BMW: Es wird schwieriger, bevor es hoffentlich besser wird!
27.04.26 08:38
S. Feuerstein
Für deutsche Automarken wie BMW entwickelt sich der einst so erfolgreiche Export nach China und in die USA zunehmend zu einer Belastung. In China erwartet man für das Jahr 2027 eine Rückkehr zu besseren Geschäftsergebnissen. Wie schnell der derzeit sehr verlustreiche Markt wieder Gewinnmargen erzeugt, lässt sich jedoch schwer prognostizieren.
Im hart umkämpften chinesischen Automarkt kommen deutsche Hersteller bei Elektroautos nur mit Mühe hinterher. Bei autonomen Fahrfunktionen und digitalen Diensten soll sich diese Situation nicht wiederholen. Das nächste Rennen ist bereits in vollem Gange und entscheidet sich in Bereichen wie Software, Fahrassistenzsystemen und künstlicher Intelligenz im Cockpit. Der ruinöse Preiswettbewerb zahlreicher Automarken in China trifft auch die deutsche Automobilindustrie. Der Markt in China zeigt heute nicht mehr die Dynamik vergangener Jahre und lässt sich als Konsolidierung bezeichnen. Für die deutschen Hersteller wird das Jahr erneut herausfordernd sein. Ein echtes Comeback ist erst ab 2027 zu erwarten, wenn die neuesten Modelle bei den Kunden hoffentlich erfolgreich etabliert sind.
Zum Chart
Der Kursverlauf der BMW-Aktie erreichte am vergangenen Freitag mit einem Rückgang auf 79,34 Euro eine bedeutende Marke. Kurzfristig wurde damit die Unterstützung bei 85,80 Euro sowie die 200-Tage-Linie unterschritten. Fällt der Aktienkurs nachhaltig unter diesen Bereich, öffnet sich der Weg zur nächsten Unterstützung bei 71,38 Euro. Längerfristig betrachtet hatte der Kurs am 5. November 2025, dem Tag der Veröffentlichung der Quartalszahlen, die 200-Tage-Linie überschritten. Dies deutete auf die Ausbildung eines langfristigen Aufwärtstrends hin, der aktuell infrage gestellt wird. Ohne Berücksichtigung der ökonomischen Rahmenbedingungen ist die Aussagekraft der 200-Tage-Linie jedoch begrenzt. Die ökonomische Bewertung lässt vielmehr den Schluss zu, dass der Aktienkurs bisher erstaunlich stabil verlief und eine Konsolidierung nicht unwahrscheinlich ist. Sollten dennoch die Bullen die Oberhand gewinnen, ist spätestens am Widerstand bei 91,72 Euro mit verstärktem Verkaufsdruck zu rechnen. Diese Einschätzung basiert auf der Abhängigkeit von BMW, seine Produkte weltweit erfolgreich zu verkaufen, um sinkende Gewinne und Dividenden zu vermeiden. Das US-Zollregime sowie der Marktanteilsrückgang in China sprechen eher für eine Zunahme der Volatilität. Dennoch prognostiziert der Konsens für die Jahre 2027 und 2028 steigende Gewinne beim Autobauer. Aus heutiger Sicht könnten in diesen Schätzungen jedoch strukturelle Einschnitte unzureichend berücksichtigt sein.
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BMW AG (Tageschart in Euro) |
Tendenz:
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Wichtige Chartmarken |
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Widerstände: |
85,80 // 91,72 Euro |
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Unterstützungen: |
78,38 // 71,38 Euro |
Fazit
Chinas Automarkt konsolidiert. Hier hält man für das Jahr 2027 eine Rückkehr zu besseren Geschäftsergebnissen für möglich. Ob dieser Wunsch in Erfüllung geht, sei dahingestellt.
Mit einem Open End Turbo Short (WKN JK6YSB) könnten risikofreudige Anleger, die einen fallenden Kurs der Aktie der BMW AG in den nächsten Wochen erwarten, überproportional von einem Hebel in Höhe von 3,76 profitieren. Das Ziel sei bei 70,38 Euro angenommen (3,02 Euro beim Derivat). Der Abstand zur Knock-Out-Barriere beträgt 27 Prozent. Der Einstieg in diese spekulative Position bietet sich dabei stets unter der Beachtung eines risikobegrenzenden Stoppkurses an.
Dieser könnte beim Basiswert bei 86,66 Euro platziert werden. Im Open End Turbo Short ergibt sich daraus ein Stoppkurs von 1,39 Euro. Für diese spekulative Idee beträgt das Chance-Risiko-Verhältnis dann 1,2 zu 1.
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Strategie für fallende Kurse |
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WKN: |
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Typ: |
Open End Turbo Short |
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akt. Kurs: |
2,08 – 2,12 Euro |
Emittent: |
JP Morgan |
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Basispreis: |
100,84 Euro |
Basiswert: |
BMW AG |
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KO-Schwelle: |
100,84 Euro |
akt. Kurs Basiswert: |
79,34 Euro |
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Laufzeit: |
Open End |
Kursziel: |
3,02 |
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Hebel: |
3,76 |
Kurschance: |
+ 42 Prozent |
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Interessenkonflikt
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