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Fr, 17. April 2026, 5:27 Uhr

PayPal Holdings Inc

WKN: A14R7U / ISIN: US70450Y1038

PayPal Aktie: Sammelklage droht


15.04.26 23:20
Börse Global

PayPal Aktie: Sammelklage droht

Ein überraschender Chefwechsel, verfehlte Gewinnziele und nun eine tickende juristische Uhr. PayPal steht vor einer massiven Bewährungsprobe. Bis zum 20. April können sich Investoren einer Sammelklage wegen mutmaßlichen Wertpapierbetrugs anschließen. Der Zahlungsdienstleister kämpft an mehreren Fronten um das Vertrauen der Anleger.


Absturz und juristische Folgen

Ein dramatischer Kurseinbruch Anfang Februar 2026 löste die Klagewelle aus. PayPal tauschte völlig überraschend CEO Alex Chriss gegen Enrique Lores aus. Parallel dazu präsentierte das Unternehmen schwache Quartalszahlen und kassierte seine langfristigen Finanzziele für 2027 ein. Die Aktie stürzte daraufhin an einem einzigen Tag um über 20 Prozent ab.


Nun werfen Kläger dem Management vor, Risiken systematisch verschwiegen zu haben. Die Verantwortlichen sollen ein falsches Bild der Umsatzentwicklung gezeichnet und makroökonomische Gefahren heruntergespielt haben.


Kerngeschäft unter Druck

Trotz der rechtlichen Probleme bleibt die Plattform stark. PayPal verzeichnet weltweit 439 Millionen aktive Konten. Im vierten Quartal 2025 stieg das abgewickelte Zahlungsvolumen um neun Prozent auf 475,1 Milliarden US-Dollar.

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Das margenstarke Kerngeschäft schwächelt jedoch. Das Wachstum beim sogenannten "Branded Checkout" fiel auf magere ein Prozent zurück. Das schreckt Investoren ab.


An der Börse spiegelt sich diese Skepsis deutlich wider. Zwar legte der Kurs heute um 2,75 Prozent auf 41,92 Euro zu. Seit Jahresbeginn steht allerdings ein Minus von 15,5 Prozent auf der Anzeigetafel. Damit notiert das Papier weit entfernt vom 52-Wochen-Hoch bei 67,50 Euro. Immerhin konnte sich die Aktie zuletzt wieder über die 50-Tage-Linie von 37,93 Euro retten.


Margen im Fokus

PayPal erwartet für das laufende Jahr einen leichten Rückgang bei der Transaktionsmarge und dem bereinigten Gewinn je Aktie. Höhere Marketingausgaben belasten derzeit die operative Marge spürbar.

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Das Management muss im anstehenden Bericht zum ersten Quartal 2026 konkrete Erfolge liefern. Gelingt es Enrique Lores nicht, das Wachstum im Checkout-Bereich zu stabilisieren, droht der Aktie der nächste Rückschlag. Die Frist für die Sammelklage am 20. April bildet dabei nur den Auftakt einer ungemütlichen Phase.


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