DAX bleibt angeschlagen
07.08.23 11:33
Feingold-Research
Der deutsche Konjunkturmotor läuft weiter nicht rund. Dies bestätigen einmal mehr die Zahlen zur Industrieproduktion, die heute Morgen veröffentlicht wurden. Vor allem die Autobranche als Schlüsselindustrie hierzulande und die Baubranche sind mit Rückgängen zwischen drei und sechs Prozent im Jahresvergleich weit von einer Erholung entfernt. Insgesamt lag das Minus im Juni bei 1,7 Prozent. Mit Einkaufsmanagerindizes weit unter der Expansionsschwelle von 50 Punkten komplettiert sich somit das Bild einer Volkswirtschaft, die in der zweiten Jahreshälfte nicht um eine echte Rezession herumkommen wird, nachdem diese das Wort „technisch“ schon seit dem Jahreswechsel trägt.
Wir stellen den Marktkommentar von Jürgen Molnar, Kapitalmarktstratege bei Robomarkets, vor.
Zwar ist der Deutsche Aktienindex in der vergangenen Woche vielleicht auch wegen der mauen konjunkturellen Aussichten abgetaucht, notiert aber immer noch auf einem Niveau, was so gar nicht zur düsteren Realität passt. Vier Prozent unter Allzeithoch, da ist in den kommenden Tagen und Wochen noch viel Luft nach unten. Die 15.800er Marke kristallisiert sich in diesen Tagen als Widerstand heraus, an der der Markt schon einige Male erfolgreich abgeprallt ist. Spätestens am Großkampftag in der DAX-Berichtssaison am Donnerstag in Kombination mit den aktuellen Daten zur Inflation in den USA könnte sich die weitere Richtung für den Sommer an der Frankfurter Börse entscheiden. Auch wenn das Wetter draußen dann wieder besser werden sollte, an der Börse könnte es ein verregneter Sommer bleiben.
Wind gibt es in diesen Tag zwar auch genug, aber nur leider bläst er dem eigentlichen Profiteur dieser Wetterlage weiterhin deutlich ins Gesicht. Die Verluste bei der spanischen Tochter Gamesa brocken Siemens Energy allein in diesem Jahr einen Verlust von fast fünf Milliarden Euro ein. Erst einmal müssen die Schäden an den bestehenden Windkraftanlagen beseitigt werden, bevor neue Aufträge vielleicht wieder für Fantasie im Geschäft und auch für den Aktienkurs sorgen. Ein Ende der Flaute und eine mögliche Rückkehr in die schwarzen Zahlen dürfte für Siemens Energy noch länger auf sich warten lassen, bis dahin bleibt das Vertrauen der Anleger in die Aktie erst einmal zerstört.
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