Ökonomen streiten über Verteilungsfrage
| eröffnet am: | 04.11.12 14:16 von: | permanent |
| neuester Beitrag: | 25.04.26 19:21 von: | bordguard |
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Wirtschaftswissenschaften : Ökonomen streiten über Verteilungsfrage 13:15 Uhr Ökonomen streiten über Verteilungsfrage
Die Einkommensungleichheit destabilisiert die Volkswirtschaften, sind
... (automatisch gekürzt) ...
http://www.handelsblatt.com/politik/international/...age/7328592.html
Zeitpunkt: 06.10.14 08:32
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Original-Link: http://www.handelsblatt.com/politik/...gsfrage/7328592.html
Alle hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei. Je später wir die Probleme angehen umso schlimmer wird es kommen. Die Zeit der politischen Geschenke geht eben zu Ende. Die Ausgaben müssen runter, die Einnahmen können nicht wesentlich gesteigert werden auch wenn unseren Stalinisten letzteres als die einzig denkbare Lösung halten.
Es gab mal Zeiten da gab es keine Pflegeversicherung. Man musste zusammen mit seinen nächsten Angehörigen die Lasten selber tragen. Bei Menschen die dazu nicht in der Lage waren sprang die Sozialhilfe ein. Man nannte die Pflegeversichung bei der Einführung deshalb richtigerweise Erbschaftschutzversicherung. Müssen wir potentielle Erbschaften weiter mit einer Pflichtversicherung schützen? Es war früher nicht alles falsch und manche Neuerung funktioniert nur bei schönem Wetter.
Deine Einnahmen bestehen aus den Ausgaben anderer, deine Ausgaben erzeugen umgekehrt die Einnahmen anderer. Ausgaben zu begrenzen bedeutet daher Einnahmen zu begrenzen. Auch wer sparen will benötigt einen anderen der sich äquivalent verschuldet. Mathe will es so.
Will man trotz Senkung von Ausgaben und Einnahmen die Gesamtersparnis steigern, muss man im Ausland welche finden die den Karren aus dem Dreck ziehen, sprich kompensatorisch entsparen und dafür die eigenen Leistungen resp Produkte nachfragen. Deutschlands Königsweg, der nicht nur immer zweifelhaftere Abhängigkeiten gestiftet hat, sondern dem mittlerweile die Partner abhanden gekommen sind. Die Antwort auf diese 'Zeitenwende' wäre den brachliegenden Binnenmarkt zu boosten anstatt immer radikaler der Vergangenheit nachzulaufen.
Es kann also nicht egal sein wie und für was wir das Geld ausgeben. Oder will man etwa eine Planwirtschaft angehen um diesen Unsinn zu korrigieren? Viel Spaß bei DDR 2.0. Auch dort war Mathe immer Mathe und wie es geendet hat sollte bekannt sein.
Besonders Lustig empfinde ich es, dass gerade bei der politischen Linken und Grünen der Drang zur höheren Erbschaftssteuer besonders groß ist, sie sich aber gleichzeitig für die Erbschaftschutzversicherung (Pflegeversicherung). einsetzen. Ist aber typisch. Gleichzeitig auf Gaspedal und auf die Bremse und staunen dass es nicht weiter geht sondern nur Rauch und Abgase durch die Landschaft wabern.
Über Qualitäten und Unterschiede kann man sinnvoll dann nachdenken, wenn und solange man sich in der Gleichung 'Ausgaben = Einnahmen' bewegt. Macht aber keiner. Man kürzt im saldo die Ausgaben in der Volkswirtschaft und erwartet eine äquivalente Ersparnis. Die kann sich aber laut Mathe nur dann einstellen, wenn einer im Ausland seine Ausgaben äquivalent steigert und damit hier Waren und Dienstleistungen nachfragt. Diese Tatsache musste man nicht zur Kenntnis nehmen weil es auf die Weise Jahrzehnte gut ging. Relativ gut, denn dieser Erfolg auf der Kapitalseite musste mit immer grösseren Investitionsbrachen in der Realität bezahlt werden.
Das ist vorbei und jetzt gilt, wenn der Staat bei uns Ausgaben kürzt kann Ersparnis nur entstehen wenn Private entsparen. Die machen aber, nervös geworden und um ihren Lebensplan zitternd, das glatte Gegenteil und versuchen ihrerseits zu sparen. Für alle Sektoren sinken deshalb die Einnahmen und die Gesamtersparnis wird negativ, während sich an den Investitionsbrachen weiterhin nichts ändert.
Ein Staat, der mitten in Deglobalisierung und Deindustrialisierung seine Ausgaben kürzen will, agiert eben als Rezessionsbeschleuniger und provoziert damit das was er vermeiden wollte, nämlich am Ende eine exzessive Neuverschuldung der öffentlichen Hand. Wer darüber nicht reden will, der sollte auch zur relativen Sinnhaftigkeit einzelner Ausgaben besser schweigen.
"Das Silicon Valley hat seine Orientierung verloren." So beginnt das erste Kapitel des Buchs "The Technological Republic", in dem Alex Karp seine Weltsicht ausbreitet. Karp ist nicht irgendwer: Der Milliardär steht auf der aktuellen "Time 100", also der vom Time Magazine kuratierten Liste der 100 einflussreichsten Personen. Denn er ist CEO des auf Datenanalyse spezialisierten Softwareunternehmens Palantir Technologies.
Palantir hat über seinen offiziellen Unternehmens-Account auf X am Wochenende eine Zusammenfassung von Karps Buch in 22 Thesen gepostet. Der Post liest sich wie ein politisches Manifest des Unternehmens - und hat bei Tech- und Politik-Interessierten für viel Gesprächsstoff gesorgt.
Was steht in dem Manifest?
Palantir positioniert sich mit den Thesen als entschlossener Akteur an der Schnittstelle zwischen Technologie und Sicherheitspolitik. Grob lassen sich die Thesen in verschiedene Bereiche einteilen:
- Geo- und Sicherheitspolitik: "Das Atomzeitalter neigt sich dem Ende", heißt es etwa - Abschreckung werde künftig nicht mehr durch Nuklearwaffen herbeigeführt, sondern durch KI-Systeme. Und noch deutlicher: "Die Frage ist nicht, ob KI-Waffen gebaut werden, sondern wer sie baut und zu welchem Zweck." ...
Künstliche Intelligenz sei die neue Atomwaffe.
Passend dazu will Merz die Massenüberwachung durch Speicherung aller IP-Adressen einführen
Es wird also spannend bleiben...
z.B.
Staatsausgaben : Waffenkauf in USA = keine Kaufkraftsteigerung bei der Bevölkerung
" : Investition im Straßenbau = geringe Kaufkraftsteigerung
" : billiges Benzin = große Kaufkraftsteigerung
Also doch Qualitätsunterschied
