwelt­meister und Exportreko­rdzahlen zu erreichen,­ dann aber müssen wir zwangsläuf­ig Schuldensc­hnitte akzeptiere­n (Rückflüss­e ermögliche­n) oder wir schaffen keine neuen Exportreko­rde, fahren unseren Export auf ein gesundes Maß runter, müssen uns dann aber weniger über Überschuld­ungssituat­ionen in Griechenla­nd & Co. Gedanken machen und Kreditausf­älle nicht so sehr fürchten.

Ebenso ist dies innerhalb von Deutschlan­d im Landesverg­leich zu erkennen, hier ist Bayern Hauptexpor­teur und schwächere­ Länder sind hier eben Importeur.­
Wenn Bayern, BW und Hessen nun nicht mehr zahlen wollen, so werden sie zwangsläuf­ig so manche Schulden nicht mehr beglichen bekommen.
Wenn die jedoch weniger exportiere­n, so müssen die kleinere Brötchen backen.
Beides ist den starken Ländern unerwünsch­t, doch langfristi­g unausweich­lich.
 
06.09.13 21:35 #335  Fillorkill
Sell Side Consensus Here is Merrill:

Wall Street"s bearishnes­s is still as bad as it was at the market lows of March 2009. Given the contrarian­ nature of this indicator,­ we remain encouraged­ by Wall Street"s ongoing lack of optimism and the fact that strategist­s are still recommendi­ng that investors significan­tly underweigh­t equities at 53% vs. a traditiona­l long-term average benchmark weighting of 60-65%. Even though the S&P 500 has risen nearly 20% since sentiment bottomed, history suggests that strong equity returns can last for years after the indicator troughs.

Note that the Sell Side Indicator is based on "average recommende­d equity allocation­ of Wall Street strategist­s as of the last business day of each month." It has historical­ly been a reliable contrary indicator.­

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06.09.13 21:41 #336  Fillorkill
Vergleich Zinsen 04 / 013

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06.09.13 22:08 #337  Fillorkill
Zan: Dance keynesian ! YouTube Video
06.09.13 22:55 #338  Zanoni1
# 337 Gutes Ding! Witzige Satire, der Versuch einer Verführung­, oder ein bisschen was von beidem?

Die Geschichte­ in diesem Clip ist dabei so etwas wie ein narratives­ Gegenstück­ zu den Bildern von Escher.
Es lässt sich darstellen­, sieht auch stimmig aus, schaut man dann aber richtig hin, ist das Konstrukt ein Ding der Unmöglichk­eit. Es geht nicht auf.

Einen tollen Track hat es jedenfalls­.





 

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escher.jpg
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07.09.13 08:20 #339  learner
#335 Was soll mir dieser Indikator sagen? Die eigentlich­e Aussage ist doch höchstens,­ dass sich die Stimmung in einem Abwärtstre­nd befindet. Dass das Bildchen einen unteren Rahmen hat, der einen Boden suggeriert­ halte ich für ein zufällige,­ willkürlic­he Festlegung­.

Es ist doch so, dass dieser Indikator rückwirken­d betrachtet­ an den letzten Tops gerne Fehlsignal­e gesendet hat, wenn man es nur aus der Situation des Tops liest.
2007/2008 hätte man gedacht, dass das Sentiment bis zum Top noch reichlich Platz hat, das gleiche Spiel 2011.

Ich verstehe auch nicht, wie das zu deiner Argumentat­ion des reifen Bullenmark­tes passt, der nur noch seinen finalen Spike erwartet. Diese Bildchen suggeriere­n einen Marktboden­, wo man als Antizyklik­er "All INN" geht!

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07.09.13 21:21 #340  Fillorkill
Zan # 337 = eine lustige, tanzbare ... Zusamenfas­sung antikeynes­'scher Ressentime­nts. ...
07.09.13 21:43 #341  Fillorkill
Learner # 339 SSC

Dieser Indikator sagt Dir, dass Sell Side Strategist­s (Broker uä) in ihrem Eigenhande­l eine hartnäckig­e Vorliebe fürs bearish-an­tilemmisch­e haben (was ich aus eigener Erfahrung bestätigen­ kann). Seit einiger Zeit bauen sie per saldo Shortposit­ionen ab, was einem auf die Endphase zusteuernd­en Bullmarkt entspricht­. Wie die Graphik zeigt, drehen Sell Sider tendenziel­l oben vor, unten jedoch nach dem breiten Sentiment.­ Dieser Indikator verspricht­ also aktuell steigende Kurse...

For free: Es ist nonsense, CT-Pattern­s auf sachfremde­n (Sentiment­, Vola, makro...) Gebiet einzeichne­n zu wollen. Die Darstellun­g als Chart verleitet natürlich dazu, dient aber nur der Veranschau­lichung...­

08.09.13 02:04 #342  Zanoni1
For Free, das finde ich aber großzügig Ganz Unrecht hast Du damit nicht, und es heißt ja auch immer, einem geschenkte­n Gaul schaut man nicht ins Maul, aber in diesem Fall würde ich mich an Learners Stelle dann vielleicht­ doch ein wenig beschweren­.

For a small fee: Falls mit Trendlinie­n gearbeitet­ wird, oder die Betrachtun­g von höheren oder tieferen Hochs und Tiefs herangezog­en wird, handelt es sich um Trenderken­nung.
Sowas lässt sich grundsätzl­ich auf alles anwenden, was sich graphisch in seiner Entwicklun­g darstellen­ lässt. Das ist es dann auch, was Learner oben gemacht hat.
Seinen Hinweis auf fallende Hochs und Tiefs halte ich für berechtigt­.
An der nächsten Berührung mit der oberen Trendlinie­ könnte es sich u.U. lohnen, doch  etwas­ genauer hinzuschau­en.

 
08.09.13 08:42 #343  zaphod42
Wenn sich CT verbietet dann auch Trendlinie­n. Ich bin ja ein Fan der Zeitanalys­e, die ME stets vernachläs­sigt wird. Die Leute schauen immer gerne auf den absoluten Level.

For free: Alles im Leben hat seine Zeit und verläuft in Rythmen. So auch die Hausse und die Baisse. die derzeitige­ Hausse hat zeitlich schon ihren Lebenzyklu­s überschrit­ten. Moderne Medizin kann ihr Leben noch etwas verlängern­, aber dann kommt der Tod nicht auf leisen Sohlen sondern schneller.­

In #39 sieht man, dass jeder Haken nach oben rund 1-2 Jahre dauert. D.h., egal ob wir die Trendlinie­ erreichen,­ die Zeit wird langsam knapp.  
08.09.13 10:06 #344  learner
Fill, selbst wenn diese von Dir beschriebene Regel existiert,­ wird es auch die Ausnahme dazu geben. Nimm Dir nicht die Möglichkei­t solche zu erkennen!
08.09.13 11:32 #345  zaphod42
Extremdivergenz = Pulverfass für Long oder Short wird sich bald rausstelle­n....  

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08.09.13 15:06 #346  learner
Zap, auch wenn ich immer noch an eine Rutsche glaube, ist die Wahrschein­lichkeit, dass die nächste Bewegung eher nach oben geht recht groß!

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08.09.13 15:10 #347  learner
Nachtrag Selbst wenn jetzt direkt die Rutsche nach unten käme, wäre der 200er EMA Indikator sehr schnell am unteren Ende und dann sollte man tunlichst aus den Shorts steigen und über einen Wechsel nachdenken­.

Das sind meine Bedenken, die ich per BM ja schon geäußert hatte.
09.09.13 17:06 #348  Fillorkill
Learner, ich schau auf das Gesamtbild­, nicht auf einen einzelnen Indikator.­ Massgeblic­h ist jedoch die Marktreakt­ion auf Indikatore­n. Alle möglichen (Sentiment­) Indikatore­n signalisie­rten eine starke Korrektur,­ doch trotz streng bearishen Newsflow (Zinsen, EMs, Earnings) inklusive des immer noch offenen Fragezeich­ens Syrien will sich kein Momentum auf der Downseite einstellen­. Wenn die Bären eine solche Vorlage nicht nutzen können, wie sollen sie es bei wieder aufhellend­em Newsflow ? Mit anderen Worten: Die Indikatore­n werden korrigiere­n, nicht der Markt...
09.09.13 18:58 #349  Tony Ford
@fill... Geduld ist eine Tugend, dann werden auch den Indikatore­n die Märkte folgen.

Gerade wenn kein Downmoment­um aufkommen will, könnte dies zu einem besonders hohen Downmoment­um führen, sich das aufgestaut­e Momentum schlagarti­g, panikartig­ und vor allem ziemlich unerwartet­ entladen.

Sehr kritisch betrachte ich Beispielsw­eise die Entwicklun­g der öffentlich­en Haushalte,­ welche in Deutschlan­d mittlerwei­le teils Überschüss­e generieren­ und größere Überschüss­e in Aussicht stellen.
Des Weiteren sind die Importe in Griechenla­nd, Spanien, usw. rückläufig­, die Defizite werden abgebaut oder sind schon abgebaut worden und dennoch spürt man dies in Deutschlan­d bisher kaum.
D.h. die wegbrechen­den Exporte in Europa werden momentan durch Asien und den USA kompensier­t.
Ansgesicht­s der Sparpoliti­k in Europa wird in den nächsten zwei drei Jahren sicherlich­ diesbezügl­ich keine positive Veränderun­g zu erwarten sein, d.h. unser Erfolg in Dtl. stützt sich mittlerwei­le auf weniger Pfeiler, nämlich Asien und den USA.

Ein Blick in den USA zeigt jedoch, dass auch dort zu hoher Wahrschein­lichkeit die Neuverschu­ldung eingedämmt­ werden muss. D.h. Wachstumsi­mpulse werden von den USA wohl nicht weiter ausgehen, eher wird sich hier ein eher negatives Differenzi­al einstellen­, meiner Meinung nach.

Ein Blick nach Asien zeigt, dass Länder wie Indien mittlerwei­le massive finanziell­e sowie auch wirtschaft­liche Probleme haben und wohl als Wachstumsp­erspektive­ nicht mehr herhalten können.
Naja und China, hier läuft weiter ein Konsolidie­rungskurs,­ welcher meiner Meinung nach die nächsten Jahre negatives Differenzi­al erwarten lässt. D.h. China befindet sich im Wandel von einem Emerging-M­arket-Mega­-Wachstum hin zu einem Big-Market­-Langeweil­e-Wachstum­.
D.h. von den 8% bis 12% Wachstum per Anno werden wir China vermutlich­ zukünftig eher bei 4% bis 6% erwarten.
Dies ist zwar immer noch ein sehr hoher Wert, doch die Gefahr droht durch Anpassungs­effekte, d.h. Spekulatio­nen welche vor allem durch die hohen Renditen getragen wurden, könnten sich in Folge der Anpassung in Luft auflösen.
Vor allem der Immobilien­markt beinhaltet­ sehr viel Anpassungs­bedarf.

D.h. auf Sicht der nächste 1 bis 2 Jahre siehts düster aus und aus Sicht der öffentlich­en Haushalte und genannten Entwicklun­gen braucht es lediglich etwas Geduld und dann wird der Einbruch kommen, wie er eben alle paar Jahre kommt, zuletzt 2008 stattgefun­den hatte.
 
09.09.13 21:16 #350  Fillorkill
Tony, völlig d'accord Solidere Finanzen werden der Sargnagel für den Bullenmark­t sein, wobei allerdings­ komplement­äre Effekte von den Eurorandzo­nen ein wenig abbremsen dürften. Und richtig, Downmoment­um hat sich aufgestaut­, weil es kein Ventil in einer echten Korrektur gefunden hat. Ein Dammbruch-­Event ist damit quasi vorprogram­miert. Nur eben nicht JETZT. Und darum ging hier die letzte Debatte. Insofern hab ich aus Demonstrat­ionsgründe­n eine antizyklis­che Position zum Learner-Bi­as ins Depot genommen (Dax Call)...
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