Brent, WTI, DAX – Entspannung nach Ostern?
07.04.26 10:49
Feingold-Research
Am Ölmarkt überlagern sich zum Wochenauftakt zwei gegenläufige Kräfte: neue Hoffnungen auf eine Waffenruhe und eine weitere Eskalationsdrohung aus Washington. WTI fiel am Montag zeitweise um 1,5 Prozent auf rund 109 Dollar je Barrel, Brent gab leicht auf rund 108 Dollar nach, nachdem beide Sorten in der Vorwoche noch kräftig gestiegen waren. Auslöser der Entspannung sind laufende Bemühungen um einen Waffenstillstand im Iran-Krieg. Gleichzeitig verschärfte Donald Trump den Ton und drohte Iran auf Truth Social mit Angriffen auf Infrastruktur, falls es keine Einigung gibt und die Straße von Hormus nicht rasch wieder geöffnet wird. Reuters berichtete zudem, dass Teheran eine sofortige Wiederöffnung der Wasserstraße weiterhin ablehnt, obwohl beiden Seiten ein Friedensrahmen vorliegt.
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Damit bleibt der Rückgang beim Öl vorerst eher eine Atempause als ein Entwarnungssignal. Die eigentliche Marktfrage ist nicht nur, wann Hormus wieder aufgeht, sondern wie schnell die physischen Schäden in der Region überhaupt zu beheben sind. Die Internationale Energieagentur spricht von der größten Angebotsstörung in der Geschichte des globalen Ölmarkts; durch den Krieg ist der Verkehr durch die Straße von Hormus, über die normalerweise rund 20 Millionen Barrel pro Tag laufen, auf ein Rinnsal gefallen. Als Reaktion haben die IEA-Staaten bereits am 11. März die Freigabe von 400 Millionen Barrel aus strategischen Reserven beschlossen, die größte koordinierte Notfallmaßnahme ihrer Geschichte. Selbst diese Menge entspricht nur einem begrenzten Puffer gegen einen Ausfall dieser Größenordnung.
Im Frühjahr 2026 könnte sich für Ihr Portfolio die größte Chance der kommenden Jahre eröffnen. Der Hype um künstliche Intelligenz und die massiven Möglichkeiten am Kapitalmarkt sind durch den Krieg im Iran unterbrochen worden. Genau diese Unterbrechung und der deutliche Rücksetzer bei vielen Einzelaktien — etwa bei Amazon, Microsoft, Tesla, NVIDIA, Netflix, Spotify, Intel oder SAP, Mercedes, Allianz und Siemens in Deutschland — sorgen jedoch dafür, dass man das eigene Portfolio jetzt nicht nur für die kommenden Jahre vorbereiten, sondern intelligent neu aufstellen kann.
Gerade jetzt. Denn die besten Preise am Aktienmarkt entstehen meist dann, wenn es unruhig wird und wenn ängstliche oder weniger mutige Anleger Käufe scheuen. Genau in diesen Phasen sollte man sein Portfolio aufstocken, gegebenenfalls überarbeiten und für die kommenden Jahre ausrichten. Wir haben in unserem Börsenbrief 2020 während der Corona-Krise, 2022 im Ausverkauf der US-Technologieaktien, 2025 während der Zollkeule von Donald Trump und bereits in den Jahren vor 2020 insgesamt achtmal in Krisenphasen unter Beweis gestellt, dass die Portfolios unserer Abonnenten aus einer Krise deutlich besser herauskommen, als sie hineingegangen sind.
Dafür wenden wir drei besondere Kniffe an, die darüber entscheiden, ob ein Portfolio vorausläuft oder der Masse hinterherläuft. Die wichtigste Losung lautet, Angst und Panik ebenso wie Euphorie und Übertreibung für sich zu nutzen. Wir sind mit einer extrem hohen Cashquote in das Jahr 2026 gestartet und haben unseren Abonnenten mitgegeben, dass sich 2026 günstigere Einkaufszeitpunkte ergeben würden. Exakt so haben wir es bereits im Jahr 2025 gehalten.
Die günstigen Einkaufszeitpunkte gab es 2025 bis zum 7. April. Im Jahr 2026 ergeben sie sich seit März. Es geht dabei nicht darum, die Börsen hellzusehen oder zu suggerieren, man könne Kurse vorhersagen. Es geht darum, sein Handwerk zu beherrschen.
Dazu gehört die richtige Auswahl an Aktien, das richtige Setzen von Themen und als zweiter Kniff das Prinzip, nach dem Warren Buffett seit nunmehr 60 Jahren sein Unternehmen führt: Wert und Preis einer Sache auseinanderzuhalten und genau dann einzukaufen, wenn der Preis besonders attraktiv ist. Also nicht einem Hype hinterherzulaufen, sondern dann zuzugreifen, wenn schwache Hände starke Aktien abgeben. Für private Anleger ist das nicht einfach, weil man natürlich von Emotionen und Medien beeinflusst wird. Das geht uns nicht anders. Doch unsere Erfahrung aus den vergangenen 25 Jahren hilft uns, genau diese Effekte auszublenden und Angst wie Gier am Markt für unsere Abonnenten nutzbar zu machen — in Form von Käufen nach Kursrückgängen und in Form von Absicherung und hohen Cashquoten, wenn die Kurse gestiegen sind.
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