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Do, 23. April 2026, 2:39 Uhr

DAX

WKN: 846900 / ISIN: DE0008469008

Im DAX droht ein Fehlausbruch


13.05.25 13:33
Feingold-Research

Weiterhin wirbelt Trumps Zollpolitik die Börsen durcheinander, die Anleger bleiben in einem Wechselbad der Gefühle. Sah es zur gestrigen Handelseröffnung im DAX noch so aus, als würde die Rally in Frankfurt jetzt nahtlos weitergehen, folgte im Tagesverlauf die kalte Dusche und der Abverkauf um rund 600 Punkte. Rutscht der DAX jetzt wieder unter das Niveau des ehemaligen Allzeithochs von 23.475 Punkten, kann man von einem klassischen Fehlausbruch sprechen. Darüber ist alles noch in bester Ordnung.


Wir stellen den Marktkommentar von Jürgen Molnar, Kapitalmarktstratege bei Robomarkets, vor.


Der eindeutige Gewinner heißt nun wieder Amerika, die Strategie von US-Präsident Trump scheint aufzugehen. Erst deutliche Drohungen aussprechen und dann den entsprechend großen Verhandlungsspielraum nutzen, um am Ende doch noch mit ein paar Prozent Zoll als Sieger vom Platz zu gehen. Die Frage allerdings bleibt, wann das Pendel im Weißen Haus wieder auf Angriff umschwenkt und wie das Zuckerbrot-und-Peitsche-Spiel weitergeht. Es ist nur schwer vorstellbar, dass das Zolltheater in diesem Stil jetzt mehr und mehr und bald auch vollständig von der Agenda verschwindet. Trump bleibt unberechenbar und damit ein weiterhin einzukalkulierender Risikofaktor für die Investoren.


Die Inflationsdaten aus den USA dürften heute Nachmittag den nächsten Impuls nicht nur für den Aktienmarkt liefern. Auch die Notenbank wird die Auswirkungen der Zölle auf die Inflation genau beobachten. Die April-Zahlen dürften allerdings erst einen Teil der Umsetzung bestimmter Zölle widerspiegeln. Aufgrund von Verzögerungen in der Lieferkette und bei den Lagerbeständen kann es noch einige Wochen dauern, bis sich die Zölle auf die Verbraucherpreise auswirken. Der Markt erwartet sowohl in der Gesamt- als auch in der wichtigeren Kernrate konstante Steigerungsraten von 2,4 bzw. 2,8 Prozent im Jahresvergleich, was weiterhin über dem Zwei-Prozent-Ziel der Notenbank liegt.




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