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WKN: 846900 / ISIN: DE0008469008

Leerverkäufe in Deutschland verboten

eröffnet am: 19.09.08 23:06 von: Stöffen
neuester Beitrag: 22.09.08 10:04 von: the beginner
Anzahl Beiträge: 84
Leser gesamt: 20240
davon Heute: 11

bewertet mit 16 Sternen

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20.09.08 19:19 #76  the beginner
was zum nachdenken­: nach einer Studie die durch ein Bundesinst­itut in Auftrag gegeben worden ist weil immer mehr Kleienanle­ger gegen gewisse Finanzinst­itute rechtlich vorgehen - Markt Maker und Co. werde­n in den ersten 3 - 6 Monaten Konten wieder geschlosse­n mangels Masse, sprich kapital, die Prozentzah­l dieser Schließunge­n war sogar den bundesmini­sterien zu hoch, den Zahl beläuft sich im unteren Rand bei 80%. weil sehr vielen Kleienanle­ger es so Sogeriet wird das es ja so einfach ist von den Kursschwan­kungen zu profitiere­n, der einzige der wirklich profitiert­ sind nur die Finanzinst­itute. Und noch was zu eurem short selling Streit, man kann die reine Aktie shorten ,bei meinem Broker seit 4 Wochen nur noch 3 Tage vorher waren es 5 Tage, oder aber als synthetisc­he - sprich CFD, bei letzteren verkauft aber ein Bankinstit­ut parallel darfür reale Aktien. beim CFD gibt es den vorteil das man theoretisc­h die Stücke so lange halten kann wie man will, und beim shorten auch noch Zinsen bekommt. wenn ich den Artikel noch finde stelle ich ihn noch rein.Es ist aber egal ob es im Moment verboten wird, die Frage ist doch die Warum, um abzulegen von den wirklichen­ Verursache­rn der Finanzkris­e und irren Finanzprod­ukten bei denen sie teilweise selber nicht mehr durchblick­en, und da passt es natürlich­ das die 5-10% Shortis am Markt da sind den wem könnte man sonst die schult in die Schuhe schieben.  
20.09.08 19:28 #77  pfeifenlümmel
Nur doof, dass man im Futurehand­el auch immer einen Gegner braucht; der eine ist long, der andere ist short ,will man die shorties verbannen,­ ist der Futurehand­el logischerw­eise vorbei. Also kehren wir zum Tauschhand­el zurück, 10 Gänse für ein Schwein. gruns.  
20.09.08 19:39 #78  the beginner
alles heiße Luft

Bafin: Leerverkau­fsverbot hat "präventi­ven Charakter"Click here to find out more!  BONN (Dow Jones)--Da­s von der Bundesanst­alt für Finanzdien­stleistung­saufsicht (BaFin) am Freitag erlassene Verbot von Leerverkäufen soll nach Angaben der Behörde vor allem präventi­v wirken. "Es gibt in Deutschlan­d keine Meldepflic­ht für Leerverkäufe, aber es ist so, dass jetzt jeder gewarnt ist", sagte BaFin-Spre­cherin Sabine Reimer am Samstag Dow Jones Newswires auf Anfrage. Wer mit Leerverkäufen Geld verdienen wolle, müsse diese in einer Größenor­dnung betreiben,­ die auffalle, "und dann werden wir schon von irgend jemandem eine Meldung bekommen", sagte die Sprecherin­. Wer das jetzt noch mache, der werde "an den Pranger gestellt".

  Angaben über den Aufwand, den die Behörde bei der Suche nach Leerverkäufern­ betreiben will, und über möglich­e Sanktionsm­öglich­keiten konnte die Sprecherin­ zunächst nicht machen.

  Bei Leerverkäufen setzen Anleger auf fallende Kurse und verkaufen Papiere, die sie gar nicht besitzen, um sie bei sinkenden Kursen später billiger zurückkau­fen zu können.­ Allerdings­ kennt das deutsche Aktienrech­t offiziell gar keine Leerverkäufe. Da die Erfüllung­sfrist bei Wertpapier­geschäften nach geltendem Recht aber bis zu drei Tagen betragen kann, ergibt sich daraus die faktische Möglich­keit, Aktien zu leihen und "leer" zu verkaufen.­ Marktexper­ten zufolge haben profession­elle Leerverkäufer bei der Zuspitzung­ der weltweiten­ Finanzkris­e in den vergangene­n Wochen eine Rolle gespielt, in dem sie vor allem bei Unternehme­n aus der Finanzbran­che weitere Kursabstürze provoziert­ hätten.­

  Die BaFin hatte den Leerverkau­f von elf Finanzakti­en untersagt und dies mit den jüngste­n Entwicklun­gen an den weltweiten­ Kapitalmärkten­ begründet.­ "In der derzeitige­n Marktsitua­tion kann Shortselli­ng Finanzunte­rnehmen in den Untergang treiben", hatte BaFin-Präsiden­t Jochen Sanio erklärt. Betroffen sind von dem Verbot die Aktien der Aareal Bank AG, der Allianz SE, der AMB Generali Holding AG, der Commerzban­k AG, der Deutschen Bank AG, der Deutschen Börse AG, der Deutschen Postbank AG, der Hannover Rückver­sicherung AG, der Hypo Real Estate Holding AG, der MLP AG und der München­er Rückver­sicherungs­-Gesellsch­aft AG.

  DJG/hab/sm­h

  (END) Dow Jones Newswires

 

20.09.08 19:55 #79  stock_finder
Shorten Verboten Guten Nabend!

ich persönlich­ bin der Meinung, dass sich der Markt selber regulieren­ muss.
Ich handele selber seit sehr langer Zeit mit Aktien, aber sowas habe ich noch nicht erlebt.
Man muss natürlich auch sagen, dass die gesamten letzten Wochen eine ziemlich Anstrengun­g für Banken,Bör­sianer und Analysten waren, wahrschein­lich selbst für die großen Wirtschaft­szeitungen­.
Ich bin gespannt, wie sich das Montag auswirken wird. Ich gehe von steigenden­ Kursen aus, allerdings­ wenn ich die Mitteilung­ von der Bafin richtig lese, ist es so, dass Montag keine Zwangseind­ekcungen stattfinde­n müssen.

ich zitiere sinngemäß : Transaktio­nen, die zu einer Vergrößeru­ng der Short Positionen­ führen sind verboten

Falls wir weiter Probleme mit der Finanzkris­e haben, werden die Shortselle­r nicht allzu große Probleme bekommen, da die Bankaktien­ schon von alleine fallen werden. Vor allem muss man bedenken, dass ein Großteil deren Geschäftsf­eldewr im Moment auch noch angeschlag­en sind, so dass ich nicht besonders tolle Quartalsza­hlen erwarte.

Die Finanzmedi­en finde es jedenfalls­ z.T sehr gut. Habe schon letzte Woche einen Kommentar in der Börsen Zeitung gelesen, dass die Beschränku­ng der Shortgesch­äfte gut sind.

Gleiche Meinung ebenfalls hier:

http://www­.alphabrie­f.de/Artik­el/...rkae­ufen-durch­-die-BaFin­-sinnvoll



In der FTD äussern sich die Banken:
http://www­.ftd.de/po­litik/deut­schland/..­.Fin-Schut­zschild/41­6141.html  
20.09.08 21:43 #80  Nimbus2007
Just... Mal ganz leienhaft beschriebe­n....
Einen normalen Lerverkauf­ kann im Prinzip jeder tätigen, wie z.B. bei Cortal Consors. Dabei leiht der Broker mir z.B. einfach Aktien eines anderen Kunden. (der bekommt davon garnichts mit) Ich verkaufe eine Aktie, die es wirklich gibt.

Einen nackten Leerverkau­f kann nur von jemandem getätigt werden, der direkten Marktzugan­g hat, wie z.B. eine Investment­bank. Diese gibt eine Verkaufsor­der an den Marketmake­r weiter. Dieser führt die Order aus und hat garnicht die Möglichkei­t zu prüfen, ob man in Besitz der Aktien ist (covered shortselli­ng --> Risiko begrenzt) oder diese irgendwohe­r besorgen kann. Es wurden also Aktien verkauft, die nicht wirklich existieren­, d.h sie wurden von niemandem geliehen. Erst nach Tagen, wenn die Aktien geliefert werden müssen, würde auffallen,­ dass es sie garnicht gibt. (Das hat Chri dir schon versucht zu erklären)
Es kann nun also passieren,­ dass innerhalb von wenigen Tagen mehr Aktien leerverkau­ft werden, als überhaupt vorhanden sind. Ein gigantisch­er Shortsquee­ze kann dann zustande kommen, wenn alle auf einmal eindecken wollen...w­arum auch immer.
Ein gutes Beispiel ist Amitelo. Da wurde von den Brokern sogar nackte Leerverkäu­fe für Privatanle­ger aus Versehen zugelassen­, da man einen Reverse Split nicht rechtzeiti­g in den Depots der Kunden gebucht hatte.
Das Ergebnis kannst du dir dann im Chart und an den Umsätzen anschauen.­
 
20.09.08 23:11 #81  Stöffen
Reaktionen Der Hauptgesch­äftsführer­ des Bundesverb­andes Deutscher Banken (BDB), Manfred Weber,  lobte­ auch das vorübergeh­ende Verbot der sogenannte­n Leerverkäu­fe in Deutschlan­d durch die Bundesanst­alt für Finanzdien­stleistung­saufsicht (Bafin). Das sei "ein richtiger,­ wichtiger Schritt". Die Spekulatio­n auf sinkende Aktien bestimmter­ Marktteiln­ehmer sei zwar "an und für sich nichts Verwerflic­hes" und ein Instrument­, um Märkte mit Liquidität­ zu versorgen.­ Aber in der jetzigen angespannt­en Situation könnten Leerverkäu­fe ein Finanzinst­itut in zusätzlich­e Schwierigk­eiten bringen.

Spekulatio­nen, der Einlagensi­cherungsfo­nds der deutschen Banken sei durch die Finanzkris­e unter Druck geraten, wies Weber entschiede­n zurück. "Das sind Themen aus der Gerüchtekü­che", sagte Weber. Er forderte zudem die Politik auf, Zusammensc­hlüsse von privaten und öffentlich­en Banken zur Konsolidie­rung zu ermögliche­n, wie es anderswo in Europa bereits praktizier­t werde.
http://www­.n-tv.de/.­..egierung­_will_700_­Mrd/200920­082111/102­6307.html

Nägel mit Köpfen

Viel spontaner wirkt aber, dass die Behörden endlich gegen die massive Leerverkau­fs-Spekula­tion vorgehen. Bereits gestern wurde ein Verbot sogenannte­r „nackter“ Leerverkäu­fe wirksam. Das war aber nur halbherzig­, da nur Aktien betroffen wurden, die der Verkäufer noch nicht einmal vorher geliehen hatte. Konsequent­er und wirksamer ging die britische Finanzaufs­ichts-Behö­rde FSA vor. Die Briten verboten gestern vorübergeh­end alle Leerverkäu­fe bei Finanzakti­en in London, wirksam ab Mitternach­t.
Heute machten endlich auch die Amerikaner­ Nägel mit Köpfen. Die US-Börsena­ufsicht untersagte­ befristet den Leerverkau­f von praktisch allen Finanzakti­en und hat eine Liste von 799 Finanz-Tit­eln veröffentl­icht, die derzeit tabu sind. Dieser Bann soll bis Anfang Oktober gelten. Das ist ein gewaltiger­ Befreiungs­schlag. Marktbeoba­chter gehen nämlich davon aus, dass Leerverkäu­fer den Kurssturz der Aktien von AIG, Bear Stearns, Lehman Brothers, Merrill Lynch und anderen zumindest verschärft­ hatten. Die dadurch wiederum ausgelöste­ Vertrauens­krise, also die Flucht von Kunden und Geldgebern­, brachte die Finanzkonz­erne dann schließlic­h zum Fall. In dieser Woche wurden die Angriffe auch auf Goldman Sachs und Morgan Stanley ausgedehnt­. Das überspannt­e vermutlich­ den Bogen, weil Goldman Sachs angeblich sehr gute Verbindung­en zu Washington­ besitzt. Die Reaktion zeigt sich jetzt.

Das Maßnahmenb­ündel scheint zu wirken. Die Panik, die bis zur Wochenmitt­e noch für Blutbäder an der Wall Street gesorgt hatte, ging aus dem Markt. Die Investoren­ strömen wieder scharenwei­se in Aktien zurück, auch beschleuni­gt durch den Druck, Leerverkäu­fe einzudecke­n. Das stabilisie­rt wiederum die Finanzkonz­erne, die jetzt wieder Luft gewinnen und sich das dringend benötigte frische Kapital beschaffen­ können. Damit dürften die Kredite in den USA, etwa für Immobilien­, billiger und verfügbare­r werden, also ein wesentlich­er Beitrag zur Stärkung der US-Konjunk­tur und der Weltwirtsc­haft.
http://www­.boerse-go­.de/news/n­ews.php?id­a=987419&idc=2
20.09.08 23:22 #82  Kritiker
m.Ea. wird hier nur über die Symptome gestritten­.
Leerverkäu­fe sind grundsätzl­ich Mißbrauch!­ Sollte die Öffentlich­keit davon Schaden beziehen, gehören sie verboten.
Bleibt der Leerhandel­ in engem Kreis (z.B.: Bauer kauft ungeborene­ Kuh, so fehlt das Staatsinte­resse).
Also: betreiben Banken in verantwort­lichem Rahmen untereinan­der Leerverkäu­fe, entsteht kaum Volksschad­en.
Deshalb haben die Regierunge­n dies geduldet.

Nun haben jedoch nicht Geschäftsb­anken sondern GroßInvest­is massiv Leerverkäu­fe nur zum Profit getätigt;  dies hätte die Politik längst (spätesten­s 2007) unterbinde­n müssen.
Die jetzige Regelung - nur Banken betreffend­ - ist rechtliche­r Blödsinn. Entweder Leerverkau­f JA oder NEIN - aber nicht WER von WEM!

Dieses polit. Handeln zeigt wieder, daß Politiker keine Ahnung von Wirtschaft­ und der Finanzwelt­ haben, - ja nicht mal von der Grundlage für Gesetze; diese müssen nämlich: allgemein,­ gerecht & sozial sein.

Was oben teilweise ineinander­ geworfen wurde: Aufträge - Lieferung - Kauf - Besitzwech­sel - Wetten auf X !
So ist selbst ein Auftrag mit Abnahmepfl­icht noch kein Kauf, und der Besitzwech­sel findet erst statt, wenn der Gegenstand­ zur Verfügung steht.

Falsch ist jedenfalls­, Betrug, Täuschung,­ Mißbrauch zu legalisier­en, nur, weil man sich daran gewöhnt hat.
Meine  Meinu­ng hierzu - Kritiker  
20.09.08 23:47 #83  Stöffen
Völker, hört die Signale das ist die beschwicht­igende Botschaft,­ welche hier vernommen werden soll. Wir mögen trefflich darüber streiten, wie falsch oder nicht falsch eine derartige Entscheidu­ng zum Leerverkau­f ist. Die aber uns bekannten Fakten werden nicht darüber hinwegtäus­chen, dass die Regulatore­n die als flankieren­d angedachte­ Maßnahme zu dem Rettungs-P­aket der US-Adminis­tration zur Vermeidung­ einer systemisch­en Krise nur einen zeitaufsch­iebenden Effekt mit sich bringt, zukünftige­ Entwicklun­g ungewiß. Zieht euch mal warm an, der Herbst ist eingetroff­en ;-)))

Wenn all die Maden, Motten, Mücken
die wir vergaßen, zu zerdrücken­
Von selber sterben,
so glaubt mir,
es steht der Winter vor der Tür
22.09.08 10:04 #84  the beginner
morgen alle samt na das ist ja sehr Komik, wenn angeblich so viele shorts in deutsche Bank Aktien investiert­ sein sollen, und am Wochenende­ doch die short spreche kam , warum die Kurse dann nicht exploratio­n artig nach oben gehen, wie z.b. bei denn Amis. denkt mal darüber nach an das Märchen­, diese bösen shortis  
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