Ist der Mindestlohn richtig?
| eröffnet am: | 03.04.14 13:04 von: | BigSpender |
| neuester Beitrag: | 16.11.18 17:20 von: | Sawitzki |
| Anzahl Beiträge: | 144 | |
| Leser gesamt: | 13061 | |
| davon Heute: | 13 | |
bewertet mit 15 Sternen |
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03.04.14 14:33
#2
newage7
Auf dem falschen Weg ist es das Richtige.
Bedingungsloses Grundeinkommen für Alle, wäre der richtige Weg!
03.04.14 14:34
#3
potzzzblitz
Die Idee ist vernünftig für die Verhältnisse
Die Umsetzung ist aber inkonsequent - was das Vorhaben ad absurdum führt. Zum Beispiel, wenn Langzeitarbeitslose weiterhin als Sklavenarbeiter zur Verfügung stehen sollen.
03.04.14 14:39
#4
sonnenscheinchen
munter outsourcen, das spart Geld.
Und wenn wer schon lange arbeitslos ist, dann wird es bestimmt leichter mit der Jobsuche, wenn er mehr kohle verlangt...
03.04.14 14:40
#5
sonnenscheinchen
steigende Preise führen idR zu
Steigender Nachfrage, nicht wahr?
03.04.14 14:58
#6
newage7
Ist wie mit der Klickrate, je mehr Mist gepostet
wird, um so mehr Trolle trollen herum, die Werbeeinnahmen steigen (vielleicht), aber die Leute kaufen trotzdem nicht genug (beim Werbenden).
Fazit: Viel Aufwand, relativ geringer Ertrag/hoher Verlust ...
... nächste Runde: noch weniger Personal, noch mehr Werbung ....
Fazit: Viel Aufwand, relativ geringer Ertrag/hoher Verlust ...
... nächste Runde: noch weniger Personal, noch mehr Werbung ....
03.04.14 15:26
#7
DarkKnight
Der Sinn einer Gesetzgebung besteht m.E.
darin, dass durch übergeordnete, allgemeingültige Regeln ein Zusammenleben ermöglicht werden soll ... mal ganz pauschal gesprochen.
Jeder ist für sich verantwortlich ... nur in Fällen, wo man strauchelt oder fällt, sollte die Gemeinschaft per Gesetz verpflichtet sein, dass man wieder auf die Beine kommt (hier fällt also m.E. alles rein, was KV, Rente, ALG 1 und 2 angeht ..) ... ANSONSTEN ist man mit der Straßenverkehrsordnung mehr als beschäftigt.
Aus dieser Sicht erhebt sich die Frage: braucht es in einer Wirtschaft, wo Vertragsfreiheit möglich ist (was auch zu Null-Entlohnung führen könnte oder Entlohnung ohne Arbeit (...das kennen wir: Abgeordnete)), sowas wie eine gesetzliche Lohnverpflichtung? Sind die Vertragspartner einseitig so schwach, dass sie sich nicht selbst helfen können?
Ich meine ja: der Arbeitnehmer ist in seinen Interessen inzwischen schutzlos ausgeliefert.
Jeder ist für sich verantwortlich ... nur in Fällen, wo man strauchelt oder fällt, sollte die Gemeinschaft per Gesetz verpflichtet sein, dass man wieder auf die Beine kommt (hier fällt also m.E. alles rein, was KV, Rente, ALG 1 und 2 angeht ..) ... ANSONSTEN ist man mit der Straßenverkehrsordnung mehr als beschäftigt.
Aus dieser Sicht erhebt sich die Frage: braucht es in einer Wirtschaft, wo Vertragsfreiheit möglich ist (was auch zu Null-Entlohnung führen könnte oder Entlohnung ohne Arbeit (...das kennen wir: Abgeordnete)), sowas wie eine gesetzliche Lohnverpflichtung? Sind die Vertragspartner einseitig so schwach, dass sie sich nicht selbst helfen können?
Ich meine ja: der Arbeitnehmer ist in seinen Interessen inzwischen schutzlos ausgeliefert.
03.04.14 15:59
#9
BarCode
Dark
" Null-Entlohnung führen könnte oder Entlohnung ohne Arbeit" sind systemwidrig.
Tatsächlich ist es auch immer die bessere Lösung, wenn Löhne durch die Auseinandersetzung zwischen den betroffenen Parteien ausgehandelt werden. Erfahrungsgemäß besser nicht in Einzelkontrakten - da herrscht zu große "Waffenungleichheit", sondern in Assoziationen.
Aber: die Machtungleichgewichte/Gleichgewichte entwickeln sich auch da - z. B. durch hohe Arbeitslosigkeit oder erodierende Tarifbindung - ziemlich "volatil".
Ein Mindestlohn ist deshalb manchmal die einzige Lösung, um die systemwidrige Tendenz Richtung "Null-Entlohnung" einzubremsen, die letztlich das (Macht)Gefüge außer Rand und Band geraten ließe.
Trotzdem hat der Mindestlohn auch seine Tücken. Schlechtestenfalls steigt die Arbeitslosigkeit UND höhere Lohnbereiche bewegen sich tendenziell Richtung Mindestlohn, weil er sich von der gut gemeinten Untergrenze zum Bezugspunkt entwickelt.
Lohnhöhe ist und bleibt - neben den ökonomischen Möglichkeiten - eine Machtfrage - ob mit oder ohne Mindestlohn. Und diese Machtfrage hat viele Komponenten.
Zu starken, aber vernünftigen Gewerkschaften gibt es jedenfalls keine Alternative.
Tatsächlich ist es auch immer die bessere Lösung, wenn Löhne durch die Auseinandersetzung zwischen den betroffenen Parteien ausgehandelt werden. Erfahrungsgemäß besser nicht in Einzelkontrakten - da herrscht zu große "Waffenungleichheit", sondern in Assoziationen.
Aber: die Machtungleichgewichte/Gleichgewichte entwickeln sich auch da - z. B. durch hohe Arbeitslosigkeit oder erodierende Tarifbindung - ziemlich "volatil".
Ein Mindestlohn ist deshalb manchmal die einzige Lösung, um die systemwidrige Tendenz Richtung "Null-Entlohnung" einzubremsen, die letztlich das (Macht)Gefüge außer Rand und Band geraten ließe.
Trotzdem hat der Mindestlohn auch seine Tücken. Schlechtestenfalls steigt die Arbeitslosigkeit UND höhere Lohnbereiche bewegen sich tendenziell Richtung Mindestlohn, weil er sich von der gut gemeinten Untergrenze zum Bezugspunkt entwickelt.
Lohnhöhe ist und bleibt - neben den ökonomischen Möglichkeiten - eine Machtfrage - ob mit oder ohne Mindestlohn. Und diese Machtfrage hat viele Komponenten.
Zu starken, aber vernünftigen Gewerkschaften gibt es jedenfalls keine Alternative.
03.04.14 16:01
#10
materialschlacht
mindestlohn gab es doch schon in der bibel
das gleichnis vom weinberg, da erhält jeder malocher ein talent silber, oder so ähnlich. mus ein ausbeuterbetrieb gewesen sein, dieser weinberg :)
03.04.14 16:05
#11
BigSpender
#3, potz
ich finde es schon richtig, dass Langzeitarbeitslose erstmal keinen Mindestlohn bekommen.
Allerdings hätte ich die Grenze bei 3 Jahren Arbeitslosigkeit und mehr gesetzt. Solche Menschen sollen erstmal beweisen, dass sie überhaupt arbeiten wollen und sich im Job bewähren. Es gibt nämlich auch viele, die nur Arbeit annehmen weil ihnen sonst Kürzungen vom Amt drohen und eigentlich haben sie keinen Bock zu arbeiten.
Allerdings hätte ich die Grenze bei 3 Jahren Arbeitslosigkeit und mehr gesetzt. Solche Menschen sollen erstmal beweisen, dass sie überhaupt arbeiten wollen und sich im Job bewähren. Es gibt nämlich auch viele, die nur Arbeit annehmen weil ihnen sonst Kürzungen vom Amt drohen und eigentlich haben sie keinen Bock zu arbeiten.
03.04.14 16:14
#12
BarCode
Keinen Bock zu haben zu arbeiten
ist keine Schande und auch nix Ungewöhnliches. Deswegen gibts ja die Kürzungen.
03.04.14 16:14
#13
DarkKnight
@BarCod:
*gna gna gna .."
Jetzt sei doch nicht immer so .... rechtschafferisch.
Ich weiß sehr wohl, dass eine detaillierte Analyse eine Betrachtung im (...und jetzt an alle: aufgepasst, das ist wichtig) ... im DETAIL erfordert.
Sonst wäre es ja keine detaillierte Betrachtung.
Leider sind wir hier bei ariva und wir sollten die Dinge doch runterbrechen auf ein "Schwarz-Weiß" - Niveau. Im Sinne von:
entweder - oder
ja - nein
gut - böse
richtig - falsch
Alles andere verursacht doch nur Kopfschmerzen und Endlos-Threads.
Jetzt sei doch nicht immer so .... rechtschafferisch.
Ich weiß sehr wohl, dass eine detaillierte Analyse eine Betrachtung im (...und jetzt an alle: aufgepasst, das ist wichtig) ... im DETAIL erfordert.
Sonst wäre es ja keine detaillierte Betrachtung.
Leider sind wir hier bei ariva und wir sollten die Dinge doch runterbrechen auf ein "Schwarz-Weiß" - Niveau. Im Sinne von:
entweder - oder
ja - nein
gut - böse
richtig - falsch
Alles andere verursacht doch nur Kopfschmerzen und Endlos-Threads.
03.04.14 16:15
#14
DarkKnight
Nachtrag:
An BarCode:
"e"
Hier hast du das fehlende "e" in vorherigen Threadüberschrift ... nicht, dass du hierüber auch noch Betrachtungen anstellst ....
"e"
Hier hast du das fehlende "e" in vorherigen Threadüberschrift ... nicht, dass du hierüber auch noch Betrachtungen anstellst ....
03.04.14 16:19
#15
potzzzblitz
#11 Das gibt wohl keinen Sinn, was Du schreibst
Falls es so ist, wie Du schreibst: Warum haben sie wohl keine Lust, zu arbeiten?
Wird wohl am Lohn liegen, was? Wenn der Mindestlohn gescheit wäre, würden auch die hier immer als faul diskreditierten Menschen, nach Arbeit suchen.
Wenn man ihnen aber nur 5 Euro gibt und sagt, sie sollen sich beweisen, ob sie arbeiten wollen, kann ich gut verstehen, dass sie nen Stinkefinger zeigen. Man geht nicht zur Arbeit, um zu beweisen, dass man gerne von anderen genutzt wird. Man geht zur Arbeit, um für die eigene Leistung angemessen entlohnt zu werden, damit man eine Lebensperspektive erhält und sich seine Wünsche erfüllen kann.
Wird wohl am Lohn liegen, was? Wenn der Mindestlohn gescheit wäre, würden auch die hier immer als faul diskreditierten Menschen, nach Arbeit suchen.
Wenn man ihnen aber nur 5 Euro gibt und sagt, sie sollen sich beweisen, ob sie arbeiten wollen, kann ich gut verstehen, dass sie nen Stinkefinger zeigen. Man geht nicht zur Arbeit, um zu beweisen, dass man gerne von anderen genutzt wird. Man geht zur Arbeit, um für die eigene Leistung angemessen entlohnt zu werden, damit man eine Lebensperspektive erhält und sich seine Wünsche erfüllen kann.
03.04.14 16:22
#16
derQuerdenker
also wenn in Deutschland mal
chinesische Verhältnisse herrschen, dann ziehe ich auf eine einsame Insel mit paar Hühnern, Kühen und Schweinen, Bau mir da ne nette Hütte und scheiss auf den Kapitalismus.
03.04.14 16:23
#17
BarCode
Dass ich das Posting
an dich gerichtet hab, war keine Kritik an dem deinigen. Nur wegen der Nullohnsache...
Der Rest war für alle.
Und das mit dem "e", das ist soweit nicht diskutabel. Das habe ich sofort richtig eingeordnet. Wo hätte ich es denn sonst hinpacken sollen?
Gut, eines der "gnas" hätte auch ein "gnae" sein können. Aber dann wäre das dreifache "gna" irgendwie unrythmischer rübergekommen. Und da wird es dann schon etwas komplizierter.
Inwiefern "kompliziert"? Nun dazu könnte ich jetzt auch ausführlich schreiben, aber das würde sehr weit vom Threadthema wegführen.
Vielleicht mach ich einfach einen eigenen Thrread zu dem "e"-Nachtrag auf...
Der Rest war für alle.
Und das mit dem "e", das ist soweit nicht diskutabel. Das habe ich sofort richtig eingeordnet. Wo hätte ich es denn sonst hinpacken sollen?
Gut, eines der "gnas" hätte auch ein "gnae" sein können. Aber dann wäre das dreifache "gna" irgendwie unrythmischer rübergekommen. Und da wird es dann schon etwas komplizierter.
Inwiefern "kompliziert"? Nun dazu könnte ich jetzt auch ausführlich schreiben, aber das würde sehr weit vom Threadthema wegführen.
Vielleicht mach ich einfach einen eigenen Thrread zu dem "e"-Nachtrag auf...
04.04.14 01:30
#18
BigSpender
die meisten kriegen den Hals
wohl nicht voll, wollen mehr als 8,50 €!!
04.04.14 07:12
#19
Talisker
Ich glaube dir sofort,
so bescheiden, wie du hier auftrittst: du gibst dich mit 8,50€ zufrieden. Alles andere wäre ja nu echt voll fies gierig.
04.04.14 07:25
#21
sonnenscheinchen
es steht jedem frei,
einen Job zu ergreifen, bei dem mehr als 8,50 gezahlt werden. Er musst nur jemand finden, der bereit ist, soviel zu bezahlen. Also weniger Gejammer und mehr Initiative. Waschen und rasieren bringt meistens schon ne Menge.
04.04.14 07:29
#22
sonnenscheinchen
der Logik des Mindestlohns folgend
wären doch 20 Euro pro Stunde noch viel gerechter. Ich könnte mir zB vorstellen, dass man die ganzen verbeamteten Lehrer durch Arbeitslose Mindestlöhner ersetzt. Die Qualifikation dürfte kein Problem sein, schlechter als die derzeitigen Pädagogen machen die es bestimmt nicht. Und die Lehrer schicken wir ans Fließband, dann können die das erste mal in ihrem Leben tatsächlich arbeiten. Win-Win.
04.04.14 07:56
#23
anjab
Gerecht ist wenn die Leute nach ihrer
Produktivität entlohnt werden
sollte der Wettbewerb der geringqualifizierten um arbeitsplätze dazu führen, dass die sich auf nahezu harz4 Niveau runterkonkorrieren und damit nicht mehr gemäß ihrer Produktivität entlohnt werden ist ein Mindestlohn sinnvoll
sollte der Wettbewerb der geringqualifizierten um arbeitsplätze dazu führen, dass die sich auf nahezu harz4 Niveau runterkonkorrieren und damit nicht mehr gemäß ihrer Produktivität entlohnt werden ist ein Mindestlohn sinnvoll
04.04.14 07:59
#24
newage7
Es geht doch weniger um Produktivität, eher mehr
um Beschäftigung und Unterdrückung/Sklaverei.
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