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Fr, 24. April 2026, 3:56 Uhr

Telecom Italia Rnc Eo0.55

WKN: 868146 / ISIN: IT0001127437

Telecom Italia neutral


25.09.02 16:07
Helaba Trust

Die Analysten von Helaba Trust bewerten die Telecom Italia-Aktie (WKN 868146) mit "neutral".

Der 1997 privatisierte Ex-Monopolist betätige sich als Generalanbieter von Telekommunikationsdienstleistungen. Die Mobilfunktochter TIM verfüge derzeit über 24,2 Mio. Kunden in Italien (Juni 2002). Die Internet- und Gelbeseiten-Aktivitäten seien in der Seat Group gebündelt. Die ausländischen Aktivitäten sollten sich künftig auf die Wachstumsregion Lateinamerika richten. Die Beteiligungen in Spanien (Auna), Frankreich (Bouygues) sowie Mobilkom Austria seien bereits veräußert worden. Die Nettoverschuldung werde durch diese Transaktionen kontinuierlich zurückgeführt. Seit Mai 1999 befinde sich Telecom Italia im Mehrheitsbesitz der Olivetti/Pirelli-Gruppe.

Als Folge hoher Restrukturierungskosten für den Abbau von 6.000 Stellen (355 Mio. Euro) sowie außerordentlicher Goodwillabschreibungen auf 9Telecom (367 Mio. Euro) sei dagegen im zweiten Quartal nur ein geringer Ergebnisbeitrag von 49 Mio. Euro erwirtschaftet worden. Bei nahezu stagnierenden Erlösen (+1,7% gegenüber dem Vorjahr; 2. Quartal: +1,6% gegenüber dem Vorjahr) hätten die Italiener im 1. Halbjahr/02 das EBITDA dank eines erfolgreichen Kostenmanagements um +3,3% gegenüber dem Vorjahr gesteigert (2. Quartal: +7,0% gegenüber dem Vorjahr).

Sowohl das Festnetzgeschäft 3,3% (2. Quartal: +6,7%) als auch die Mobilfunkaktivitäten 4,7% (2. Quartal: +5,7%) hätten im 2. Quartal an Dynamik gewonnen. Das Konzernergebnis habe im 1. Halbjahr mit 770 Mio. Euro deutlich über dem Vorjahreswert gelegen (+59,4%). Positiv habe sich die auf 21,1 Mrd. Euro reduzierte Nettoverschuldung ausgewirkt (Finanzergebnis 1. Halbjahr: -1.291 Mio. Euro; 1. Halbjahr 2001: -1.437 Mio. Euro). Im ersten Quartal hätten insbesondere Buchgewinne, unter anderem aus den Verkäufen von Bouygues Telecom und Mobilkom Austria das Ergebnis getrieben (Ergebnis 1. Quartal: 721 Mio. Euro).

Die Kostensenkungsmaßnahmen dürften weiter fortgeführt werden. Bereits im 1. Halbjahr/02 habe TI 1 Mrd. Euro des bis 2003 anvisierten Einsparvolumens von 2 Mrd. Euro erreicht. Für 2002 erwarte man eine Steigerungsrate beim EBITDA von 2,9%. Vor dem Hintergrund bereits getätigter Desinvestments sei im dritten Quartal mit weiteren Buchgewinnen im Volumen von rund 1,2 Mrd. Euro zu rechnen (Auna: 1.14 Mrd. Euro; Telemaco: 64 Mio. Euro). Die Verkäufe wirkten sich zudem positiv auf Nettoverschuldung und Free Cash flow aus.

In Verbindung mit deutlichen Investitionskürzungen sollte die Nettoverschuldung am Jahresende auf 18 Mrd. Euro (Vorjahr: 21,7 Mrd. Euro) zurückgeführt werden. Damit stiegen die Aussichten auf eine verbesserte Bonitätseinstufung und sinkende Finanzierungskosten. Insbesondere die verhaltenen Wachstumsperspektiven (EBITDA CAGR 02-04e: 5,0- 5,5%) ließen auf dem gegenwärtigen Bewertungsniveau (EV/EBITDA 2003e: 4,5; KGV: 20,3) nur eine durchschnittliche Kurentwicklung zu. Darüber hinaus stehe eine Verschmelzung mit der hochverschuldeten Olivetti auf der Agenda. Kursstützend wirke dagegen die hohe Dividendenrendite (4,2%).

Die neutrale Einschätzung des Telecom Italia-Titels behalten die Analysten von Helaba Trust dennoch bei.





 
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