against all odds
| eröffnet am: | 22.03.13 19:18 von: | Fillorkill |
| neuester Beitrag: | 08.04.20 16:14 von: | Fillorkill |
| Anzahl Beiträge: | 2905 | |
| Leser gesamt: | 356677 | |
| davon Heute: | 35 | |
bewertet mit 45 Sternen |
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09.10.13 21:50
#552
Fillorkill
Danke Learner,
im 20'er EMA eine bemerkenswerte Korrelation. Allerdings nur downside, als Longsignal. Umgekehrt ist die Quote bekanntlich bescheiden - weshalb ich diesen Indikator auch nicht ernsthaft betrachtet hatte. Ich werd das mal genauer analysieren, bin ja im Prinzip auf der Suche nach Sentimentabbildungen in CT-Mustern. Wäre schön, wenn Du bei Gelegenheit mal das für dich relevante an diesem Indikator beschreiben könntest. Ich learne gern hinzu, weisst Du ja !
ps vom Rydex halt ich nicht so viel. Eher ein ergänzender Indikator...
ps vom Rydex halt ich nicht so viel. Eher ein ergänzender Indikator...
10.10.13 07:40
#554
Fillorkill
#53 Daten sind nicht aktuell
COT wird wöchentlich erhoben und wahrscheinlich mit Verzögerung freigegeben. Vermutlich ist das aktuelle Bild noch negativer...
10.10.13 08:39
#555
learner
Die Amis sind entsetzt über das Handeln
ihrer politischen Klasse. Das hinterlässt entsprechende Spuren. Aus antizyklischer Sicht eine Einladung zum Longen? Ich persönlich bin ja Positioniert und wenn die Amis es jetzt vermasseln gibt es noch viel bessere Kaufgelegenheiten in naher Zukunft, die die kleinen Verluste locker wett machen würden.
10.10.13 21:27
#556
learner
Im QV ist man sich sicher:
Der Crash wird kommen! Shorts sind so etwas wie eine sichere Geldanlage! Woher wissen die das?
Gefangen im Reflex gegen die da Oben, die miesen Politiker und Bankster, ist man sich sicher, mit seinen Shorts auf der richtigen Seite zu stehen. Leider nur moralisch, denn die Tradingmaschinen haben keine ethischen Schaltkreise, bestimmen jedoch die Richtung.
Gefangen im Reflex gegen die da Oben, die miesen Politiker und Bankster, ist man sich sicher, mit seinen Shorts auf der richtigen Seite zu stehen. Leider nur moralisch, denn die Tradingmaschinen haben keine ethischen Schaltkreise, bestimmen jedoch die Richtung.
10.10.13 21:59
#557
Fillorkill
Ach QV, Learner
Wenn die offenen Shortpositionen rekordverdächtig sind UND politische Entwarnung hinzutritt, kann es nur nach oben gehen. Insofern freu ich mich über Dein gelungenes Timing. Das CRV war für mich aber trotzdem nicht legitim, weil die politische Seite einfach nicht kalkulierbar ist. Im Normalfall ist das natürlich egal - es sei denn, das Risiko besteht (wie jetzt), dass der Staat sein Spending zusammenstreichen muss. Denn das schlägt durch auf die Earnings...
ps kann es sein, dass Du mit Longs einen besseren Schnitt machst ? Kommt mir so vor...
ps kann es sein, dass Du mit Longs einen besseren Schnitt machst ? Kommt mir so vor...
10.10.13 22:06
#558
Zanoni1
@ Learner
Nicht mal moralisch. Die Richtung in die sich Kurse bewegen ist ja keine Fuktion von Ethik oder Moral und in diesen Kategorien auch gar nicht zu bewerten.
10.10.13 22:26
#559
Fillorkill
wieder falsch, Zan
Das was die Kurse auf der Oberfläche bewegt, ist nicht der topinformierte und nutzenmaximierende Akteur, sondern Ressentiment - und dieses findet in 'Moral' seine primäre Kategorie. Man kann es so ausdrücken: Information wird wie die eigene Gestimmtheit in moralischen Bias rückübersetzt. So bejubelt ein Bulle wie Lehna tagtäglich das (angebliche) Moneyprinting, seiner 'konservativen' Einstellung zum Trotz, während sich Bären wie Zap persönlich enttäuscht angewidert von der Geldpolitik abwenden...
11.10.13 07:13
#560
learner
Fill, der Trend scheint immer noch ungebrochen.
Deshalb haben Longtrades ein besseres CRV, da die Bullen jede Gelegenheit nutzen, um weiter nach oben zu rennen. Dieses Verhältnis dreht sich erst wieder in einem erkennbaren Bärenmarkt.
Das habt Ihr, hauptsächlich Zap, vor Jahren schon gepredigt und zurecht dem Treiben der Bären Kopfschüttelnd zugeschaut. Richtig begriffen habe ich das erst jetzt durch meine Beschäftigung mit den EMA's.
Am Wochenende werde ich mal eine weitere Analyse, auf deinen Wunsch hin, dieses Instruments versuchen.
Das habt Ihr, hauptsächlich Zap, vor Jahren schon gepredigt und zurecht dem Treiben der Bären Kopfschüttelnd zugeschaut. Richtig begriffen habe ich das erst jetzt durch meine Beschäftigung mit den EMA's.
Am Wochenende werde ich mal eine weitere Analyse, auf deinen Wunsch hin, dieses Instruments versuchen.
11.10.13 13:28
#561
Zanoni1
Fill
interessanter Gedanke, worauf ich in #558 hinaus wollte war allerdings etwas anderes.
Möglicherweise reden bzw. denken wir da ein bisschen aneinander vorbei, was vielleicht auch für den MM gilt.
Möglicherweise reden bzw. denken wir da ein bisschen aneinander vorbei, was vielleicht auch für den MM gilt.
11.10.13 16:49
#562
Fillorkill
Zan,
wenn ich nicht gut drauf bin, setz ich schon mal ein Anti AL / Ischariot Posting rein. Dieses ist bitte nicht in jedem Punkt wortwörtlich zu nehmen. Du bist da irgendwie zwischen die Fronten geraten, aber ich richte mich da keinesfalls gegen Dich....
11.10.13 22:45
#565
Fillorkill
auch hier heisst es warten
For a recession signal, the short EMA of the UER (Unemployment Rate) would have to form a trough and then cross its long EMA to the upside. Alternatively, the UERg graph would have to turn upwards and rise above zero, or the 19-week rate of change of the UER would have to be above 8%. Currently the trajectories of the unemployment rate's short- and long EMA are still downwards - none having a positive slope, UERg is far below zero, and the 19-week rate of change of the UER is also way below the critical level.
Based on the historic patterns of the unemployment rate indicators prior to recessions one can reasonably conclude that the U.S. economy is not likely to go into recession anytime soon.
http://advisorperspectives.com/dshort/guest/...-Unemployment-Rate.php
Based on the historic patterns of the unemployment rate indicators prior to recessions one can reasonably conclude that the U.S. economy is not likely to go into recession anytime soon.
http://advisorperspectives.com/dshort/guest/...-Unemployment-Rate.php
12.10.13 12:41
#566
learner
Es gab 2011 eine Divergenz zwischen
dem Verhalten der EMA 200 im Vergleich Dax und Ami-Indizes. Im Dax zog das Volumen stark an. Es gab starke, schnelle Abverkäufe, die die EMA 200 bis ans untere Level brachte, während die Preiskurve gar nicht so stark gefallen war.
Dies ist sicher eine Form der Topbildung, die man manchmal am Ende einer Hausse sieht. Der nachfolgende Fall des Dax war auch entsprechend groß und Retro wissen wir, dass es sich um die Eurokrise handelte.
Leider endet nicht jede Hausse in der gleichen Form.
Ansonsten bleibt es bei deiner Aussage in 563. Tops sind bis auf weiteres weniger gut zu identifizieren als Böden.
Dies ist sicher eine Form der Topbildung, die man manchmal am Ende einer Hausse sieht. Der nachfolgende Fall des Dax war auch entsprechend groß und Retro wissen wir, dass es sich um die Eurokrise handelte.
Leider endet nicht jede Hausse in der gleichen Form.
Ansonsten bleibt es bei deiner Aussage in 563. Tops sind bis auf weiteres weniger gut zu identifizieren als Böden.
12.10.13 13:24
#568
learner
Bufu/Dax zeigt in diese Richtung, dennoch
kann man nicht behaupten wir wären in einer klassischen Endphase der Expansion, weil die üblichen Modelle der Kreditausweitung dazu nicht passen würden.
Weiterhin passt für mich das Bild nicht, dass die EM´s in die Knie gehen, die Amis und der Dax jedoch weiterhin steigen. Wie soll das funktionieren, wenn die Wachstumstreiber der Weltwirtschaft schwächeln.
Kann man aufgrund der Geldpolitik überhaupt noch nach den gängigen Modellen interpretieren, oder erwarten wir den nächsten Bärenmarkt in Kürze bei Niedrigstzinsen, weil die Firmengewinne nun mal irgendwann nicht mehr steigen werden, bzw selbst eine konjunkturelle Erholung keine weitere Steigerung mehr bringt?
Weiterhin passt für mich das Bild nicht, dass die EM´s in die Knie gehen, die Amis und der Dax jedoch weiterhin steigen. Wie soll das funktionieren, wenn die Wachstumstreiber der Weltwirtschaft schwächeln.
Kann man aufgrund der Geldpolitik überhaupt noch nach den gängigen Modellen interpretieren, oder erwarten wir den nächsten Bärenmarkt in Kürze bei Niedrigstzinsen, weil die Firmengewinne nun mal irgendwann nicht mehr steigen werden, bzw selbst eine konjunkturelle Erholung keine weitere Steigerung mehr bringt?
12.10.13 13:50
#569
stefan1977
Crashgefahr?
Ich schalte mich hier auch mal ein.
- Vom Sentiment her erwarte ich keinen Crash. Euwax und AII sind noch nicht extrem bullish. Lt. Euwax werden tatsächlich noch mehr Shorts gehandelt. Deshalb erwarte ich keine fallenden Kurse.
- Anleihecrash: Die extrem gefallenen Anleihekurse machen mir schon Sorgen. Lt. Kostolany droht dann innerhalb von 6-12 Monaten ein Crash.
- Kursentwicklung und Umsätze: Hier sehe ich weder große Umsätze noch extrem starke Kursanstiege. Deshalb sehe ich hier auch noch keine Übertreibungen.
Mein Fazit: Weiter steigende Kurse, Crashrisiko erst in 2014.
12.10.13 16:15
#570
Fillorkill
Learner # 67 , jetzt nur kurz
Das klassische Zyklusmodell ist natürlich Grundlage und übergeordneter Bezugspunkt der Antizyklik. Deren primäre Aufgabe aus Deiner Graphik hervorgeht, nämlich die Bestimmung des aktuellen Standorts im Zyklus. Was die Sache jedoch tricky macht ist der Effekt durchgesetzter Globalisierung und deren wechselseitige Abhängigkeitsverhältnisse: Während einige bereits durchstarten, rutschen andere erst in die Krise...
So sahen wir 07 / 08 ff mindestens zwei überlappende Krisen: 1. Subpime und 2. Euro-Kreditkrise. Für die Amis bedeutet dies zB eine Verlängerung der postrecessiven Phase und damit der Phase eskalierender Earnings. Dies kippt, wenn die Eurozone wieder auf Wachstum wechselt. Spekulatives Kapital antizipiert diesen Switch, was die letzte Outperformance der Euroaktien erklärt...
So sahen wir 07 / 08 ff mindestens zwei überlappende Krisen: 1. Subpime und 2. Euro-Kreditkrise. Für die Amis bedeutet dies zB eine Verlängerung der postrecessiven Phase und damit der Phase eskalierender Earnings. Dies kippt, wenn die Eurozone wieder auf Wachstum wechselt. Spekulatives Kapital antizipiert diesen Switch, was die letzte Outperformance der Euroaktien erklärt...
12.10.13 16:53
#571
learner
Fill, mir scheint es dabei eher um Umschichtungen
zu gehen. Die Earnings in den Staaten werden nicht mehr so stark steigen können wie die der Eurozone, da verschiedene Länder jetzt vielleicht den deflationären Trend verlassen werden.
Davon sollten jedoch auch die global Player der Amis profitieren. Und nu? Hoffen die Bullen jetzt, dass es global gesehen immer wieder zeitversetzte, regionale Haussen gibt und die Börsen fallen nie wieder?
Nach den Europäern kommen dann wieder die Chinesen, dann wieder die Amis.....
Davon sollten jedoch auch die global Player der Amis profitieren. Und nu? Hoffen die Bullen jetzt, dass es global gesehen immer wieder zeitversetzte, regionale Haussen gibt und die Börsen fallen nie wieder?
Nach den Europäern kommen dann wieder die Chinesen, dann wieder die Amis.....
12.10.13 23:28
#572
Fillorkill
#566 Dein Chart ist unglaubwürdig
Es ist logisch unmöglich, dass 'Stocks above 200 MA' tageweise zwischen 0 und 90 % schwanken können, während das Kursbild sich moderat entwickelt. Ich glaub ansonsten nicht, dass 'Stocks above' eine Topbildung bzw übergeordneten Short-Entry anzeigen können. Vielmehr fällt umgekehrt ein fortgeschrittener und fortschreitender Bullmarkt mit 'overbought' Signalen zusammen. Kritisch wird es dann, wenn positiver Newsflow keinen Aufwärtsdruck mehr entfalten kann - im Sentiment als Plateaubildung zu sehen...
12.10.13 23:49
#573
Fillorkill
#568, #571
Der grund für steigende Zinsen hier und bei den Amis sind anziehende Konjunktur / Inflationserwartungen. Dies führt zur Rückabwicklung von Carrytrades, was die Ems unter Druck setzt. ..
Die Amis führen den Zyklus an, ohne jedoch bislang eine Boomphase zu sehen. Die Eurozone hat die Bodenbildung abgeschlossen, während die Ems gerade erst in die Rezession rutschen. China stützt alle, weil dort eine strukturelle Transformation durchgezogen wird - vom globalen Effekt her verstärkter Import und reduzierter Export, was das Wachstum insgesamt belastet, aber in seiner Zusammensetzung nachhaltiger macht...
Kraft Volumen geben die amerikanischen Märkte sowohl bei Stocks wie Bonds die globale Marschrichtung vor. Entscheidend für die amerikanischen Märkte ist jedoch das Binnenklima, also letztlich das Sentiment des US-Consumers...
Die Amis führen den Zyklus an, ohne jedoch bislang eine Boomphase zu sehen. Die Eurozone hat die Bodenbildung abgeschlossen, während die Ems gerade erst in die Rezession rutschen. China stützt alle, weil dort eine strukturelle Transformation durchgezogen wird - vom globalen Effekt her verstärkter Import und reduzierter Export, was das Wachstum insgesamt belastet, aber in seiner Zusammensetzung nachhaltiger macht...
Kraft Volumen geben die amerikanischen Märkte sowohl bei Stocks wie Bonds die globale Marschrichtung vor. Entscheidend für die amerikanischen Märkte ist jedoch das Binnenklima, also letztlich das Sentiment des US-Consumers...
13.10.13 00:02
#574
Fillorkill
#569 Stefan,
einem Crashszenario fehlt die Grundlage, nämlich eine ausgeprägte Boomphase sprich Kreditblase. Erwartet werden kann ein durch Dumbkäufe gebremster moderater Bärenmarkt aufgrund moderat sinkenden Earnings bei moderat anziehender Konjunktur und entsprechend moderatem Zinsanstieg. Und dies auch nur, weil die Kurse = Gewinnerwartungen sehr weit vorgelaufen sind, was bei einsetzender Divergence logischerweise in eine ernsthafte Korrektur einmünden sollte. Alles, nur kein Drama...
Euwax + AAII sind nachweislich wenig brauchbare Indikatoren. Erstere, weil deutsche Privatanleger die unmassgeblichste Anlegergruppe weltweit sind und der AAII vermutlich, weil zuviele auf ihn schwören und er deshalb primär die implizite Vola spiegelt...
Euwax + AAII sind nachweislich wenig brauchbare Indikatoren. Erstere, weil deutsche Privatanleger die unmassgeblichste Anlegergruppe weltweit sind und der AAII vermutlich, weil zuviele auf ihn schwören und er deshalb primär die implizite Vola spiegelt...


