PayPal Aktie: Beben in der Chefetage
10.04.26 13:05
Börse Global
Der Zahlungsdienstleister PayPal kommt einfach nicht zur Ruhe. Ein überraschender Wechsel an der Unternehmensspitze und verfehlte Quartalsziele haben nicht nur einen massiven Kursrutsch ausgelöst, sondern rufen nun auch die Anwälte auf den Plan. Aktionäre werfen dem Management vor, über Jahre hinweg unrealistische Wachstumsprognosen verbreitet und Risiken im Kerngeschäft verschwiegen zu haben.
Klagen nach Kurssturz
Auslöser für die juristische Auseinandersetzung war der 3. Februar 2026. An diesem Tag verkündete das Unternehmen völlig unerwartet den Abgang von CEO Alex Chriss, der durch den bisherigen Verwaltungsratschef Enrique Lores ersetzt wurde. Zeitgleich präsentierte der Konzern enttäuschende Zahlen für das vierte Quartal 2025. Der Umsatz verfehlte mit 8,68 Milliarden US-Dollar die Markterwartungen, was die Papiere an einem einzigen Handelstag um über 20 Prozent einbrechen ließ.
Mehrere US-Kanzleien sammeln nun geschädigte Anleger für Sammelklagen. Der Vorwurf wiegt schwer: Die Führungsriege soll eine falsche Zuversicht bezüglich der Wachstumsziele für 2027 vermittelt haben, die laut den Klägern unter der damaligen Leitung schlichtweg unerreichbar waren. Bis zum 20. April haben Investoren Zeit, sich als Hauptkläger zu registrieren.
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Schwacher Ausblick belastet
Zwar verzeichnete der Konzern im Gesamtjahr 2025 ein solides Zahlungsvolumen von 1,79 Billionen US-Dollar und zählte 439 Millionen aktive Konten. Allerdings offenbarte der Bericht deutliche Schwächen im wichtigen "Branded Checkout"-Segment. Seit Jahresbeginn summiert sich der Kursverlust der Aktie mittlerweile auf über 21 Prozent.
Die Aussichten für das laufende Jahr trüben die Stimmung weiter. Das Management rechnet für 2026 mit leicht rückläufigen Transaktionsmargen und sinkenden Gewinnen pro Aktie. Steigende Ausgaben für Vertrieb und Marketing dürften die operative Marge zusätzlich unter Druck setzen. Angesichts dieser Gemengelage agiert die Analystengemeinde vorsichtig. Von 28 Experten rät die Mehrheit derzeit lediglich zum Halten der Papiere.
Die anstehende virtuelle Hauptversammlung am 19. Mai wird damit zu einem wichtigen Termin für die Neuausrichtung. Neben der formellen Bestätigung des neuen Führungsteams sollen die Aktionäre auch über einen neuen Aktienvergütungsplan abstimmen, der die Ausgabe von bis zu 39,1 Millionen neuen Anteilscheinen vorsieht. Bis dahin wird der Fokus des Marktes primär auf dem Fortgang der Sammelklagen liegen.
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