Steinhoff International Holdings
WKN: A14XB9 / ISIN: NL0011375019Steinhoff International Holdings N.V.
| eröffnet am: | 02.12.15 10:11 von: | BackhandSmash |
| neuester Beitrag: | 31.07.25 18:50 von: | Stasyfrstr |
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bewertet mit 318 Sternen |
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20.11.24 14:48
#361251
Squideye
Früherer Steinhoff-Manager
räumt Steuervergehen ein.
Vor dem Landgericht Oldenburg hat ein früherer Steinhoff-Manager eingeräumt, falsche Angaben beim Finanzamt gemacht zu haben, um Scheingeschäfte zu verschleiern. Er sagte ausführlich zu den Hintergründen aus.
Im voraussichtlich letzten Prozess um den milliardenschweren Bilanzskandal beim Möbelkonzern Steinhoff hat ein früherer Manager vor dem Landgericht Oldenburg eingeräumt, gegenüber dem Finanzamt Westerstede falsche Angaben gemacht und dadurch Steuern verkürzt zu haben. Die Staatsanwaltschaft wirft dem heute 53-Jährigen vor, in 18 Fällen von 2011 bis 2016 einen Steuerschaden in Höhe von insgesamt 13,5 Millionen Euro bewusst in Kauf genommen zu haben (2 KLs 55/19).
Der frühere Geschäftsführer verschiedener europäischer Steinhoff-Gesellschaften ist bereits im Sommer 2023 wegen der unrichtigen Darstellung in Bilanzen und der Beihilfe zum Kreditbetrug zu drei Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt worden. Aktuell befindet er sich im offenen Vollzug. Die Steuervergehen seien ein Kollateralschaden der Bilanzmanipulationen gewesen, wie er nun erläuterte. Am Montag verlas der Angeklagte vor Gericht eine mehrere Seiten lange Erklärung, in der er ausführlich auf die Hintergründe der Bilanzmanipulationen und das „System Jooste“ einging. „Ich werde alles mir Mögliche tun, um zur Aufklärung beizutragen“, sagte der Diplom-Kaufmann.
Er habe auf Anweisung des früheren Konzernchefs Markus Jooste gehandelt, der sein direkter Vorgesetzter gewesen sei. Der inzwischen verstorbene Jooste hatte von Südafrika aus die Geschicke des Möbelhändlers mit Wurzeln in Westerstede gesteuert. Jooste habe schon zu Beginn eines Geschäftsjahres vorgegeben, welches Konzernergebnis nach Ablauf des Jahres in den Büchern stehen sollte. „Es war ausgedacht und es sollte immer höher sein als im Jahr zuvor“, sagte der Angeklagte. Mit Scheingeschäften wie dem Verkauf von Markenrechten und Grundstücken zu überhöhten Werten sowie einem komplizierten Firmengeflecht habe Jooste Gelder innerhalb des Konzerns verschieben und die Konzernbilanzen aufhübschen lassen. Dabei sei es ihm darum gegangen, Verluste im operativen Geschäft zu verschleiern und stattdessen eine Wachstumsgeschichte zu erzählen.
Ihm sei bewusst gewesen, dass es sich um Scheingeschäfte handelte, räumte der Angeklagte ein. Um den Schein zu wahren, sei der fiktive Gewinn versteuert und durch Abschreibungen an anderer Stelle versteckt worden. „Ich habe nie beabsichtigt, Steuern zu hinterziehen. Ich habe Steuern gezahlt, die ich nicht hätte zahlen müssen“, sagte der Angeklagte. Er habe aber auch in Kauf genommen, dass durch die falschen Angaben an anderer Stelle zu wenig Steuern gezahlt wurden. „Ich habe schwerwiegende Fehler begangen.“
Er bereue sein Mitwirken. Aus heutiger Sicht wisse er, dass er hätte aufstehen und gehen müssen. „Aber ich habe es nicht getan.“ Mit seiner umfassenden Aussage wolle nun zur Aufklärung des Steinhoff-Komplexes beitragen. „Ich stehe zu meinen Fehlern. Ich möchte mit meiner Vergangenheit abschließen und wünsche mir einen Neuanfang“, sagte der 53-Jährige. In den nächsten Verhandlungsterminen will sich der Angeklagte im Detail zu den einzelnen Fällen äußern. Die Verhandlung wird am 2. Dezember fortgesetzt.
Vor dem Landgericht Oldenburg hat ein früherer Steinhoff-Manager eingeräumt, falsche Angaben beim Finanzamt gemacht zu haben, um Scheingeschäfte zu verschleiern. Er sagte ausführlich zu den Hintergründen aus.
Im voraussichtlich letzten Prozess um den milliardenschweren Bilanzskandal beim Möbelkonzern Steinhoff hat ein früherer Manager vor dem Landgericht Oldenburg eingeräumt, gegenüber dem Finanzamt Westerstede falsche Angaben gemacht und dadurch Steuern verkürzt zu haben. Die Staatsanwaltschaft wirft dem heute 53-Jährigen vor, in 18 Fällen von 2011 bis 2016 einen Steuerschaden in Höhe von insgesamt 13,5 Millionen Euro bewusst in Kauf genommen zu haben (2 KLs 55/19).
Der frühere Geschäftsführer verschiedener europäischer Steinhoff-Gesellschaften ist bereits im Sommer 2023 wegen der unrichtigen Darstellung in Bilanzen und der Beihilfe zum Kreditbetrug zu drei Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt worden. Aktuell befindet er sich im offenen Vollzug. Die Steuervergehen seien ein Kollateralschaden der Bilanzmanipulationen gewesen, wie er nun erläuterte. Am Montag verlas der Angeklagte vor Gericht eine mehrere Seiten lange Erklärung, in der er ausführlich auf die Hintergründe der Bilanzmanipulationen und das „System Jooste“ einging. „Ich werde alles mir Mögliche tun, um zur Aufklärung beizutragen“, sagte der Diplom-Kaufmann.
Er habe auf Anweisung des früheren Konzernchefs Markus Jooste gehandelt, der sein direkter Vorgesetzter gewesen sei. Der inzwischen verstorbene Jooste hatte von Südafrika aus die Geschicke des Möbelhändlers mit Wurzeln in Westerstede gesteuert. Jooste habe schon zu Beginn eines Geschäftsjahres vorgegeben, welches Konzernergebnis nach Ablauf des Jahres in den Büchern stehen sollte. „Es war ausgedacht und es sollte immer höher sein als im Jahr zuvor“, sagte der Angeklagte. Mit Scheingeschäften wie dem Verkauf von Markenrechten und Grundstücken zu überhöhten Werten sowie einem komplizierten Firmengeflecht habe Jooste Gelder innerhalb des Konzerns verschieben und die Konzernbilanzen aufhübschen lassen. Dabei sei es ihm darum gegangen, Verluste im operativen Geschäft zu verschleiern und stattdessen eine Wachstumsgeschichte zu erzählen.
Ihm sei bewusst gewesen, dass es sich um Scheingeschäfte handelte, räumte der Angeklagte ein. Um den Schein zu wahren, sei der fiktive Gewinn versteuert und durch Abschreibungen an anderer Stelle versteckt worden. „Ich habe nie beabsichtigt, Steuern zu hinterziehen. Ich habe Steuern gezahlt, die ich nicht hätte zahlen müssen“, sagte der Angeklagte. Er habe aber auch in Kauf genommen, dass durch die falschen Angaben an anderer Stelle zu wenig Steuern gezahlt wurden. „Ich habe schwerwiegende Fehler begangen.“
Er bereue sein Mitwirken. Aus heutiger Sicht wisse er, dass er hätte aufstehen und gehen müssen. „Aber ich habe es nicht getan.“ Mit seiner umfassenden Aussage wolle nun zur Aufklärung des Steinhoff-Komplexes beitragen. „Ich stehe zu meinen Fehlern. Ich möchte mit meiner Vergangenheit abschließen und wünsche mir einen Neuanfang“, sagte der 53-Jährige. In den nächsten Verhandlungsterminen will sich der Angeklagte im Detail zu den einzelnen Fällen äußern. Die Verhandlung wird am 2. Dezember fortgesetzt.
14.12.24 06:46
#361252
Squideye
Löschung
Moderation
Zeitpunkt: 14.12.24 11:02
Aktion: Löschung des Beitrages
Kommentar: Moderation auf Wunsch des Verfassers
Zeitpunkt: 14.12.24 11:02
Aktion: Löschung des Beitrages
Kommentar: Moderation auf Wunsch des Verfassers
14.12.24 06:50
#361253
Squideye
Geheimer PwC-Bericht von Steinhoff
wird am Mittwoch an einige Medien übergeben...
16.12.24 13:17
#361254
Bobo1979
cvr
Hello. I would like to know what is happening with my CVR. I mention that I would like to sell them or maybe receive a dividend. Thank you.
18.12.24 19:06
#361256
Squideye
Steinhoff-Bericht erst in 10 Tagen verfügbar.
Kokkie Kooymam, Fondsmanager bei Denker Capital, spricht darüber, was vom PwC-Bericht über Steinhoff zu erwarten ist....
Mehr dazu @ https://www.moneyweb.co.za/moneyweb-radio/...s-oor-10-dae-beskikbaar/
Mehr dazu @ https://www.moneyweb.co.za/moneyweb-radio/...s-oor-10-dae-beskikbaar/
19.12.24 13:05
#361257
Hagüwa
@Squideye
Würdest du kurz wiedergeben, was der Fondsmanager von Denker Capital vom PWC-Bericht über Steinhoff erwartet? Vielen Dank.32872600
20.12.24 06:06
#361258
Squideye
amaBhungane
Nach der Veröffentlichung werden wir den Bericht, für den wir so hart gekämpft haben, der Öffentlichkeit zugänglich machen - mit absolut minimalen Schwärzungen, die wir nach rechtlicher Beratung im Hinblick auf das Gesetz zum Schutz persönlicher Informationen nicht vermeiden können.
Beobachten Sie diese Seite...
Beobachten Sie diese Seite...
08.01.25 07:43
#361262
Squideye
Business Report seeks access to PwCs 7 000-page
report on Steinhoff’s collapse...
https://www.iol.co.za/business-report/economy/...ce-b59f-3249be003128
https://www.iol.co.za/business-report/economy/...ce-b59f-3249be003128
10.01.25 17:47
#361263
Squideye
Tempur Sealy, Mattress Firm fire back:
FTC’s claims are ‘quibbles’...
Quelle @ https://www.furnituretoday.com/financial/...ftcs-claims-are-quibbles/
Quelle @ https://www.furnituretoday.com/financial/...ftcs-claims-are-quibbles/
21.01.25 16:10
#361264
Squideye
Bahamas Gate...???
https://www.iol.co.za/news/politics/...83-56dc-4f4a-93e5-ff871b2adc57
01.02.25 21:55
#361267
Squideye
Tempur Sealy Cleared to Buy Mattress Firm in Blow
to FTC...
https://www.msn.com/en-ae/money/companies/...-blow-to-ftc/ar-AA1yd8Rg
https://www.msn.com/en-ae/money/companies/...-blow-to-ftc/ar-AA1yd8Rg
06.02.25 08:09
#361268
Squideye
Inside the PwC report:
What really brought Steinhoff to its knees...
06.02.25 15:33
#361269
KlauMich
PWC-Bericht
Der Artikel von Amabhungane.org ist schon interessant und legt aus meiner Sicht offen, wie desolat die Wirtschaftsprüfer gearbeitet haben. Man erkennt auch durchaus Parallelen zu Wirecard.
Für uns hingegen, ist die Zusammenfassung der Erkenntnisse wenig hilfreich. Es wurde halt im großen Stil betrogen und alle haben weggeschaut oder sich täuschen lassen. Das ist in Südafrika vermutlich auch etwas leichter möglich als hier. Auch zur damaligen Zeit, hat Steinhoff massive Unterstützung von Anwaltskanzleien gehabt. Das haben wir leider dann auch zu spüren bekommen
Für uns hingegen, ist die Zusammenfassung der Erkenntnisse wenig hilfreich. Es wurde halt im großen Stil betrogen und alle haben weggeschaut oder sich täuschen lassen. Das ist in Südafrika vermutlich auch etwas leichter möglich als hier. Auch zur damaligen Zeit, hat Steinhoff massive Unterstützung von Anwaltskanzleien gehabt. Das haben wir leider dann auch zu spüren bekommen
09.02.25 11:52
#361270
Hagüwa
PWC-Bericht
KlauMich, ich stimme dir vollkommen zu. Ich frage mich, ob der komplette PWC-Bericht irgendwann auch für jedermann zugänglich ist. M.E. hätte der betrogene Aktionär schon ein Anrecht darauf. Und welche Erkenntnisse können aus dem vollständigen PWC-Bericht gezogen werden? Welche Anhaltspunkte gibt es für schwere Vergehen und gegen wen (neben Jooste und seine Helfer)? Wer könnte hier gegen wen vorgehen, letztlich auch mit einer Klage vor Gericht? Der südafrikanische Pensionsfonds PIC?32934231
10.02.25 09:13
#361271
Squideye
PwC investigation...
Quelle @ https://www.msn.com/en-za/news/other/...at-never-happened/ar-AA1yILL1

