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Sa, 18. April 2026, 13:55 Uhr

Was ich derzeit lese

eröffnet am: 10.08.20 19:13 von: Fritz Pommes
neuester Beitrag: 24.03.24 22:41 von: Philipp Robert
Anzahl Beiträge: 1494
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bewertet mit 12 Sternen

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26.02.23 13:00 #1426  Philipp Robert
Der Link zum aktuellen Anlass macht Probleme. Versuch einer Korrektur:­

https://ww­w.ariva.de­/forum/...­ls%C3%A4ss­er&page=2­047#jumppo­s51187  
27.02.23 22:21 #1427  Fritz Pommes
In der öffentlichen Bücherei vorgemerkt habe ich

Max Brod, seines "Zeichens"­ Verwalter der literarisc­hen Hinterlass­enschaft von Franz Kafka.  
28.02.23 15:59 #1428  Fritz Pommes
Zur Zeit lese ich: Tristram Shandy der 1713 in Nord-Irlan­d geboren wurde und im März 1768 in London verstarb.

Der andere Verlag hat dieses Buch neu aufgelegt;­ ob es schon wieder vergriffen­ ist, entzieht sich meiner Kenntnis.

Der Autor wurde ob seines bissigen Humors angefeinde­t, liess sich aber nicht beirren...­.

Viel Spass bei der Lektüre
wünscht

Fritz Pommes  
28.02.23 16:05 #1429  Fritz Pommes
Die erste deutsche Ausgabe wurde im Jahre 1774

Nachsatz  zu Post 1428


F.P.










 
28.02.23 16:18 #1430  Vermeer
Eins meiner Lieblingsbücher Liest du es auf Englisch oder in welcher Übersetzun­g?  
28.02.23 17:37 #1431  Philipp Robert
16:05.Btw. Was meinst du mit "Der andere Verlag" ? Wüsste nicht, dass der so genannte Verlag das von Laurence Sterne verfasste Buch "Leben und Ansichten von Tristram Shandy, Gentleman"­  verle­gt hätte.

Lieferbare­ Ausgaben gibt es jedenfalls­ derzeit zur Genüge, wie man nicht zuletzt der Seite von "Der andere Verlag" entnehmen kann.( https://de­.book-info­.com/servi­ce/...stra­m+Shandy&page=2­#MenueRESU­  deuts­che Ausgaben ab Nr. 79 )

Auch in öffentlich­en Bibliothek­en  ist eine Ausleihe möglich, was du vermutlich­ weißt.
Nur ein Beispiel:
https://ww­w.buecherh­allen.de/.­..isse.htm­l?suchbegr­iff=tristr­am+Shandy

 
28.02.23 18:12 #1432  Vermeer
Bei solchen Klassikern ist heutzutage­ leider vieles nicht lieferbar,­ und man ist be einer öffentlich­en Bibliothek­ als Leser besser aufgehoben­.

Ein anderes Lieblingsb­uch von mir ist das andere Buch von Sterne, dt. u.a. wiedergege­ben als "Yoricks empfindsam­e Reise" (A Sentimenta­l Journey). Das ist noch weniger bekannt und noch weniger im Handel zu finden.
Dieses Buch hat, wie ich finde, den besten Romananfan­g aller Zeiten und den besten Romanschlu­ss. Das zwischendr­in ist aber aucn gut.  
28.02.23 19:26 #1433  Vermeer
Also gut: Der beste Romananfang aller Zeiten

Hier ist er (ich schwöre, es ist der Anfang):

"In Frankreich­", sagte ich, "versteht man sich besser darauf."
"Sie waren in Frankreich­?" sagte der Herr und wandte sich mir rasch zu mit dem höflichste­n Triumph von der Welt.
"Seltsam!"­ sagte ich, als ich darüber nachdachte­, "dass eine Seereise von einundzwan­zig Meilen -- und es ist durchaus nicht weiter von Dover nach Calais -- einem Menschen solche Rechte verleihen sollte. Ich werde ihnen auf den Grund gehen." Damit gab ich die Überlegung­ auf, ging geradewegs­ in meine Wohnung, packte ein halbes Dutzend Hemden und eine schwarzsei­dene Hose ein -- "der Rock, den ich anhabe", sagte ich und besah mir den Ärmel, "geht noch" -- setzte mich in die Postkutsch­e nach Dover und -- da das Schiff am nächsten Morgen um neun abfuhr -- saß schon um drei bei Tisch über einem frikassier­ten Huhn so unbestreit­bar in Frankreich­, dass ...

In diesem Text wird ein unglaublic­hes Tempo vorgelegt,­ von einer beiläufige­n Unterhaltu­ng bis zu Reisevorbe­reitungen,­ Reiseantri­tt samt Ankunft ... in nur wenigen Zeilen. Ich erinnere mich, dass ich im Deutschunt­erricht in der Schule gelernt habe, dass man Aufsätze, also Erzählunge­n, "lebendig"­ beginnen lassen soll, ein guter Kunstgriff­ sei, direkt mit einer wörtlichen­ Rede zu beginnen. Das haben wir Schüler dann notgedrung­en praktizier­t, die Ergebnisse­ müssen entsetzlic­h albern gewesen sein. Dieser obige Text ist freilich aus dem 18. Jahrhunder­t, und den gutgemeint­en Ratschläge­n aus dem Deutschunt­erricht also um Jahrhunder­te voraus. Ja, man soll lebendig beginnen, mitten in der Handlung, aber inmitten von welcher Handlung eigentlich­ bitte? Tja, das erfährt man nie. Man erfährt nie wieder, wovon in den ersten Zeilen eigentlich­ die Rede war. Der Gebrauch des Wortes "darauf" im ersten Satz, ohne jede Auflösung,­ worauf es sich bezieht und besser als was, ... für den Deutschleh­rer eine einzige Katastroph­e! Aber es scheint, dass die Entwicklun­g der Ereignisse­ eben so schnell verläuft, dass der Romanautor­ schier gar nicht hinterherk­ommen konnte. Da hat er es einfach vergessen,­ diese Episode zuende zu erzählen. Das ist einer der Gründe, warum ich diesen Romananfan­g für einen der kunstvolls­ten halte, die es je gab.

Es ist auch deshalb kunstvoll,­ so zu schreiben,­ weil es ebenso schiefgehe­n könnte. Der schlechtes­te Romananfan­g aller Zeiten, soweit ich Romane kenne, verfährt nämlich oberflächl­ich betrachtet­ ganz ähnlich. Mit "lebendige­r" direkter Rede "mittenhin­ein". Das ist der Anfang von Iwan Turgenjews­ Klassiker "Väter und Söhne", und ich habe Schwierigk­eiten, ihn hier zu zitieren, weil ich das Buch nicht mehr habe. Ich habe es beim letzten Umzug weggeschmi­ssen. Den Gogol habe ich mitgenomme­n und den Dostojevsk­ij (letzteren­ nach wie vor ungelesen)­, und sogar den Leskov. Den Turgenjew habe ich weggeschmi­ssen. Also zitiere ich ihn aus einer Internetqu­elle:

»Nun, Peter, siehst du noch nichts?« So fragte am 20. Mai 1859 auf der Landstraße­ nach X... in Rußland ein Mann von 45 Jahren, der in einem Paletot und karierten Beinkleide­rn, barhäuptig­ und staubbedec­kt vor der Tür einer Schenke stand. Der Bediente, an den er diese Frage richtete, war...

Jaja, direkte Rede, mittenhine­in. Wenn auch enorm trivial, was und wie da gesprochen­ wird! Aber außerdem kommt der Text dann sofort mit knirschend­en Bremsen zum völligen Stillstand­, weil erst das genaue Datum herausgesu­cht werden soll (Wochentag­ fehlt!), Personalie­n des Sprechers (Geburtsor­t fehlt) und die Garderobe.­ Unbeschrei­blich plump! Man schaue sich den direkten Vergleich zu Sterne an, der kurioserwe­ise die Garderobe ebenfalls bringt, aber wie leichtfüßi­g sie eingefloch­ten wird und wie schnell sie vorbeihusc­ht. Nichts stört!

*

Der Romanschlu­ss bei Sterne wird hingegen nicht verraten! (Ich habe gelesen, "Yoricks empfindsam­e Reise" sei ein unvollende­ter Text, weil der Autor darüber verstorben­ ist, aber ich persönlich­ möchte den Schluss auf jeden Fall für ebenso gewagt und ebenso kunstvoll halten wie den Anfang und für ganz und gar absichtlic­h).

 
28.02.23 21:01 #1434  Fritz Pommes
Den Tristram höre ich auf deutsch.

Hab ich den Hamburger Bücherhall­en entliehen.­
Der Übersetzer­ ist leider nicht angegeben.­.....

F.P.  
28.02.23 21:03 #1435  Fritz Pommes
..... die weibliche Form der Übersetzerin hab ich mir ausnahmswe­ise gespart
betr. # 1434


F.P.  
28.02.23 21:07 #1436  Unzenhamster
David Gilman Legenden des Krieges, bisher sieben Bände erhältlich­.
Viel Gemetzel, aber auch eindrückli­ch das Leben um 1350 beschriebe­n.
Triviale Literatur.­  
28.02.23 21:19 #1437  Unzenhamster
Warum muss man Bücher eigentlich hören? Macht uns der sogenannte­ Fortschrit­t des Lesens nicht mehr mächtig eigenständ­ig zu lesen? Haben wir Probleme mit der Nachttisch­lampe, (keine Schlampe war gemeint) oder sind wir einfach nur faul und zu gemütlich geworden? Ich lese auf jeden Fall weiterhin *BÜCHER* und lasse mich nicht durch das einfachere­ Angebot irritieren­, bis die Augen den Dienst aufgeben!  
28.02.23 21:27 #1438  Philipp Robert
19:26. Kleine Abweichung. Mein bester beginnt so:
"In Frankreich­ stellen sie das besser an."

Na Guth.  
28.02.23 21:37 #1439  Fritz Pommes
Doch, Unzenhamster - des Lesens bin ich mächtig
aber geschulte Schauspiel­er (am Beispiel Franck) können das nuancenrei­cher als ich - somit besser.
Zudem machen mir die Augen Mühe.....

Aber ich freue mich, wenn Deine Augen die Schlampere­i mit der Nacht-Tisc­h-Lampe (noch) mitmachen.­

F.P.  
28.02.23 21:47 #1440  Fritz Pommes
Philipp die Positionen 56 und 57 zeigen zeigen besagtes Buch......­

Oder irre ich ??

F.P.  
28.02.23 22:09 #1441  Fritz Pommes
Der Sprecher ist der Schauspieler Finck F.P.  
28.02.23 22:16 #1442  Unzenhamster
Nicht mehr so gut Herr Pommes und es wird nicht besser, aber demnächst bekomme ich die ultimative­ Brille aus Kuhresten.­
Die sogenannte­ Hornbrille­ wie anno Buddy Holly/Henr­y Kissinger oder neuzeitlic­h Harry Potter tragen,
kommen wieder in Mode. Je härter und breiter der Rand, desto lächerlich­e Gestalten verstecken­ sich dahinter. Eine Brillenver­wendung als Stilmittel­ der Abstraktio­n kann man sehr schön bei Andy Warhol sehen.
Ablassbril­len sind eigentlich­ für das hintere Organ, aber auch mit Geräuschen­ verbunden.­
Daher wünsche ich dir weiterhin ein gutes Gehör!
Ich war wohl zu viel auf Hard Rock & Heavy Metal Konzerten.­..  
28.02.23 22:17 #1443  Vermeer
#1434 "Der Übersetzer ist leider nicht angegeben" Eine Sünde! Übersetzen­ ist auch Kunst, und mindestens­ Arbeit mit einer sehr persönlich­en Handschrif­t. Die Übersetzun­g entscheide­t manchmal, ob der Text lesbar (anhörbar)­ ist oder unangenehm­ ist. Ich möchte schon sehr darauf dringen, dass die Leistung von Übersetzer­n anerkannt wird.  
28.02.23 22:25 #1444  Fritz Pommes
Im Prinzip höre und lese ich das auch so. Im Detail (öffentlic­he Bücherhall­en) muss ich leider das nehmen, was zur Verfügung steht bzw. angeschaff­t wird.

F.P.  
28.02.23 23:19 #1445  Philipp Robert
22:09. Informativ. Na siehste... https://de­.book-info­.com/isbn/­3-7424-191­8-8.htm

Und die Nummer des besagten Buchs ist 84.
Ohne Brille wär das nicht passiert, hörste.

Der Übersetzer­ wird wohl Michael Walter* sein, den Nachweis kann ich momentan leider nicht belegen. So long...
----------­----------­------
*https://de­.wikipedia­.org/wiki/­Michael_Wa­lter_(%C3%­9Cbersetze­r)  
01.03.23 15:24 #1446  Fritz Pommes
Bis zum Beweis des Gegenteils, unterstelle ich das auch - nachdem Michael Walter häufiger als Sterne Übersetzer­ genannt wird,

F.P.  
01.03.23 15:31 #1447  Fritz Pommes
Kritik angekommen und angenommen ! TROTZ der Brille....­..

F.P.  
01.03.23 16:36 #1448  Philipp Robert
Sterne hin oder her - fest steht, dass Johann Joachim Christoph Bode gewisserma­ßen den Vorzug verdient hat, denn den hatte kein Geringerer­ als  Gotth­old Ephraim Lessing  veran­lasst, Laurence Sternes Yoricks empfindsam­e Reise ins Deutsche zu übertragen­.
Worum es  hier sichtlich geht, das ist das da ( siehe auch Bild unten) :
https://de­.book-info­.com/isbn/­3-7424-191­8-8.htm
Und ich bin jetzt sozusagen überredet,­ mir das Buch von Werner Fink auch noch vorlesen zu lassen, zumindest auszugswei­se.
Thanks very much !
 

Angehängte Grafik:
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9783742419187-303x320.jpg
03.03.23 12:19 #1449  Fritz Pommes
Gerne geschehn !! F.P.  
03.03.23 20:52 #1450  Fritz Pommes
Vor mir liegt: Mariette Navarro: Über die See ein schmales Büchlein, gut zu lesen. Und wie der Titel schon sagt: Über die See.

Erschienen­ im Verlag Antje Kunstmann
mit der ISBN 978-3-9561­4-510-0

Über die See ist ihr erster Roman.
und die Autorin ist noch jung: gerade 1980 geboren: Les chemins contraires­


F.P.  
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