DAX - alles bleibt möglich
31.07.24 09:22
Feingold-Research
Der Deutsche Aktienindex bleibt in diesen Tagen unberechenbar. Vom berühmten Tritt auf der Stelle über eine Schaukelbörse bis hin zu einem dynamischen Ausbruch nach oben oder unten ist alles möglich. Impulspotenzial ist durch die vielen Zahlen in den kommenden Tagen und die Fed-Sitzung morgen Abend durchaus gegeben. Bis dahin dürfte es sich der Index in seiner breiten Range zwischen 18.200 und 18.600 Punkten bequem machen. Erst wenn eine der beiden Kanten angelaufen wird, sollte wieder Bewegung in den Markt kommen.
Wir stellen den Marktkommentar von Jürgen Molnar, Kapitalmarktstratege bei Robomarkets, vor.
Klänge es nicht abgedroschen, könnte man meinen, noch nie war der Wortlaut in der Pressekonferenz von Fed-Chef Jerome Powell so wichtig wie auf der morgigen Sitzung. Es sind nicht die Taten, die morgen zählen, sondern einzig und allein die Worte. Alles, was den September als möglichen Termin für die Zinswende in den USA in Frage stellt, dürfte einen Sturm an der Wall Street und damit auch im DAX am Donnerstag auslösen.
Bis dahin konzentrieren sich die Anleger auf einige Zahlen aus den DAX-Unternehmen, darunter Heidelberg Materials und Covestro. Beide dürften allerdings keine große Euphorie bei den Anlegern auslösen, so viel steht fest. Der Baustoffhersteller aus Heidelberg liefert solide Zahlen ab, steigert den Gewinn, während der Umsatz leicht zurückging. In der Aktie aber scheint bei 100 Euro der Deckel drauf, da dürfte wohl nur eine konjunkturelle Belebung auf sämtlichen Absatzmärkten von Heidelberg Materials für die notwendige Dynamik und den Sprung darüber sorgen. Bis dahin droht zunächst eine erneute Konsolidierung in den Bereich um 90 Euro.
Bei Covestro hingegen überlagern die weiter ausbleibenden Nachrichten in Sachen Übernahme durch den Ölkonzern Adnoc die Bilanzvorlage. Der Kurs ist schon lange nicht mehr durch die Geschäftsentwicklung des Kunststoffkonzerns getrieben. Stattdessen warten die Anleger auf das Ergebnis der inzwischen offiziellen Gespräche über das zuletzt auf 62 Euro pro Aktie erhöhte Übernahmeangebot. Ein Sparprogramm soll die Braut bis dahin möglichweise noch hübscher für den potenziellen Käufer aus Abu Dhabi machen.
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