Im DAX droht ein langfristiges Doppeltop
04.05.23 10:35
Feingold-Research
Fed-Chef Powell lässt sich in Sachen Zinsen alle Türen offen, nur die in Richtung Senkungen bereits in der zweiten Jahreshälfte dürfte sich nach der gestrigen Pressekonferenz weiter geschlossen haben. Zwar ist jetzt eine Pause wahrscheinlich, aber ein Ende des Zinserhöhungszyklus wollte Powell gestern noch nicht verkünden. Dies in Kombination mit einem Leitzinssatz über fünf Prozent in den USA und einem Ölpreis, der ganz klar das Rezessionsszenario spielt, dürfte den Aktienmärkten das Leben im saisonal schwachen Börsenmonat Mai sehr schwer machen.
Wir stellen den Marktkommentar von Jürgen Molnar, Kapitalmarktstratege bei Robomarkets, vor.
Im Deutschen Aktienindex, der am Dienstag die 16.000er Marke zumindest für ein paar Minuten übersprang, droht zusammen mit dem Allzeithoch um den Jahreswechsel 2021/22 herum ein aus technischer Sicht gefährliches Doppeltop. Sollte der Markt nicht zeitnah wieder die runde Marke erreichen, könnte sich vom aktuellen Niveau eine nachhaltige Abwärtsbewegung in Gang setzen, die den DAX durchaus in Richtung 200-Tage-Linie bei knapp über 14.000 Zählern führen könnte.
Hier dürfte auch die Europäische Zentralbank ein Wort mitreden, die ihre Zinssatzentscheidung heute Nachmittag bekanntgeben wird. Auch hier wäre alles andere als eine weitere Erhöhung um 25 Basispunkte eine Überraschung, Enttäuschungspotenzial besteht allerdings eher auf der Unterseite, was den Aktienmarkt angeht, sollte Christine Lagarde noch einmal den großen Schritt wagen.
Alles in allem ist die Börsenwelt in den kommenden Wochen und Monaten nicht die attraktivste, um auf dem aktuellen Niveau noch bei Aktien zuzugreifen. Zumal der Ölpreis ganz klar das widerspiegelt, was vor der Wirtschaft liegt – eine Rezession, mit all ihren Folgen für Unternehmensgewinne und damit Aktienbewertungen.
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