Klarna Aktie: Prozessorientierte Zweifel
26.01.26 13:01
Börse Global
Die Klarna-Aktie gerät durch eine Welle von Sammelklagen und eine Analysten-Herabstufung zunehmend unter Druck. Seit vergangenen Freitag mehren sich Klagen, die dem digitalen Bankhaus vorwerfen, in seinen Börsengang-Unterlagen vom September 2025 wesentliche Risiken verschwiegen zu haben. Gleichzeitig stufte eine Analysefirma die Aktie von "Hold" auf "Sell" herab.
Sammelklagen werfen Schatten
Mehrere renommierte US-Kanzleien haben zwischen dem 22. und 24. Januar Sammelklagen gegen Klarna eingereicht. Der Vorwurf lautet einheitlich: Das Unternehmen habe in den Dokumenten für seinen Börsengang zu 40 US-Dollar pro Aktie die Kreditrisiken und notwendigen Rückstellungen für Kreditausfälle nicht angemessen offengelegt. Anleger, die Aktien im Zuge des IPOs erworben haben, können sich der Klage bis zum 20. Februar 2026 anschließen. Zum Zeitpunkt der ersten Klagen notierte die Aktie bereits bei nur noch 31,31 US-Dollar.
Analysten zeigen sich gespalten
Die rechtlichen Herausforderungen treffen auf eine gespaltene Analystenmeinung. Während das Konsensrating von 14 analysierenden Firmen weiterhin bei "Moderate Buy" mit einem Kursziel von durchschnittlich 46,64 US-Dollar liegt, gab es am 24. Januar eine deutliche Gegenstimme: Wall Street Zen stufte Klarna von "Hold" auf "Sell" herab.
Eine separate Bewertungsanalyse von Simply Wall St. kommt sogar zu dem Schluss, dass Klarna um etwa 81,1 % überbewertet sein könnte. Sie beziffert den inneren Wert der Aktie auf nur rund 15,29 US-Dollar – deutlich unter dem aktuellen Kurs von 27,70 US-Dollar (Stand 23. Januar). In den letzten 30 Tagen verlor die Aktie fast 9 % an Wert.
Wachstumsinitiativen laufen weiter
Trotz der Herausforderungen treibt Klarna seine Strategie voran, sich vom reinen "Buy Now, Pay Later"-Anbieter zu einer umfassenden Digitalbank zu entwickeln. Kürzlich kündigte das Unternehmen eine Partnerschaft mit dem US-Fintech OnePay an, um eine neue Finanzierungslösung nach dem Kauf zu lancieren. Zudem wurden in 13 europäischen Ländern sofortige Peer-to-Peer-Zahlungen eingeführt.
Die Aufmerksamkeit der Anleger richtet sich nun auf den am 24. Februar 2026 anstehenden Veröffentlichungstermin für die Quartalszahlen des vierten Quartals 2025. Dieser Bericht wird neue Einblicke in die finanzielle Solidität des Unternehmens vor dem Hintergrund der anhaltenden rechtlichen Auseinandersetzungen geben.
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