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Fr, 24. April 2026, 9:41 Uhr

ASML Holding NV

WKN: A1J4U4 / ISIN: NL0010273215

ASML: 3,3 Prozent Minus nach TSMC-Verzögerung


23.04.26 22:08
Börse Global

ASML: 3,3 Prozent Minus nach TSMC-Verzögerung

TSMCs größter Kunde bremst. Und das trifft ASML ausgerechnet bei seinem teuersten Produkt.


Taiwan Semiconductor will die neueste Generation der ASML-Lithografiemaschinen bis mindestens 2029 nicht für die Chipproduktion einsetzen. TSMCs stellvertretender Co-Betriebschef Kevin Zhang begründete das offen: Die sogenannten High-NA-EUV-Systeme seien „sehr, sehr teuer" — jede Einheit kostet über 350 Millionen Euro. Das Unternehmen setze stattdessen weiter auf die bewährte EUV-Technologie. Erst der A13-Chip, dessen Produktion 2029 anläuft, könnte den Einstieg markieren.


Die ASML-Aktie verlor daraufhin rund 3 Prozent. Aktuell notiert das Papier bei 1.235 Euro — trotz eines Jahresgewinns von gut 25 Prozent seit Januar.


Analysten bleiben gelassen

Wall Street zeigte sich wenig überrascht. Bernstein-Analysten wiesen darauf hin, dass TSMC bereits vor einem Jahr signalisiert hatte, High-NA-EUV nicht für seinen A14-Knoten zu nutzen. Der Basisfall sei ohnehin gewesen, dass die Technologie frühestens beim A10-Knoten im Jahr 2030 zum Einsatz kommt. Spekulationen über einen früheren Einsatz für einzelne Schichten im Jahr 2029 hätten nie eine solide Grundlage gehabt.

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Bemerkenswert: Bernstein wertet die Verzögerung nicht zwingend als Nachteil. Langsamere High-NA-Adoption könnte für ASML sogar neutral oder leicht positiv sein — weil das Unternehmen dann länger auf sein etabliertes EUV-Portfolio, Servicegeschäft und Nachfrage von Speicherchip-Herstellern setzen kann, während High-NA schrittweise hochfährt.


Intel geht den Gegenweg

Ein klarer Kontrast zeichnet sich ab. Intel bezeichnet sich selbst als „First Mover" bei High-NA-EUV und setzt die Technologie für seine nächsten Foundry-Knoten ein. TSMC hingegen vertraut auf Effizienzgewinne durch aktuelle EUV-Systeme und fortschrittliche Packaging-Technologien. Diese Divergenz zwischen den beiden größten Chipherstellern dürfte ASMLs Auftragsbuch für High-NA-Systeme auf Jahre hinaus prägen.


Kerngeschäft läuft stabil

Abseits der High-NA-Debatte liefert ASML solide Zahlen. Der Umsatz im ersten Quartal erreichte 8,8 Milliarden Euro bei einer Bruttomarge von 53 Prozent. Die Umsatzprognose für 2026 wurde auf 36 bis 40 Milliarden Euro angehoben — nach zuvor 34 bis 39 Milliarden Euro. Speicherchip-Kunden melden ausgebuchte Kapazitäten, die Nachfrage nach 2-Nanometer-Designs für KI-Anwendungen zieht an.

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Parallel läuft ein weiteres Risiko: Der US-amerikanische MATCH Act, der DUV-Exporte nach China einschränken würde, steht aktuell zur Debatte. JPMorgan schätzt, dass ein vollständiges DUV-Exportverbot den Gewinn je Aktie um bis zu 10 Prozent drücken könnte — China soll 2026 rund 20 Prozent des ASML-Umsatzes ausmachen. Ob andere große Foundries und Speicherhersteller dem TSMC-Beispiel folgen und ihre High-NA-Pläne ebenfalls strecken, wird die entscheidende Frage für ASMLs Auftragsvisibilität in den nächsten Quartalen sein.


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